The Mandalorian & Grogu stellte sich nicht als der Kinofilm heraus, den Star Wars gerade bitter nötig hätte. Jetzt soll es Shawn Levys Starfighter richten, der am 26. Mai 2027 auf der großen Leinwand landet.
Star Wars: Starfighter spielt sich fünf Jahre nach Episode 9 ab
Worum es dabei geht? Konkrete Story-Details sind aktuell rar gesät. So wissen wir offiziell eigentlich nur, dass der begnadete Pilot mit mysteriöser Vergangenheit Kade Auberon (Ryan Gosling) einen Jungen (Flynn Gray) einmal quer durch die Galaxie befördern muss. Und dabei heften sich ihnen gleich mehrere dubiose Gestalten an die Fersen.
Spannend ist dabei schon mal, wo genau sich Starfighter in der Star-Wars-Timeline einordnet. So spielt sich der Film des Regisseurs von Deadpool & Wolverine circa fünf Jahre nach Der Aufstieg Skywalkers ab. Damit handelt es sich um die erste richtig große Geschichte, die das Sternenkrieg-Universum nach Episode 9 erkundet.
Nicht schon wieder Rebellen vs. Imperium
Und dabei wurde meine größte Befürchtung schon einmal zerschlagen. Denn Starfighter begeht nicht den großen Fehler, mit dem sich in meinen Augen bereits Episode 7 verzettelt und damit die Sequels in einem signifikanten Punkt gegen die Wand gefahren hat: Einfach nochmal den Konflikt Rebellen gegen Imperium aufzuwärmen und so den Status quo aus der klassischen Trilogie wiederherzustellen.
Denn damit imitierte die Sequel-Trilogie genau das, was die Episoden 4, 5 und 6 Jahrzehnte zuvor sehr viel spannender und vor allem unverbrauchter präsentierten. Schon im August 2026 verriet Shawn Levy, dass er für Star Wars: Starfighter eine andere Rahmenhandlung für die Galaxie nach Episode 9 etabliert.
So wird es fünf Jahre nach dem Sieg des Widerstands über die Erste Ordnung kein Galaktisches Imperium und keine (Neue) Republik geben. Stattdessen gibt es keinerlei herrschende Macht oder Ordnung
(via ComicBookMovie).
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Und das halte ich für wahnsinnig erfrischend! Eine zerbrochene Galaxie ohne zentralisierte Regierung bietet viel Potenzial, um Star Wars eine ganze Palette neuer Facetten zu bescheren – eben nicht nur auf planetarer, sondern galaktischer Skala.
Für Star Wars besteht damit die Chance, sich von der altbekannten Gut-gegen-Böse-Dynamik loszusagen und das Universum mehr in Grau zu tauchen. So könnten etwa verschiedene Fraktionen in der Form von Splittergruppen, Verbrecher-Syndikaten, Jedi- und/oder-Sith-Kultisten oder Königreiche um die Vorherrschaft ringen.
Etwas ganz Ähnliches hätte ich mir bereits für die Sequel-Trilogie gewünscht: Nicht, dass der Konflikt Rebellen-Allianz vs. Galaktisches Imperium mit dem Widerstand gegen die Erste Ordnung einfach nur aufgewärmt wird. Sondern dass etwa Luke Skywalker und Leia Organa mithilfe ihrer jeweils eigenen Mittel für Recht und Ordnung in einer Galaxie zu sorgen versuchen, die von unterschiedlichsten Interessenkonflikten zerrüttet ist.
Natürlich besteht die Gefahr, dass es sich Starfighter ein kleines bisschen zu einfach macht. Etwa, indem Worldbuilding auf Sparflamme betrieben und zum Beispiel für Simon Kinbergs geplante Trilogie aufgespart wird. Denn immerhin soll damit das nächste Kapitel der Star-Wars-Saga aufgeschlagen werden, während Shawn Levys Film als Standalone-Abenteuer konzipiert ist.
Spätestens am 26. Mai 2027 sind wir schlauer, sobald Star Wars: Starfighter in den deutschen Kinos startet. In den spärlichen Details zur Story und dem Setting sehe ich aber zumindest schon mal eine Chance. Jetzt liegt es nur bei den Verantwortlichen bei Disney und Lucasfilm, diese auch zu ergreifen.
Mehr dazu, was aktuell rund um den Krieg der Sterne erzählt wird, könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
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