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Seite 2: Stardew Valley im Test - In jedem steckt ein Bauer

Ein Spiel im Spiel

Trotzdem wird das Bauernhof-Spiel an keiner Stelle langweilig, da die einzelnen Mechaniken wirklich gut ineinandergreifen: Immer gibt es etwas zu verbessern, an jedem Tag tausend Dinge zu tun. Das motiviert auch im Endlosspiel noch weit über die 60 Stunden der Kampagne hinaus. Abseits des Bauernlebens gibt es außerdem einen Dungeon, in dem man Monster jagen kann - hier wird Stardew Valley zum Rollenspiel. Mit satten 120 Ebenen ist dieses Labyrinth sogar ziemlich umfangreich. An jeder Ecke warten einzigartige Monster, kostbare Items und Mineralien, die wir wiederum zum Ausbau der Farm verwerten.

Es werden regelmäßig Feste veranstaltet, die mit besonderen Events und wertvollen Items locken. Es werden regelmäßig Feste veranstaltet, die mit besonderen Events und wertvollen Items locken.

Die Echtzeit-Kämpfe sind zwar arg simpel geraten, dennoch greift die klassische Diablo-Suchtspirale: Wir erledigen Monster und sammeln neue Ausrüstung, mit der wir noch stärkere Gegener in die Knie zwingen. Gefundene Schätze stiften wir später entweder pflichtbewusst dem örtlichen Museum oder wandeln sie direkt in kostbare Währung um. Erze wie Kupfer, Eisen und Gold können wir außerdem fürs Crafting einsetzen oder unsere Werkzeuge noch stabiler machen. Auch vermeintlich friedvolle Farmer können also sehr wohl von den Dungeons profitieren.

Wenn plötzlich nichts mehr wächst

Stardew Valley sorgt auch über die Jahreszeiten für Abwechslung: In jeder Saison gibt es eigene Feldfrüchte, die man sammeln und einpflanzen muss. Der Winter verzichtet logischerweise ganz auf Ackerbau. Wenn's draußen schneit, müssen neue Geldquellen her, zum Beispiel die Beute aus dem Dungeon oder die Tierhaltung. Mit Wolle, Eiern oder Milch kommen wir über die Runden. Es gibt also in jeder Jahreszeit massig zu tun.

Bei so viel Plackerei sollten wir immer ein Auge auf unsere Ausdauer-Anzeige haben. Die sinkt ohne ausreichend Nahrung und Schlaf rasch auf null, wodurch wir einen Teil unseres Geldes oder in den Minen sogar Level-Fortschritt verlieren. Höchste Zeit noch mehr Geldquellen im Tal ausfindig zu machen. Da wäre noch das Fischerei-Minispiel, das wir sofort begeistert mit der geschenkten Angelrute ausprobieren und prompt scheitern - der große Fang gelingt nur mit viel Geduld und Übung.

Bauer sucht Frau

Alternativ kann man die Fischerei aber auch links liegen lassen und sich stattdessen mit klassischen Quests über Wasser halten. Die bringen uns neben Geld auch Sympathie und eröffnen uns neue Gesprächsoptionen mit den anfangs noch arg skeptischen Stadtbewohnern. Trotz der reduzierten Optik sind die Figuren glaubhaft und interessant. Und das wirkt sich aus: Wir sind aufrichtig schockiert, als wir den Außenseiter Linus dabei erwischen, wie er Essen stiehlt. Oder ärgern uns über den mürrischen Shane, den wir mit gefühlt überhaupt nichts von uns überzeugen können.

Das Angelspiel ist etwas fummelig, bringt aber ordentlich Geld. Das Angelspiel ist etwas fummelig, bringt aber ordentlich Geld.

Auch über Geschenke können wir uns bei den Dorfbewohnern beliebter machen und sogar ihr Herz erobern. Es gibt jeweils fünf weibliche und männliche Heiratskandidaten, die später bei uns einziehen und auf der Farm helfen können oder uns gleich Nachwuchs schenken. Heiraten wir einen gleichgeschlechtlichen Partner, können wir ein Baby adoptieren. Momentan kommen Kinder allerdings nicht über das Kleinkind-Stadium hinaus. Aber das Familienleben ist natürlich kein Muss.

Was ist es jetzt also, das magische Feature von Stardew Valley? Sind es die vielen verborgenen Inhalte wie das Dungeon-Rollenspiel? Die Farmerei? Oder bezaubern uns doch eher die glaubhaften Dorfbewohner, die alle ihrem persönlichen Tagesablauf folgen? Nach vielen Stunden auf dem virtuellen Bauernhof können wir sagen: Nichts davon macht für sich allein genommen Stardew Valley zu dem Hit, der gerade Hunderttausende Spieler verzaubert. Erst im Zusammenspiel aller Mechaniken entsteht eine Magie, die uns nicht mehr loslässt.

Die Mischung machts

Stardew Valley gibt uns ähnlich wie bekannte Indie-Größen wie Terraria oder Minecraft an jeder Stelle das Gefühl, dass wir uns diese aufregende Welt zu eigen machen. Wir gehen abends mit dem guten Gefühl schlafen, etwas Handfestes erledigt zu haben. Und noch wichtiger: Wenn wir am nächsten Morgen aufstehen, gibt es tausend Dinge, wie wir erledigen können. Die schiere Menge an Aufgaben macht aus dieser Lebenssimulation eine absolut fesselnde Erfahrung.

Wir sind am Ende wirklich stolz auf unseren Hof, unsere Fische, unsere Kühe und unsere Felder. Und genau da verbirgt sich der Charme von Stardew Valley. Wir bauen uns mit dem selbst erwirtschafteten Geld im Tal tatsächlich ein Leben auf und haben eine eigene Identität. Kaufen wir lieber beim Dorfladen oder unterstützen wir den großen Joja-Markt? Verlieben wir uns oder sind wir Eigenbrötler? In Stardew Valley kann jeder Spieler seine eigene Geschichte erzählen. Und wir lernen schnell, dass das Landleben zwar vor allem Arbeit bedeutet, aber auch einen anderen, wunderbaren Beigeschmack mit sich bringt: Freiheit.

Die Dungeons im Spiel warten mit 120 Stockwerken, seltenen Items und Kämpfen auf. Die Dungeons im Spiel warten mit 120 Stockwerken, seltenen Items und Kämpfen auf.

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