Red Dead Redemption: Fan bastelt Kino-Trailer - wie stehen die Chancen auf einen richtigen Film?

Ein Red-Dead-Fan zeigt, wie das Rockstar-Spiel als Film aussehen könnte. Tatsächlich beschäftigte sich bereits ein Regisseur mit einem ähnlichen Projekt.

von Vali Aschenbrenner,
21.07.2020 14:47 Uhr

Wen würdet ihr in der Rolle von John Marston oder Arthur Morgan casten, sollte es jemals einen Red-Dead-Kinofilm geben? Wen würdet ihr in der Rolle von John Marston oder Arthur Morgan casten, sollte es jemals einen Red-Dead-Kinofilm geben?

Wer Red Dead Redemption 2 durchgespielt hat, dürfte bereits festgestellt haben, dass das Western-Videospiel auch auf der großen Leinwand eine gute Figur machen würde. Wie schon bei GTA und natürlich auch dem Vorgänger bemühte sich Rockstar abermals um die kinoreife Inszenierung seiner Story, mit einprägsamen Charakteren und starken Schauspielern.

Wie Red Dead Redemption als Film aussehen könnte, zeigt der YouTuber und Filmfan Rob »Smasher« Long in seinem neuesten Trailer-Konzept: Darin »castet« er Kit Harington (Jon Schnee aus Game of Thrones) als Outlaw John Marston und versucht die Atmosphäre des Rockstar-Spiels unter anderem mit Szenen aus dem Western Brimstone einzufangen.

In den Kommentaren stößt das Trailer-Konzept auf großen Zuspruch: Viele Zuschauer wären allemal gewillt, für Red Dead Redemption ins Kino zu gehen und diskutieren vor allem darüber, wen sie gerne als John Marston sehen würden. So werden unter anderem die Namen Norman Reedus (The Walking Dead, Death Stranding) oder Karl Urban (The Boys, Dredd) in den Ring geworfen, während andere User einfach nur die Darsteller aus den Videospielen wiedersehen möchten.

Den beeindruckenden Fanfilm könnt ihr euch hier anschauen:

Link zum YouTube-Inhalt

Es gibt bereits so etwas wie einen Red-Dead-Film

Falls ihr darauf hofft, dass es tatsächlich mal einen Film zu Red Dead Redemption gibt, werdet ihr vielleicht bereits fündig: 2010 produzierte der Regisseur John Hillcoat (The Road, Triple 9) einen Kurzfilm für Rockstar, der auf den Zwischensequenzen des Videospiels aufbaut.

In »The Man from Blackwater« wird lose die Geschichte des ersten Red Dead Redemption nacherzählt, die Cutscenes sind jedoch in der Reihenfolge anders angeordnet, als im Spiel. Ebenso geht es vor allem darum, ausschließlich Bill Williamson zur Strecke zu bringen - während Dutch van der Linde und Javier Escuela keine Rolle spielen.

Der Kurzfilm zu Red Dead Redemption wurde 2010 sogar im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt, mittlerweile könnt ihr The Man from Blackwater aber auch auf YouTube gucken:

Link zum YouTube-Inhalt

Wie stehen die Chancen für einen richtigen Kinofilm?

Um das Wichtigste schon einmal vorwegzunehmen: Nicht allzu gut. Bereits im Jahr 2016 wurde Take-Two-CEO Strauss Zelnick von GamesIndustry.biz nach der Möglichkeit gefragt, bekannte und etablierte Rockstar-Marken auf die Leinwand zu bringen. Zelnick schloß die Möglichkeit zwar nicht vollständig aus, seine Antwort diesbezüglich machte jedoch wenig Hoffnung:

"Da die ökonomischen Möglichkeiten davon überschaubar und die kreativen Risiken signifikant sind, gehen wir sehr selektiv vor, was die Lizenzierung von Kinofilmen angeht. Anders ausgedrückt: Wenn wir einen schlechten Film machen, schadet das unserem geistigen Eigentum. Wenn wir einen schlechten Film machen, ist unser Verdienst durch die Lizenzgebühren nicht gerade signifikant. Deswegen müssen wir hier sehr, sehr selektiv vorgehen."

Seit 2016 scheint sich an dieser Grundeinstellung der Verantwortlichen hinter Red Dead Redemption wenig geändert zu haben. So erteilte Zelnick erst Ende 2019 der Möglichkeit, einen GTA-Film in die Kinos zu bringen, eine klare Absage - sofern Take-Two sowie Rockstar nicht die vollständige kreative Kontrolle über das Projekt hätten.

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Das würde aber wiederum bedeuten, einen Kinofilm zu Grand Theft Auto komplett selbst finanzieren zu müssen. Eine Investition, die sich wahrscheinlich auf über einhundert Millionen US-Dollar oder sogar mehr belaufen würde. Für Take-Two und Rockstar vielleicht ein zu großes Risiko, während die Videospiele des Publishers und Entwicklers beinahe ausnahmslos von Erfolg gekrönt sind.

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