Star Citizens Griefer sind traurig über die neue Gefängnis-Mechanik

Seit Alpha 3.9 bestraft Star Citizen virtuelle Verbrechen mit einem Gefängnisaufenthalt. Die Community freuts, Griefer weniger.

von Mathias Dietrich,
01.05.2020 08:22 Uhr

Das Gefängnis in Star Citizen erfüllt seinen Zweck. Das Gefängnis in Star Citizen erfüllt seinen Zweck.

Star Citizen Alpha 3.9 ist erschienen und bringt mit dem Gefängnis komplett neue Gameplay-Mechaniken: Wer jetzt als Verbrecher stirbt, wacht im Klescher Automated Prison wieder auf und muss erst einmal seine Strafe abarbeiten. Griefern - die gerne böswillig versuchen den Spielspaß anderer zu ruinieren - gefällt das gar nicht. Der Rest der Community hingegen ist darüber sehr schadenfroh.

Wie stören die Spieler den Spielfluss?

Bei Griefing handelt es sich nicht um einfaches PvP wie Piraterie und sonstiges. Viel mehr nutzten manche Spieler Lücken in den Mechaniken von Star Citizen aus, um andere Nutzer gezielt zu frustrieren. Besonders beliebt war bei den Bösewichtern die Methode, andere Schiffe an Raumhäfen zu rammen und somit zu zerstören. Die Community nennt das »Pad Ramming«. Seit Alpha 3.9 zählt es als Straftat:

"Added infraction to immediately impound player ships that collide with ships with the right to be within a landing area"

Auf Reddit gab es in regelmäßigen Abständen neue Threads, in denen viele Spieler ihren Frust über diese Praxis zum Ausdruck brachten. Wer die »Pad Rammer« hingegen abschoss, wurde gefeiert. Als beispielsweise der Youtuber Fractal ein Video veröffentlichte, indem er einem der Griefer das Handwerk legt, erhielt er so mehr als 700 Upvotes.

Gerechte Strafe

Dank dem Knast ist jetzt Schluss damit. Wer jetzt die Gesetze in der Spielwelt bricht, geht ein Risiko ein. Denn wer gefasst wird, darf einige Stunden Echtzeit im virtuellen Gefängnis absitzen. Die einst von den Griefern gepeinigten Spieler freuen sich darüber. So eröffnete der Reddit-Nutzer SirToffee einen Thread, in dem er sarkastisch erklärt, dass der Pfad eines Kriminellen schwer sein soll.

Er beschreibt, wie die Bestrafung für kriminelle Aktivitäten im Spiel in etwa so viel Zeit in Anspruch nimmt, wie zum Beispiel ein Minenarbeiter oder Händler aufbrachte, eh er im unfreiwilligen PvP abgeschossen wurde. Weiter merkt SirToffee an, dass legitime PvP-Spieler sich ja über die Mechanik freuen, da sie ihnen spannende Kämpfe ermöglicht.

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Was macht man im Gefängnis?

Der Knast hat seine komplett eigene Gameplayloop, auf die sich viele Spieler in der Vergangenheit freuten. Die ist jedoch noch nicht vollständig integriert. Während ihr in Zukunft im Gefängnis spezielle Missionen erledigen dürft, begrenzt sie sich bisher auf Mining.

Die Länge eures Gefängnisaufenthaltes richtet sich dabei nach eurem Crime Stat (CS). Der ist höher, je mehr Verbrechen ihr ausgeübt habt. Mit CS3 sollt ihr so fünf bis sechs Stunden hinter schwedischen Gardinen verbringen. Auf CS5 sind es ganze 18. Wenn ihr Bergbau betreibt, könnt ihr diese Strafe allerdings auf 15 bis 40 Minuten reduzieren. Als Alternative dazu ist es möglich, einfach auszubrechen.

Mit dem Release von Alpha 3.9 fiebern die Spieler der SciFi-Simulation jetzt Version 4.0 entgegen. Die enttäuscht so manch einen allerdings bereits jetzt. Denn mit dem Planeten Crusader hat der Entwickler das größte geplante Feature bereits verschoben.

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