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Seite 2: Spore im Test - Vom Einzeller zum Raumfahrer

Der Baukasten

Simpler Einstieg: In der Ursuppe flieht unsere Amöbe (oben) vor größeren Kreaturen und frisst kleinere. Simpler Einstieg: In der Ursuppe flieht unsere Amöbe (oben) vor größeren Kreaturen und frisst kleinere.

Das Lebewesen, das diese biologische Zeitreise durchrast, ist Ihr Geschöpf. Das ist das Besondere an Spore, seine zentrale Faszination: Statt einer vorgegebenen Figur agiert im Spiel eine Spezies, die Sie selbst entworfen haben und bei Bedarf beliebig verändern. Der flexible Editor, der eine große Zahl von Bauteilen kinderleicht und nahtlos zu absurden Körpern verschmilzt, ist dabei das eine technische Wunderwerk des Spiels. Das andere ist die Tatsache, dass es diese selbstgebauten Chimären glaubwürdig zum Leben erweckt. Als unsere GameStar-Art, das Klumpvieh, aus dem Ozean steigt, nehmen wir ihm als erstes alle Flossen und Geißeln weg und legen den löffelförmigen Körperbatzen gliederlos auf die Erde. Dort beginnt er, angestrengt herumzurobben – wir haben einen Wurm erschaffen! Probeweise setzen wir ein einzelnes Bein an; nun hopst der Klops emsig durch die Landschaft. Egal wo wir weitere Füße hinzufügen, Spore balanciert unsere Kreatur automatisch aus, animiert sie automatisch, lässt sie beliebig viele Arme schwenken, aus Dutzenden von Augen blinzeln, beugt den Körper dort zum Fressen, wo wir Mäuler annähen, kurz: Es ist uns trotz aller Versuche nicht gelungen, eine Kreatur zu erschaffen, die nicht funktionieren würde.

Die Freiheit hat allerdings ihre Grenzen; und die sind enger gesteckt, als es zunächst erscheint. Im Editor dürfen Kreaturen (und später Vehikel und Gebäude) nicht endlos komplex sein, und so limitiert Spore vor allem die Zahl der Verästelungen. Arme können Sie zum Beispiel nur an den Torso ansetzen, nicht an andere Arme oder Beine. Der Körperschlauch selbst lässt sich strecken und biegen, aber nicht in Segmente unterteilen; sternförmige oder baumartig aufgefächerte Wesen sind nicht drin. Analog dazu zeigt das Verhalten Ihrer Kreatur vergleichsweise wenig Variantenreichtum, so bizarr sie auch ausfallen mag. Beine können trippeln, hopsen, stampfen, Arme schwenken, Augen blinzeln, und spätestens beim zehnten Eigenbau-Wesen weiß man, wie das alles aussieht – überraschendes Gebaren bleibt aus. Dazu kommt, dass die Spore-Wesen in der Spielwelt kaum mehr tun, als herumzutrotten und ab und zu andere Rassen zu überfallen; der »Einfach mal zuschauen!«-Faktor hält sich – gerade im Vergleich zu Die Sims – in starken Grenzen.

Der Körper

Der Editor ist das Kernstück von Spore. Hier erstellen Sie kinderleicht die absurdesten Kreaturen, Fahrzeuge, Gebäude und später auch Raumschiffe, die vom Spiel dann automatisch passend animiert werden. Der Editor ist das Kernstück von Spore. Hier erstellen Sie kinderleicht die absurdesten Kreaturen, Fahrzeuge, Gebäude und später auch Raumschiffe, die vom Spiel dann automatisch passend animiert werden.

Jede genetische Erweiterung hat eine spielerische Auswirkung, denn der Körperbau unseres Klumpviehs bestimmt seine Eigenschaften. Und die wiederum beeinflussen – wie in der Evolution – die Überlebenschancen der Spezies. Denn von Anfang an steht Ihr Wesen in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Arten, und die sind oft wenig zimperlich. Die Idee vom Kriechknirps geben wir schnell wieder auf, weil die Schleicher ständig von schnelleren Räubern verspeist werden. Je mehr Beine wir unserem Klumpvieh spendieren, desto agiler flitzt es dagegen durch die Landschaft. Mit Armen kann es nicht nur zuschlagen, sondern auch gestikulieren und Steine und Stöcke schmeißen. Der Typ des Mundes entscheidet darüber, ob unser Tierchen ein Fleischoder Pflanzenfresser ist; und selbst so banale Dinge wie die Höhe des Mauls am Körper haben Auswirkung darauf, ob wir Früchte an niedrigen Büschen oder hohen Bäumen abknabbern können. Neue Körperteile kaufen Sie mit DNS-Punkten, die Sie wiederum nach und nach im Spiel erwirtschaften; so limitiert Spore die Komplexität der Kreaturen, und Sie müssen abwägen, welche Glieder Sie ansetzen wollen. Experimentieren gehört zum Spielkonzept, denn Sie dürfen Ihr Geschöpf jederzeit nach Belieben umbauen. Müssen Sie auch. Um es genetisch nachzurüsten, sobald Sie auf höher entwickelte Lebensformen stoßen. Aber auch, um es einzelnen Situationen anzupassen. Wenn Sie auf einen Stamm pfeifender Singspatzen treffen, nützt Ihnen Ihr halbes Dutzend Tanzfüße herzlich wenig. Also ab in den Editor, Beine gegen Trällermäuler tauschen, und schon wird flötend Völkerfreundschaft geschlossen.

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Sprache: Deutsch

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