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Resident Evil 3 Remake: Was erwartet uns in der Neuauflage?

Dass ein Remake von Resident Evil 3 kommen würde, war klar – aber so schnell? Kai analysiert, was euch beim neuen alten Horrortrip durch Raccoon City erwartet.

von Kai Schmidt,
14.12.2019 08:00 Uhr

In Resident Evil 3 trifft Jill Valentine auf die Nemesis, eine mörderische Biowaffe. In Resident Evil 3 trifft Jill Valentine auf die Nemesis, eine mörderische Biowaffe.

Das Remake von Resident Evil 3 sollt so überraschend kommen wie ein Zombiehund, der durch eine Fensterscheibe kracht. Doch dank Internet und Social Media werden die kleinsten Patzer in den besten Geheimhaltungsketten aufgedeckt und öffentlich gemacht. Als es am 10. Dezember 2019 während Sonys »State of Play«-Show heißt, dass nun ein noch unangekündigter Kampagnenmodus zum asymmetrischen Multiplayer-Spiel Project Resident Evil Resistance gezeigt werde, wissen es eigentlich bereits alle: Jetzt folgt die offizielle Ankündigung des Remakes zum Klassiker Resident Evil 3.

Bereits eine knappe Woche vorher sickerten entsprechende Packshots aus dem PlayStation Store ins Internet, und die Sache war klar. Das ist schade, denn die Enthüllung hätte so grandios sein können. Und wir sind uns sicher, dass in der Capcom-Zentrale der ein oder andere laute Fluch ausgestoßen wurde, als die Bilder sich im Netz verbreiteten.

Resident Evil 3 lässt uns miterleben, wie Umbrellas Zombieseuche in Raccoon City ihren Anfang nimmt. Resident Evil 3 lässt uns miterleben, wie Umbrellas Zombieseuche in Raccoon City ihren Anfang nimmt.

Capcom hatte einen Masterplan, der mit der überraschenden Enthüllung von Project Resistance im September 2019 begann und im Dezember 2019 in der noch überraschenderen Ankündigung des Remakes gipfeln sollte.

Es wurde anfangs kein Wort über ein Remake des dritten Teils verloren, und wer im Netz entsprechende Mutmaßungen anstellte, dass Project Resistance eventuell der Multiplayer-Teil eines neuen Resident Evil 3 sein könnte, wurde meist nur belächelt. Schließlich war die Veröffentlichung des Resident-Evil-2-Remakes gerade mal acht Monate her.

Wie sollte Capcom innerhalb dieser kurzen Zeit bereits ein neues AAA-Spiel in der Hinterhand haben? Nun, das ist recht simpel erklärt: Beide Titel waren gleichzeitig in Entwicklung, und bei Resident Evil 3 wurden Teile der Arbeit zudem an den Project-Resistance-Entwickler NeoBards ausgelagert. Außerdem erleichterte es die Parallelentwicklung ungemein, dass Resident Evil 3 viele Assets (also Modelle und Texturen) des zweiten Teils wiederverwerten kann.

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Qualmende Zombies
Als Resident Evil 3 auf der PSone veröffentlicht wurde, war die USK noch nicht so liberal wie heute. Um eine Freigabe zu erhalten, musste Capcom bzw. der damalige Europa-Publisher Eidos ordentlich die Schere ansetzen. Nachdem grünes Blut den zweiten Teil damals nicht vor der Indizierung schützte, dachte man sich was Neues aus: Zombies bluteten nicht, sondern qualmten und lösten sich dann blinkend auf. Ja, tatsächlich! Bei Treffern stiegen in der deutschen Version graue Rauchwolken auf. Zudem wurde bei brutaleren Zwischensequenzen großzügig die Schere angesetzt, und im Zusatz-Modus Mercenaries gab es für erledigte Gegner keine belohnende Bonuszeit mehr, was es an die Grenze zur Unspielbarkeit brachte. Hätte man damals prophezeit, dass der »interaktive Splatterfilm« Resident Evil 2 Remake mal ungeschnitten in Deutschland erscheinen würde, wäre man wohl ausgelacht worden.

Alter Zombie-Braten neu aufgewärmt?

Genau wie bei Resident Evil 2 handelt es sich bei Resident Evil 3 um ein vollwertiges Remake des Originalspiels. Das bedeutet, dass nicht etwa vorhandener Programmcode aufgefrischt wird, wie beispielsweise bei der Neuveröffentlichung des GameCube-Remakes zum ersten Resident Evil aus dem Jahr 2002, das 2015 in HD-Auflösung wiederveröffentlicht wurde.

Zombifiziert Zombifiziert
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Jill Valentine gehört zu den wenigen Überlebenden des Vorfalls im Spencer-Anwesen, und scheint unter posttraumatischem Stress zu leiden, wenn wir uns ihre Vision vor dem Spiegel so ansehen.

So etwas nennt sich »Remaster« und beinhaltet in der Regel lediglich die Erhöhung der Grafikauflösung und eventuell kleinere Anpassungen im Spielverlauf. Um einen Vergleich zum Filmbereich zu ziehen, könnte man etwa die Veröffentlichung älterer Filme auf UHD Blu-ray anführen. Dafür wird das Original-Negativ neu gescannt und in der höheren Auflösung sowie eventuellen Farbkorrekturen auf Disc veröffentlicht.

Oder man könnte auch etwas weiter ausholen und das vielleicht einzige »Pseudo-Remaster« der Filmgeschichte als Beispiel nennen: »Psycho«. Alfred Hitchcocks Schwarzweiß-Klassiker aus dem Jahr 1960 wurde 1998 unter Verwendung des Originaldrehbuchs und mit denselben Kameraeinstellungen neu gedreht. Diesmal eben in Farbe und mit anderen Darstellern, der Film blieb aber im Grunde gleich.