King's Row: Das Blatt wendet sich noch einmal
Nach dem Sieg auf Hanamura schien sicher zu sein, dass Philadelphia das Match gewinnen würde. Statistisch standen sie auf der nächsten Karte, King's Row, deutlich besser da als London, und auch Philadelphias Coach war sich sicher, dass sie diese Karte für sich entscheiden würden.
Und tatsächlich sah es so aus, als hätten sie die Oberhand. Mit einem Hanzo in einem unkonventionellen Angriffs-Setup konnten Philadelphia bereits den ersten Punkt schnell einnehmen und auch danach zügig die Fracht durchbringen. Lediglich Londons Tank Gesture erwies sich häufig als Problem, sodass am Ende nur etwa zweienhalb Minuten auf der Uhr stand, als die Fracht ihr Ziel erreichte.
So wie Philadelphia aber vorher London auf Hanamura vorgeführt hatten, gingen die Spitfires nun ihrerseits die Gegner an. Mit drei Tanks und einem Lúcio-Boost fegten sie Philadelphia einfach vom Angriffspunkt und nahmen diesen in 29 Sekunden ein - Weltrekord!
Dass sie ab dann auch bis zum Ende kamen, war nicht weiter verwunderlich. Philadelphia konnte kaum Fuß fassen und wurde immer wieder von den starken Tanks von London zurückgedrängt. Gleich erging es ihnen in der Nachspielzeit - in der London durch rohe Gewalt mit Junkrat die Verteidigung wegfegt und die Karte gewann.
Route 66: Der letzte Coup
Ein weiteres Mal schien der Ausgang besiegelt zu sein. Route 66 war die mit Abstand stärkste Karte der Auswahl für London Spitfire: 6 Siege, keine Niederlage. Schon zuvor spielten sie diese Karte gegen Philadelphia, der Sieg kam ohne Probleme zustande.
Fusion hatte hier aber einen großen Vorteil, einen Trumpf. Einer der neuen und jüngsten Spieler im Kader, snillo, wurde nur für Road 66 eingesetzt. Schon zuvor spielte er im Vergleich zu den anderen DPS-Spielern des Teams eher wenig, was es schwer machte, ihn einzuschätzen.
Vor allem aber spielte er vorher nicht in dieser Begegnung, sodass London die praktische Erfahrung gegen den vielversprechenden Neuling fehlte. Dies schlug sich auch in den Zahlen nieder: Mit 21 Todesstößen pro 10 Minuten in der ersten Hälfte lag snillo auf über dem Doppelten des Durchschnitts der Liga (8 Todesstöße/10 Minuten) auf der Karte!
Carpe und snillo zerlegen London
Philadelphia Fusion zeigten sich auf dieser Karte in absoluter Höchstform. Fragi und Poko, das Tank-Duo, griffen in absolutem Einklang an und sprachen sich offensichtlich so perfekt ab, dass sie zu jeder Zeit dort waren, wo sie gebraucht wurden.
Das brachte den benötigten Raum für die Stars der Runde, Carpe und snillo. Aus der Distanz heraus sicherte Carpe im Angriff und in der Verteidigung als Widowmaker stets wichtige Kills. Nur selten waren die Spitfires vollzählig oder in einer Konstellation, mit der sie arbeiten konnten.
Wann immer sie bereit schienen, Philadelphia zu begegnen, machte ihnen snillo das Leben schwer. Als einer der wenigen Tracer-Spieler, die die langen Wege um das Team herum machen, konnte er häufig in kritischen Momenten die abgelenkten Heiler ausschalten und die Kämpfe für das Team entscheiden.
Der epische Kampf um den zweiten Platz
Fast problemlos brachten sie so die Fracht bis zum letzten Punkt, bei welchem London im Angriff bereits zweimal in der Verlängerung landete. Mit nur etwas über einer Minute auf dem schwierigen, letzten Punkt, wurden die Spitfires dann schließlich aufgehalten.
Der letzte Kampf war dabei auch der spektakulärste in der gesamten Begegnung. Beide Teams starteten ihn mit Verlusten, wobei Philadelphia durch eine Wiederbelebung auf Carpe einen Vorteil gewann.
Die Wiederbelebung verschob das Gleichgewicht so zugunsten von Philadelphia, dass sie durch stetige, zahlenmäßige Überlegenheit London langsam von der Fracht drängen und so den Sieg an sich reißen konnten.
Philadelphia Fusion - der Sieger der Herzen
Mit dem zweiten Platz haben Philadelphia wohl mehr erreicht, als ihnen die meisten Leute zugetraut hätten. Sie haben alle Erwartungen um Längen übertroffen und London technisch ausgehebelt.
Trotz ihrer anschließenden Niederlage gegen New York, zeigten sie hier, dass sie das Zeug zum Champion haben. Gegen New York erspielte Fusion zunächst eine 2:0-Führung, die allerdings mit drei verlorenen Maps in einer knappen 2:3-Niederlage endete.
Allein, dass Philadelphia dem Kontrahenten so die Stirn bieten konnte, zeigt aber ihr Können. An mehreren Stellen hätte das Spiel noch kippen können - und mit ein wenig mehr Training stehen die Chancen für Fusion gut, bei der Stage 3 der Champion zu werden.

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