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Das Ende der Euro-Box

Die deutsche Version von Ultima 9 mit allem, was in der Packung lag. Die deutsche Version von Ultima 9 mit allem, was in der Packung lag.

Im Herbst 2000 begann die Euro-Box, die Standard-Pappschachtel, als Spiele-Verpackung zu sterben: Branchenriesen wie EA und Infogrames stellten ihre Produktpalette auf DVD-Boxen um. Zunächst waren es nur wenige Titel, mittlerweile sind die kleinen Packungen überall stark vertreten: von den 30 Spielen aus den Media-Control-Charts vom Juli 2001 sind nur noch 16 in Pappe verpackt. Die Meinungen unserer Leser dazu sind geteilt; während sich manche über die Platzersparnis im Regal freuen, ärgern sich viele andere. Jens Allroth aus Oldenburg: »Die Pappschachteln sehen einfach besser aus - und bieten mehr Platz für dicke Anleitungen.« Allerdings ist auch eine beleibte Schachtel kein Garant für Handbuchqualität mehr, wie Microsoft bewies. Der Train Simulator kommt in einem schönen Karton, hat aber das - unbedingt nötige - Handbuch nur auf CD zum Selberausdrucken. Fast nur noch bei Rollenspielen gibt es zuweilen erfreuliche Überraschungen wie Ultima 9 oder Baldur's Gate 2. Obwohl bei Letzterem trotz schicker Karte auch nicht alles Gold ist, was glänzt: Die Anleitung der deutschen Version schrumpfte, bei gleichem Inhalt, im Vergleich zur US-Variante von 266 auf 152 Seiten - den Optiker wird's freuen. Nette Goodies (beiliegendes T-Shirt, Mauspad, Schlüsselanhänger, Karten, Tastaturschablonen) sind mittlerweile nahezu gänzlich ausgestorben.

Gegen Raubkopien

Der Trend zur Spar-Ausstattung geht weiter - die DVD-Boxen sind ebenfalls ein Weg, Kosten zu reduzieren, da sie leichter zu lagern sind und weniger Regalplatz brauchen. Gleichzeitig versuchen einige Firmen, höhere Preise durchzusetzen: EA mit Black & White sowie C&C 3 (knapp 100 Mark), Microsoft mit dem Train Simulator (120 Mark) und Vivendi mit Diablo 2: Lord of Destruction (65 Mark für ein Addon) sind da Vorreiter. Da wundert es kaum, wenn Käufer über die lieblos verpackten Programme verärgert sind. Zumal sich nicht wenige Leute noch an früher erinnern können, als Pappaufsteller mit der Tastaturbelegung, Produktionstabellen, Poster oder Landkarten Usus waren. Ärgerlich ist das vor allem, weil deren Produktion nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmacht: Eine normale Schachtel mit 100seitigem Handbuch und CD im Jewelcase kostet (bei 100.000 Auflage) knapp drei Mark. Gerade im Raubkopiererland Deutschland wäre eine aufwändigere Ausstattung ein Grund für viele, sich statt der gebrannten Kopie das Original zuzulegen. Zumal viele Leute wie unser Leser Frank Happert denken: »Ich könnte jedes Spiel aus dem Internet ziehen, aber tolle Titel wie Max Payne kaufe ich - aus Solidarität mit der Entwicklerfirma.« Anstatt diese Einstellung zu belohnen, schauen die Publisher oft auf den letzten Pfennig. Zu kurz gedacht: Wenn man den Käufern faktisch genauso viel bietet wie der Raubkopierer, nämlich im Grunde nur eine schlichte CD, wertet man das verkaufte Produkt ab.

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