Sekiro in 1,5 Stunden durchgespielt - Speedrunner beendet den bockschweren Souls-Nachfolger in Rekordzeit

1 Stunde 25 Minuten und 44 Sekunden benötigte der Speedrunner uhTrance, um Sekiro: Shadows Die Twice durchzuspielen. Als Beweis gibt es ein Video des Durchlaufs.

von Mathias Dietrich,
27.03.2019 08:33 Uhr

Nach 1,5 Stunden hat der Durchschnittsspieler vielleicht das Tutorial von Sekiro: Shadows Die Twice beendet. Für manche Speedrunner reicht diese Zeit aber, um das komplette Spiel durchzuspielen. Den Beweis gibt's zum Beginn dieser News als Youtube-Video. Das zeigt den kompletten Durchlauf und enthält entsprechend Spoiler.

Der Spieler »uhTrance« erreichte das Shura-Ende in nur einer Stunde und 25 Minuten. Den Widersacher Genichiro legte er bereits nach nur etwas mehr als 56 Minuten. Ein ganzes Stück schneller als die meisten Spieler: Im Schnitt benötigen diese ungefähr 30 Stunden, um den neuen Titel von Dark-Souls-Macher FromSoftware durchzuspielen.

Wie kann man so schnell sein?

Wenn man diese Zeiten hört, dann fragen sich viele, wie man die Spielzeit so extrem abkürzen kann. Manche Speedruns nutzen dazu geschickt Fehler im Spiel, um schneller zu sein. Die verfügen jedoch über eine eigene Kategorie. Bei Sekiro handelt es sich um einen legitimen Run, ohne die Nutzung von Bugs.

  • Können: Schon etwas offensichtlich, aber allen voran steht natürlich Können. Die Bossmechaniken sitzen und auch deren Angriffe sind bekannt. So kann man zum richtigen Zeitpunkt ausweichen und teilweise gar die Attacken der Gegner verhindern.
  • Cutscenes werden übersprungen: Zwischensequenzen dauern. Sie zu überspringen ist die simpelste Methode bei einem Durchlauf Zeit zu sparen.
  • Keine Kämpfe: Leveln und ähnliches passt nicht zu einem Speedrun. Statt sich mit kleineren Gegnern herumzuschlagen, rennt der Speedrunner einfach an diesen vorbei. Einzig und allein mit den Bosskämpfen setzt er sich auseinander. Denn ohne die geht es nicht weiter.

Sekiro: Shadows Die Twice - Screenshots ansehen

  • Akrobatik: uhTrance nutzt die Akrobatischen Fähigkeiten des Protagonisten. Statt sich langsam an Wände zu drücken und vorsichtig vorzuprechen, springt er einfach über Abgründe oder an Wänden hoch, statt den vorgesehenen Pfad zu nutzen. Die Levelarchitektur machts möglich. Die muss man vorher natürlich lernen.
  • Wer rastet, rostet: Die Schnellreisepunkte freizuschalten und zu rasten verbraucht unnötig Zeit. Und wenn man stirbt, dann ist der Schnelldurchlauf meistens sowieso gelaufen. Immerhin muss man dann ganze Abschnitte noch einmal spielen. Nur einige wenige schaltet er frei, um zum Beispiel wichtige Items für Kämpfe zu holen.

Es geht noch schneller. Der Durchlauf von uhTrance ist keineswegs perfekt. Nicht jeder Sprung saß und das kostet wertvolle Sekunden. Auch verzögerte sich der Kauf von manchen wichtigen Items etwas, weil beim Verkaufen etwas schief ging. Gut möglich also, dass wir schon bald von einem schnelleren Durchlauf hören. Möglicherweise gar vom gleichen Speedrunner.

Mehr beeindruckende Videos

Nicht nur durch Geschwindigkeit beeindrucken die Spieler, auch durch andere schier unmöglich erscheinende Aufgaben. So gibt es einen Streamer, der die gesamte Souls-Reihe durchspielte, ohne nur ein einziges Mal getroffen zu werden.

Ähnliche Videos finden sich auch im Kanal von uhTrance, der zum Beispiel ebenfalls jeden Boss erledigte, ohne Schaden abzubekommen. Und auch Speedruns anderer Spiele wie zum Beispiel dem Remake von Resident Evil 2 findet ihr hier.

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