Overwatch - Balance laut Blizzard gut, frustrierte Spieler sollten sich selber neues Gameplay überlegen

Laut Chefentwickler Jeff Kaplan ist Overwatch derzeit gut, wenn auch nicht perfekt ausbalanciert. Spieler, die sich am aktuellen Meta-Gameplay stören, sollten nicht nach Balance-Änderungen schreien, sondern sich neue Taktiken überlegen.

von Stefan Köhler,
10.07.2017 17:26 Uhr

Vielleicht bricht Doomfist das aktuelle Overwatch-Gameplay auf?Vielleicht bricht Doomfist das aktuelle Overwatch-Gameplay auf?

Das Spiel ist ausbalanciert. Das behauptet zumindest Jeff Kaplan, Game Director bei Blizzard, über seinen Shooter Overwatch. Die Aussage ließ er im Rahmen eines sehr langen Forenbeitrags fallen, in dem er auf die Spielbalance und das aktuelle Meta-Gameplay einging. Außerdem stellte sich Kaplan der Kritik, dass Veränderungen an der Balance zu lange brauchen würden.

Tatsächlich sei Overwatch nicht perfekt, einige Helden bedürften noch einiger Anpassungen. Aber laut Kaplan gebe es derzeit keine großen Baustellen, die sofortiger Handlung bedürften. So sei Roadhog noch nicht ganz da, wo man ihn haben wolle, das Problem mit seiner One-Hit-Combo per Greifhaken wurde aber per Abschwächung gelöst. Und auch Mercys Wiederbelebung sei zwar durchaus frustrierend, würde aber nicht das Spiel kaputt machen.

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Die Wahrnehmung der Spieler

Laut Kaplan ist die Wahrnehmung der Balance durch die Spieler oft entscheidender als die Balance selbst. So würden Torbjörn- und Symmetra-Spieler überdurchschnittlich häufig gewinnen (und damit eigentlich eine Abschwächung rechtfertigen). Allerdings gibt es aus der Community keinen lauten Ruf nach Veränderungen bei den beiden Helden. Symmetra gehöre sogar zu den am seltensten gespielten Charakteren überhaupt.

Auch am Beispiel D.Va könnte man sehen, wie Spielbalance (auf Basis von Statistiken) und der Eindruck der Spieler auseinandergehen. Die Tank-Heldin wurde tatsächlich von Blizzard abgeschwächt, nachdem es einen Aufschrei in der Community gegeben hatte.

Unbrauchbar sei D.Va dadurch geworden, hieß es damals. Die Foren waren voll mit Forderungen nach einem Buff. Dagegen ist der Eindruck heute ein ganz anderer: D.Va ist zurzeit ein Eckpfeiler im aktuellen »Dive«-Meta-Gameplay, also der Art, wie Overwatch schlussendlich von den meisten Spielern gespielt wird. Zu schwach kann sie dann wohl nicht sein.

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Wunsch nach neuem Meta? Dann selber ran!

Das »Dive«-Meta-Gameplay ist derzeit die wohl beliebteste und effektivste Form, Overwatch zu spielen. Hinter dem Begriff steckt eine Teamkomposition und Spieltaktik, die auf schnelle und bewegliche Helden wie Genji, D.Va und Lucio setzen, um durch Verteidiger und Engstellen einfach »durch zu tauchen« und im Chaos gezielt einzelne Helden auszuschalten.

Laut Kaplan gefalle ihm das Dive-Meta, es sei spaßig zu spielen und schön anzuschauen. Er höre zwar die Rufe, dass Blizzard diese Spielmechanik von außen mit Balance-Anpassungen aufbrechen solle. Allerdings sei das nicht die Arbeit der Entwickler. sondern die der Spieler. Sie müssen mit einer neuen Teamkomposition und Taktik auftauchen und ein neues Meta-Gameplay etablieren, wie sie es zuvor mit der »Drei Tanks«-Strategie und dem Dive-Meta getan haben.

In drei Monaten wird sich ein neuer Spielstil etablieren, wie Overwatch gespielt wird. Deswegen muss Kaplans Team nun nicht sofort ran, um die beliebten Dive-Helden von außen unattraktiver zu gestalten und die hergestellte Balance zu gefährden.

Und wer weiß, wie das kommende Meta-Gameplay dann aussehen wird. Vielleicht sind die unbeliebten aber wohl zu starken Helden Torbjörn und Symmetra dann mit dabei?

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