PUBG - Erfinder Greene: »Es gibt keinen wirksamen Markenschutz für Spiele«

PUBG-Erfinder Brendan Greene kritisiert im Interview dreiste Kopierer in der Spiele-Industrie. Er behauptet, es gebe keinen wirksamen Markenschutz für Spiele.

von Christian Just,
15.12.2017 15:30 Uhr

Playerunknown’s Battlegrounds ist das populärste Battle Royale. Im Fahrtwasser dieses Erfolgs versuchen auch andere ihr Glück.Playerunknown’s Battlegrounds ist das populärste Battle Royale. Im Fahrtwasser dieses Erfolgs versuchen auch andere ihr Glück.

Im Interview mit BBC Radio 1 äußerte sich Battle-Royale-Pionier und PUBG-Erfinder Brendan »Playerunknown« Greene ausführlich über Konkurrenten und Klone im jungen Genre. Dabei argumentiert er, dass es derzeit "keinen Schutz des geistigen Eigentums in Spielen" gebe und zeigt sich besorgt, dass das Aufkommen von Klonen dem BR-Genre schade, da Spieler zu schnell gelangweilt würden.

Zum Thema: PlayerUkn1wn: Friendly Fire - PUBG-Klone fluten Steam

Fehlender Schutz schadet Spiele-Landschaft und Künstlern

Auch glaubt Greene, dass ein Fehlen von effektivem Markenschutz von Publishern unfair genutzt werden könnte. Das mobile Battle Royale Glorious Mission des chinesischen Publishers Tencent ist ein Beispiel, das diese These stützt. Offensichtlicher kann man PUBG unserer Ansicht nach kaum kopieren. Die Kollegen von GamePro haben eine News zu diesem Titel verfasst.

Im Original noch am besten: PUBG ist eines der erfolgreichsten Spiele 2017.Im Original noch am besten: PUBG ist eines der erfolgreichsten Spiele 2017.

Brendan Greene wünscht sich, dass Entwickler und Publisher das Battle-Royale-Genre mit eigenen Ansätzen erweitern, verbessern und für sich neu erfinden.

Wir finden: Zu viele Spiele mit dem ewig gleichen Rezept ist etwas, was das Survival-Genre nach dem Erfolg der DayZ-Mod bereits einmal erlebte. Dabei kamen zwar viele schwache Klone heraus, aber auch wirklich gute eigene Ansätze wie The Forest oder ARK: Survival Evolved. Bei dem Versuch einer reinen Kopie tun die Spieler gut daran, beim Original zu bleiben.

Zum Ende des Interviews richtet Greene noch einige deutliche Worte in Richtung der Spieleindustrie.

"Einige großartige Spiele bleiben unter dem Radar. Dann kommt jemand mit einem Marketing-Budget und hat plötzlich ein erfolgreiches Spiel, weil er die Idee jemand anderes geklaut hat. Ich denke, da sollte die Games-Industrie genau hinsehen. Spiele sind zu großem Teil Kunst, und die sollte man schützen."

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