Wenn ihr ein Herz für Indie-Spiele habt, sind euch Papers, Please und Return of the Obra Dinn bekannte Begriffe. Die beiden Titel von Lucas Pope haben riesige Fan-Gemeinden, und auch auf GameStar.de konnten wir uns für die düsteren Spieleperlen begeistern.
Besonders für Solo-Entwickler ist eine mitteilsame Community Gold wert. Wenn das Geld für teure Marketingkampagnen fehlt, muss sich die Kunde über neue, kleine Spiele eben über Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiten. Da hat es in der Vergangenheit auch geholfen, wenn die Schöpfer selbst ihren Entwicklungsstand teilen.
Doch für Lucas Pope ist das jetzt wohl keine Option mehr - auch wegen der Entwicklung von KI.
»Es wird von KI aufgesogen«
Im Podcast von Mike Rose und Rami Ismail spricht Pope über sein Dasein als erfolgreicher Indie-Entwickler. Im Gespräch kommt irgendwann sein Alltag zur Sprache. Einen Großteil der Zeit arbeite Pope an Dingen, die er nie veröffentlichen würde. Aber wenn er ein Projekt so weit habe, dass es tauglich für die Öffentlichkeit ist, stehe er mittlerweile vor einem Dilemma.
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Im Podcast (ab Minute 27:26) sagt er:
Ich bin gerne effizient. Ich möchte fertig werden und am Ende wirklich etwas produzieren. Aber ich mag es auch, über die Dinge zu sprechen, an denen ich arbeite. Ich denke, die aktuelle Situation fühlt sich einfach anders an.
Man redet nicht mehr über die Sachen, an denen man arbeitet, weil es von KI aufgesogen oder von anderen kopiert wird. [...] Ich fühle mich nicht mehr wohl damit, über Projekte zu reden, an denen ich arbeite.
Dazu komme aber auch noch der Erfolgsdruck. Wegen seines Durchbruchs mit Papers, Please und Obra Dinn denke er manchmal darüber nach, dass er auch auf diesem Höhepunkt aussteigen könnte.
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Papers, Please - Trailer zur Filmadaption des emotionalen Spiels - Trailer zur Filmadaption des emotionalen Spiels
Es schwingt also auch ein wenig die Sorge mit, nicht an den Erfolg der anderen beiden Spiele anknüpfen zu können. Ganz unbegründet sind die Bedenken nicht. Immerhin hat sich Papers, Please bis 2023 satte 5 Millionen Mal verkauft und sitzt bei Steam auf 97 Prozent positiven Reviews, Return of the Obra Dinn bei 96 Prozent.
Nach Return of the Obra Dinn erschien 2024 Popes Mars After Midnight exklusiv für die Handheld-Konsole Playdate. In dem Management-Spiel steuert ihr einen Außerirdischen, der in einer Marskolonie nächtliche Selbsthilfegruppen leitet. Da die Playdate-Konsole aber nur 70.000 Mal verkauft wurde, ist es eher unwahrscheinlich, dass ihr das mal selbst ausprobiert.
Ob Pope aktuell an einem neuen Projekt arbeitet, hat er allerdings nicht verraten. Da müssen wir wohl einfach abwarten.
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