Nur noch 150 Steam-Spieler zugleich: Suicide Squad will trotz allem seine DLC-Pläne durchziehen

Die angekündigte Roadmap wird durchgezogen, obwohl sie wohl kaum noch Spieler erreichen wird.

Service-Risiko: Lang sorgten sich Fans, ob die vier geplanten Seasons für Suicide Squad wirklich kommen würden. Service-Risiko: Lang sorgten sich Fans, ob die vier geplanten Seasons für Suicide Squad wirklich kommen würden.

Suicide Squad: Kill the Justice League zählt zu den kostspieligsten Flops der jüngsten Videospielgeschichte: Etwa 200 Millionen Dollar Verlust soll Warner Bros. durch sein Service-Game-Experiment erlitten haben, nachdem die Wertungen der Presse durchwachsen und die Spielerzahlen enttäuschend ausfielen.

Trotzdem hält man offenbar an den bereits angekündigten Plänen für neuen Content eisern fest: Wie Warner Bros. Games gegenüber Kotaku erklärte, wird »Suicide Squad die bisher angekündigte Roadmap wie geplant vollenden.« Damit ist ein vorzeitiges Ende samt großer Rückerstattungswelle vom Tisch, wie es zum Beispiel bei Redfall der Fall war.

Zerstören Service Games unser Hobby oder sterben sie aus? Video starten 55:33 Zerstören Service Games unser Hobby oder sterben sie aus?

Viel Content, wenig Spieler

Das mag einerseits eine gute Nachrichte für Fans von Suicide Squad sein, andererseits fließen nun große Mengen von Entwicklungsressourcen in DLCs, die wohl nur noch bei wenigen Spielern ankommen werden:

Aktuell verzeichnet der Koop-Shooter im DC-Universum nur noch 150 gleichzeitig aktive User bei Steam. Dazu kommen zwar noch die Xbox- und PlayStation-User, dennoch zeichnen die Zahlen ein sehr eindeutiges Bild darüber, wie es um die Community bestellt ist.

Die User-Zahlen von Suicide Squad bei Steam sind seit dem Release extrem eingebrochen. Die User-Zahlen von Suicide Squad bei Steam sind seit dem Release extrem eingebrochen.

Auch das Joker-Update konnte im April 2024 den Abwärtstrend des Spiels nur sehr kurz bremsen.

Geplant sind nun drei weitere Seasons mit jeweils einer neuen spielbaren Figur und neuen Levels, Waffen, Items und Ingame-Aktivitäten. Ob und wie es danach mit Suicide Squad weitergeht, ist unklar.

Das Entwicklerstudio Rocksteady, das sich vor Suicide Squad mit der Arkham-Reihe einen Namen gemacht hatte, soll nach dem finanziellen Service-Desaster übrigens nun wieder zu seiner größten Stärke zurückkehren: Singleplayer-Spielen.

Einer mehr im Service-Friedhof

Die unmittelbare Zukunft von Suicide Squad: Kill the Justice League ist also erstmal gesichert. Zahlreiche Entwickler sind aber bereits von dem Projekt abgezogen worden und arbeiten dem Vernehmen nach für Warner Bros. nun an einem Director’s Cut von Hogwarts Legacy.

Suicide Squad gilt in der Branche als einer von vielen Fehlschlägen, mit denen die AAA-Industrie auf den Zug der Service-Spiele aufzuspringen versuchte.

Mit Marvels‘ Avengers scheiterte 2022 auch ein Ableger des konkurrierenden Comic-Universums, andere prominente Beispiele sind Anthem von EA, Skull and Bones von Ubisoft oder Lawbreakers von Nexon.

zu den Kommentaren (15)

Kommentare(14)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.