Starbreeze - Schwächelnder Entwickler will wohl VR-Sparte abstoßen, sucht Investoren

Der finanziell angeschlagene Entwickler Starbreeze will sich wieder auf Videospiele konzentrieren und beendet damit wohl bald das Engagement im Virtual-Reality-Geschäft.

von Stefan Köhler,
13.12.2018 16:46 Uhr

Die Payday-Macher bei Starbreeze haben auch in Virtual Reality investiert. Das Geschäft dürfte aber bald die Axt zu spüren bekommen.Die Payday-Macher bei Starbreeze haben auch in Virtual Reality investiert. Das Geschäft dürfte aber bald die Axt zu spüren bekommen.

Starbreeze (Payday 2, Overkill's The Walking Dead) benötigt einen Sparplan und neues Geld für die Zukunft. Beides soll nun mit einem Richtungskurs erreicht werden, der in einer offiziellen Pressemeldung bekanntgegeben wurde: Man konzentriere sich ab sofort wieder auf das Kerngeschäft, das bedeutet die Entwicklung von Videospielen und das Veröffentlichen neuer Titel in der Funktion als Publisher.

Da kein Wort von Virtual Reality gesprochen wird, gehen Marktbeobachter wie Gamesindustry.biz von einem baldigen Abstoßen der VR-Sparte aus. Das verwundert nicht, bereits in unserer ersten Meldung zu den finanziellen Schwierigkeiten bei Starbreeze haben wir vermutet, dass zu Sparzwecken das wenig profitable Geschäft mit Virtual Reality dran glauben muss.

Starbreeze arbeitet an Virtual-Reality-Lösungen für Unterhaltungsgeschäfte wie Freizeitparks und Kinos mit dem Headset StarVR und dem Filmformat PresenZ.

Neue Investoren gesucht

Bis Mitte 2019 soll der Firmenwandel abgeschlossen sein. Sparmaßnahmen reichen aber nicht: Laut der Pressemeldung suche man derzeit Finanzpartner, die die Zukunftspläne und die Entwicklung kommender Spiele bezahlen können. Zuletzt stürzte die Starbreeze-Aktie auf 1,53 Schwedische Kronen ab, das entspricht etwa 15 Cent. Für das Geschäftsjahr 2019 werden rote Zahlen erwartet.

Das schwedische Unternehmen macht turbulente Zeiten durch: Der Geschäftsführer Bo Andersson Klint ist bereits zurückgetreten, Anfang Dezember kam es zu einer Razzia durch die Behörden wegen angeblichen Insiderhandel. Wie sich Starbreeze über Jahre hinweg in die aktuelle Situation manövriert hat, lest ihr in unserer Analyse zu den finanziellen Problemen.

Analyse - Hat Starbreeze finanzielle Probleme und wie kam es dazu?

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