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Rundenstrategie & Raumschiffbau: Nach 12 Stunden mit der Steam-Demo von Down with the Ship schulde ich dem Entwickler definitiv 15 Euro

Kostenlos, überraschend umfangreich und richtig gut: Die Demo von Down with the Ship ist ein echter Geheimtipp auf Steam.

Video starten 0:58 Schiff zusammenschustern, Gegner zerlegen: So spielt sich Down with the Ship

Manchmal lädt man sich eine Demo »nur mal kurz« herunter, um zu schauen, was die Leute in den Kommentaren auf GameStar.de so feiern – und dann sitzt man drei Stunden später immer noch da und schiebt zum gefühlt zehnten Mal einen Plasmawerfer einen Pixel nach links, weil er dann ja zwei Reaktoren statt nur einen berührt.

Genau das ist mir mit Down with the Ship (zum Spiel bei Steam) passiert. Und ich bereue keine Minute.

Worum geht's eigentlich?

Der Ablauf ist schnell erklärt: Das Spiel von Iron Anchor Games ist ein Auto-Battler, in dem ihr euer eigenes Raumschiff zusammenschraubt, mit allerlei Gadgets vollstopft und dann gegen die Schiffe anderer Spieler in den Kampf schickt.

Jede Runde spuckt der Shop neue Teile aus: Geschütze, Reaktoren, Crewmitglieder, verfluchte Relikte und allerlei seltsames Zeug. Ihr kauft, was gerade passt, und baut euer Schiff Stück für Stück zu einer fliegenden Festung aus.

Das Wichtigste dabei ist die Positionierung: Wo ein Teil sitzt, entscheidet darüber, ob es überhaupt funktioniert, denn Module wirken über Nachbarschaft und Verbindungen. Ein Geschütz, das neben dem richtigen Reaktor klebt, feuert plötzlich doppelt so schnell. Effekte ketten sich, Boni stapeln sich, und dasselbe Bauteil kann je nach Platzierung eine völlig andere Strategie ermöglichen.

Sobald endlich alles sitzt, drückt ihr auf Kampf und gebt die Kontrolle ab – die Schlachten laufen automatisch ab. Die ganze Spannung steckt also in der Frage, ob euer Konstrukt vorher klug genug gebaut wurde. Gekämpft wird gegen gespeicherte Schiffe echter Mitspieler, asynchron. Ihr kämpft also nie gegen KI-Dummies, sondern immer gegen die fiesen Ideen anderer Menschen.

Captains und Fraktionen

Noch mehr Abwechslung bringt euer Captain, den ihr vor jedem neuen Durchlauf wählt. Alle Anführer bringen eine andere Rumpfform, eigene Passiv-Fähigkeiten und unterschiedliche Build-Pfade mit.

Die Captains gehören immer zu einer von vier Fraktionen: Diese haben einen eigenen Item-Pool und eine eigene Identität – die eine setzt etwa auf pure Feuerkraft, die andere auf Schadenseffekte über Zeit.

Ihr könnt voll auf die Werkzeuge einer Fraktion setzen, was verlässlich funktioniert, da die Teile aufeinander abgestimmt sind und Boni ineinandergreifen. Oder ihr experimentiert und mischt fremde Teile rein und schustert etwas Unberechenbares zusammen. Kann schiefgehen, kann aber auch eine übermächtige Kombo ergeben, die niemand kommen sieht.

Lohnt sich die Demo?

Aber sowas von! Die kostenlose Testversion bietet erstaunlich viel:

  • Drei von zwölf Captains, jeweils mit eigenem Layout und eigenen Fähigkeiten
  • 118 Items zum Herumprobieren – von den über 200 aus dem Vollspiel
  • Versus-Modus, in dem ihr gegen von Spielern gebaute Schiffe antretet und 10 Siege holen wollt, bevor euch die Leben ausgehen
  • Endless Run, bei dem ihr nach 10 Siegen einfach weitermacht, bis der Rumpf endgültig auseinanderfällt

Ihr zockt zudem nicht in irgendeiner abgeschotteten Demo-Blase vor euch hin, sondern tretet direkt im selben Ökosystem wie Spieler des Hauptspiels an. Eine Demo, die einen schon vollwertig ins Ranked-Matchmaking wirft – das ist selten und macht das Ganze noch schwerer aus der Hand zu legen.

Das ist genug Material, um problemlos mehrere Abende zu versenken – und genau da fängt mein Problem an. Ich denke nach jedem Run: »Nee, ich kauf's nicht, bald verlier’ ich bestimmt die Lust.« – und dann starte ich es trotzdem immer wieder.

So langsam schulde ich Solo-Entwickler Iron Anchor Games echt die 15 Euro – spätestens beim kommenden Steam Summer Sale werde ich wohl schwach.

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