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Seite 2: P.T. und Silent Hills - Hideos Horror-Hype

Multiversum des Grauens

Reddit-User CrunchTimeStudio spekuliert: »Ich glaube, der Titel (Silent Hills) ist ein Hinweis, was das Spiel bieten wird.« So sei der Plural »Hills« eine Anspielung darauf, dass es für jeden Menschen ein eigenes Silent Hill gebe, das stets einen persönlichen Albtraum repräsentiert: ein Multiversum der Pein. Könnte also auch die Story für jeden Spieler eine etwas andere sein? Beispielsweise jeden in einer zufällig generierten Umgebung starten lassen, die jeweils eine andere Realitätsebene bildet?

P.T. setzt auch eher klassische Horrorelemente wie halbverweste Geistwesen mit fiesen Fratzen ein. P.T. setzt auch eher klassische Horrorelemente wie halbverweste Geistwesen mit fiesen Fratzen ein.

Denkbar wäre dabei, dass sich die Welten der einzelnen Spieler von Silent Hills via Internet zufällig überschneiden und gegenseitig beeinflussen. Dass quasi die eigene Spielfigur als Schatten eines anderen Ich in die Wirklichkeit tausender anderer Spieler suppt. Ähnlich wie wir schon in P.T. nicht die einzigen Ichs sind. Möglich, ist doch Kojima für seine Experimentierbereitschaft bekannt, was sich mutmaßlich auch im Satz »Ich komme zurück und bringe neues Spielzeug mit mir« spiegle, der kurz vor dem Ende von P.T. steht.

Ein Hinweis auf derartige Features? Oder gar auf Sonys VR-Brille Project Morpheus, wie der ein oder andere mutmaßt? Ist's denkbar, dass sich Sony Silent Hills exklusiv und als Zugpferd für Morpheus gesichert hat? Schon, aber eher unwahrscheinlich. Kojima will eine große Spielerschaft erreichen - und diese hätte er mit einem Morpheus-exklusiven Titel eher nicht. Obendrein erklärte Kojima-san auch, er habe noch nicht mal entschieden, ob Silent Hills mit Ego- oder Third-Person-Sicht daherkomme - und auch über Plattformen schweigt er bisher beharrlich. »Alles was ich sagen kann, ist, dass die Fox Engine (die wir nutzen) für Open-World gedacht ist.« Wir gehen davon aus, dass Silent Hills wie Metal Gear Solid 5 auch für den PC erscheinen wird.

Aliens und Trinkwasser?

In P.T. begegnet der Spieler dem Geist einer getöteten Frau namens Lisa. Manche Silent-Hill-Fans sehen darin Lisa Garland, die mehrfach in der Serie auftaucht. In P.T. begegnet der Spieler dem Geist einer getöteten Frau namens Lisa. Manche Silent-Hill-Fans sehen darin Lisa Garland, die mehrfach in der Serie auftaucht.

Fakt ist bisher: je mehr Rätsel um P.T. auftauchen und entschlüsselt werden, umso bizarrer wirkt es, was Kojima und del Toro mit Silent Hills versuchen könnten. Abseits von greifbaren Theorien, dass etwa die getötete Lisa oder das ungeborene Kind für die Tortur von Norman Reedus' Alter-Ego im kommenden Silent Hills verantwortlich sind, glaubt der Youtuber DreamcastGuy, dass hinter alldem eine Meta-Meta-Geschichte stehe. In Silent Hills erweise sich Silent Hill als eine Art Wesenheit, die sich von Angst ernährt - und zwar der Angst jener, die die Silent Hill-Games spielen.

Doch mit dem Erlahmen der Reihe habe diese Wesenheit Kraft eingebüßt, sei hungrig und habe folglich von Kojima und del Toro Besitz ergriffen, um wieder wahre Furcht und Angst in die Adern der Saga zu pumpen. Schräg? Klar, aber ebenso glaubhaft wie Aliens und UFOs. Tatsächlich ist in P.T. eine schwedische Nachricht aus dem Radio zu vernehmen, die auf extraterrestrische Einflüsse hindeutet. Diese spricht davon, dass »Sie hier auf unserer Erde« sind, sich bald ein Tor in eine andere Dimension öffnen würde und eine Radioshow von vor 75 Jahren die Wahrheit war.

Die Außerirdischen hätten alles unterwandert, man könne niemandem trauen. Das ist zunächst eine klare Anspielung auf »Der Krieg der Welten«, ein Hörspiel von Regie-Legende Orson Welles, das 1938 im Stil einer Liveberichterstattung von einer Alien-Invasion berichtete, die von vielen für bare Münze genommen wurde. Angst und Panik einigen Städten waren die Folgen.

Wird Silent Hills eine Third- oder First-Person-Perspektive haben? Da ist sich Kojima selbst noch nicht sicher. Wird Silent Hills eine Third- oder First-Person-Perspektive haben? Da ist sich Kojima selbst noch nicht sicher.

Weiter lässt die Schwedennachricht jedoch auch an John Carpenters Kultklassiker »Sie leben« denken, in dem Aliens mit Gedankenkontrolle und unterschwelligen Botschaften die Menschheit kontrollieren. Das harmoniert mit einer weiteren Botschaft, die davon spricht, dass »etwas im Leitungswasser« sei; eine Anspielung auf eine Verschwörungstheorie, nach der die (Alien-)Regierung Drogen ins Trinkwasser mixt, um die Bevölkerung zu manipulieren.

Aber halt! Ernsthaft, Aliens? Kojima wäre das schon zuzutrauen. Dennoch ist's aber wohl eher ein Augenzwinkern an die langjährigen und treuen Silent-Hill-Fans, um zu versichern, dass hier trotz Neubesetzung wirklich Kenner der Serie am Werke sind. Denn in jedem Teil der Reihe, ausgenommen Silent Hill 4: The Room und Silent Hill: Downpour, findet sich ein Alternativ-Ende, das mehr oder minder absurd-komödiantisch UFOs und E.T.s ins Feld führt.

Alles wird furchtbar

Letztlich gibt aber all dies keine sichere Antwort darauf, was uns nun wirklich in Silent Hills erwartet. Schon dass der Veröffentlichungstermin laut Kojima wohl frühestens im Jahr 2016 liegt, zeigt, dass kaum etwas in Stein gemeißelt ist. Doch zumindest eines beweist uns P.T.: die Silent-Hill-Serie liegt bei Hideo Kojima, Guillermo del Toro und Gefolge in Händen, die mit Herz und Hirn agieren. Denn obwohl nur Experiment und Vorgeschmack gehört P.T. zum Gruseligsten und Bizarrsten, was seit langem im Spielebereich zu sehen war.

Mit begrenzten und reduzierten Mitteln erschafft P.T. eine Atmosphäre von unheimlicher und verstörender Dichte, die bis ins Innerste dringt, packt und nicht mehr loslässt. Eben genau wie einst Silent Hill es tat, es aber über die letzten Jahre verlernte. Nicht zuletzt bringt P.T. die Spielermannschaft auf aller Welt auf eine ungeahnte Weise zusammen; lässt sie zusammen rätseln und spekulieren. Und wenn dies auch mit Silent Hills gelingen sollte, dann steht uns Großes bevor.

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