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Inhaltsverzeichnis
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Spiele-Mythen entlarvt - Hat E.T. Atari umgebracht?

Atari hat einst abertausende Videospielmodule in der Wüste vergraben? Stimmt! Ein weiterer Mythos ist mit dieser Legende verwoben: Der Programmierer Howard Scott Warshaw soll Atari mit seinem E.T. den Todesstoß versetzt haben. Stimmt das?

von Kai Schmidt, Michael Förtsch,
07.03.2018 08:00 Uhr

Für über 20 Millionen US-Dollar hatte sich Atari die Rechte an E.T. gesichert, das zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen sollte. (Bild: Universal Pictures)Für über 20 Millionen US-Dollar hatte sich Atari die Rechte an E.T. gesichert, das zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen sollte. (Bild: Universal Pictures)

Es ist beinahe so, als habe jemand Bigfoot gefangen oder Nessie an Land gezogen. Zahlreiche Schaulustige und Zeugen tummeln sich hinter dem dünnen Absperrband in der Wüste. Sie filmen mit Kameras, knipsen Fotos, debattieren mal mehr, mal weniger aufgeregt. Selbst inmitten der drückend heißen Temperaturen, dem dröhnenden Lärm der Maschinen und der Staubwolken, die Sicht und Atem rauben. Wir befinden uns am Rande einer Mülldeponie bei der 30.000-Einwohnerstadt Alamogordo in New Mexico.

Schon über Stunden graben sich dort Arbeiter mit einem Bagger und Schaufeln durch den Boden. Sie häufen immer wieder einzelne Ladungen auf. Durchstöbern sie. Lange Zeit nichts. Doch dann, am Nachmittag des 28. Mai 2013, schleppen sie einen Eimer mit Überresten an einen Tisch. Wenig später macht ein Mitglied des Ausgrabungsteams die Durchsage: »Wir haben etwas gefunden. Die Archäologen bestätigen: Es ist von 1983. Es ist E.T., das Videospiel. Intakt. Mit Schachtel.«

Damit ist nach über drei Jahrzehnten ein Mythos bestätigt. Atari hatte einst wirklich Wagenladungen von Videospielkassetten vergraben lassen, die man einfach nicht verkauft bekam. Die Frage lautet nur: Wieviel Schaden hat E.T. wirklich angerichtet? Versetzte der legendäre Lizenzflop mit dem Glühfinger-Alien dem Publisher wirklich den Todesstoß?

Howard Scott Warshaw wurde nach dem Erfolg von Yars' Revenge als Genie gefeiert. Er sollte das E.T.-Videospiel in nur fünf Wochen entwickeln.Howard Scott Warshaw wurde nach dem Erfolg von Yars' Revenge als Genie gefeiert. Er sollte das E.T.-Videospiel in nur fünf Wochen entwickeln.

Spiele-Mythen entlarvt
Hier die bisherigen Teile unserer Serie, in der wir mal mehr, mal weniger bekannten Spielemythen auf den Grund gehen. Denn in jeder Legende steckt immer auch ein Körnchen Wahrheit.
Mythos Sad Satan - Der Satan aus dem Darknet
Mythos Braid - Dreht sich das Indie-Jump&Run um die Atombombe?
Mythos Sonic 3 - Hat Michael Jackson am Jump&Run mitgearbeitet?
Mythos erstes Videospiel - Pong war nur geklaut
Mythos Pokémon-Selbstmorde - Gibt es einen Taschenmonster-Fluch?
Mythos Evermore - Das dunkle Geheimnis des NES-Rollenspiels
Mythos Super Mario Bros. 3 - Ist der Jump&Run-Klassiker nur ein Theaterstück?
Mythos viereckige Augen - Schaden Videospiele unserem Sehvermögen?
Mythos Saddam Hussein - Baute er einen Supercomputer aus PS2-Konsolen?
Mythos Modulpusten - Bringt das Anpusten von Uraltspielen wirklich etwas?
Mythos Killswitch - Das Spiel, das sich selbst zerstörte
Mythos Nude Raider - Gab es einen Nackt-Cheat für Tomb Raider?
Mythos Polybius - Der Automat, der Menschen tötete

An der Spitze

Mitte der 1970er-Jahre ist Atari eines der heißesten Technologieunternehmen überhaupt. Mit Arcade-Automaten wie Pong wird es groß und beherrscht schon bald die Spielhallen der USA. Acht von zehn Automaten stammen seinerzeit von Atari. Nintendo? Ach, Firlefanz!

»Es ging für uns nur nach oben«, sagt Nolan Bushnell, der Atari-Gründer, der seine Firma 1976 an den heutigen Time-Warner-Konzern verkauft hat. »Dann holten wir die Arcade ins Wohnzimmer.« Gemeint ist das 1977 erscheinende Atari VCS - später Atari 2600 -, das zunächst eben Arcade-Videospiele, aber dann auch eigens entwickelte Titel wie Adventure oder Haunted House und viele weitere Klassiker am heimischen Fernsehgerät ermöglicht.

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