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»Es war die einzige Art, wie ich mir Gaming leisten konnte« - Deutscher Spieler fürchtet mit dem Disc-Aus das Ende seines Hobbys

Wer sich keine Spiele kaufen kann, konnte bisher immer auf örtliche Bibliotheken setzten. Doch ohne physische Discs hat das bald ein Ende.

Noch könnt ihr aktuelle Spiele in örtlichen Bibliotheken ausleihen. Noch könnt ihr aktuelle Spiele in örtlichen Bibliotheken ausleihen.

Sony kündigte kürzlich an, dass ab Januar 2028 keine neuen physischen Spielediscs mehr produziert und Spiele ab dann nur noch digital vertrieben werden. Diese Nachricht schlug hohe Wellen in der Gaming Community. Hunderttausende Spielerinnen und Spieler auf der ganzen Welt versammelten sich unter einer Petition und auch große Namen der Branche, wie Hideo Kojima, zeigten sich besorgt.

Viele fürchten, dass sich dadurch die Kontrolle über den eigenen Besitz in Luft auslöst. Zu digitalen Spielen erwerben wir schließlich lediglich eine Lizenz, die uns der Hersteller jederzeit wieder entziehen kann. Auch der Weiterverkauf oder das Verleihen an Freunde ist mit Download-Software nicht möglich – ein Vorteil, den viele Konsolen-Spielerinnen und -Spieler genossen.

Aber nicht nur der Verleih im Freundeskreis nimmt damit ein Ende, auch eine oft unterschätzte Anlaufstelle verliert auf einen Schlag ihre Grundlage: öffentliche Bibliotheken.

Video starten 1:03:29 PlayStation und Xbox werden nie wieder dasselbe sein

Spieleverleih in Bibliotheken

Neben Büchern, Zeitschriften und Filmen, kann man in vielen Bibliotheken auch Videospiele ausleihen. Und damit sind nicht nur alte Schinken gemeint, sondern auch top aktuelle Titel. Statt also 80 Euro auszugeben, könnt ihr die Spiele in vielen Fällen kostenlos oder im Rahmen einer Bibliotheks-Mitgliedschaft sehr günstig ausleihen.

Beispielsweise über die Seite des Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins könnt nach Titeln suchen und die Verfügbarkeiten in verschiedenen Bibliotheken nachprüfen. Solche Kataloge gibt's für jede größere Stadt, ihr könnt aber auch einfach mal in der örtlichen Bib vorbeischauen.

Das wird bis 2028 mit aktuellen Titeln wohl auch noch ohne große Probleme möglich sein. Mit dem Aus physischer Medien sieht die Zukunft aber düster aus. Dann gibt's wirklich nur noch alte Schinken. Gerade für Menschen, die nicht die finanziellen Mittel haben, um sich jedes neue Spiel selbst zu kaufen, ist das ein herber Verlust.

Für manche der einzige Weg zu Videospielen

Auf Reddit postet ein deutscher Spieler mit dem Usernamen Massive-Ordinary-338, wie sehr ihn das Aus der Spielediscs mitnimmt. Er kaufe nur selten neue Spiele selbst und greife regelmäßig auf das Angebot von Bibliotheken zurück.

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Meine örtliche Bibliothek kostet 10 Euro im Jahr, und das ist der einzige Grund, warum ich mir Gaming leisten kann. Dank ihr konnte ich Spiele wie Cyberpunk 2077, Kingdom Come: Deliverance II, Stellar Blade, Deathloop, Returnal, The Last of Us, Ghost of Tsushima, Dragon's Dogma 2, Black Myth: Wukong, Elden Ring, God of War, A Plague Tale, Batman: Arkham Knight, Jedi: Fallen Order, Red Dead Redemption, Baldur's Gate 3 und viele mehr spielen.

Würde ich all diese Titel im PlayStation Store kaufen, käme mich das locker auf 800 Euro. Ich zahle hingegen nur 10 Euro.

Ebenso wichtig ist für mich die Möglichkeit, neue Spiele zu entdecken. Die Rückgaberichtlinien von PlayStation sind extrem schlecht; daher würde ich bei vielen dieser Spiele niemals das Risiko eingehen, sie erst digital kaufen zu müssen.

Der Beitrag hat bereits über 3.000 Likes und hunderte Kommentare bekommen, denn viele wissen diesen Service von Bibliotheken zu schätzen.

  • Xtrophy schreibt: »Ein weiterer Grund, warum Bibliotheken großartig sind und Bücher gekauft werden sollten. Tut mir leid, Freund.«
  • BombsiteWolf69 schreibt: »Bibliotheken leisten im Stillen mehr für die Zugänglichkeit von Videospielen als die meisten Verlage jemals tun werden.«
  • _SamGuevenne schreibt: »Schon wieder ein Beitrag über Bibliotheken und physische Medien. Und genau so soll es sein. Ich, als (deutscher) Bibliothekar: Unterstützt uns! Wir haben fantastische Sachen, zum Beispiel besitzt unsere Bibliothek insgesamt etwa 400 Spiele.«

Tatsächlich finden sich auf Social Media immer wieder Posts, die auf den Verleih von Videospielen aufmerksam machen. Vor allem in Deutschland ist diese Praxis sehr verbreitet. Es lohnt sich also, mal einen Blick in die Bücherstube um die Ecke zu werfen, wenn man etwas Geld sparen möchte.

Habt ihr gewusst, dass ihr auch auf diese Weise an aktuelle Spiele kommen könnt? Habt ihr das Angebot schon einmal in Anspruch genommen oder macht das vielleicht öfter? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!


Kommentare(1)
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