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Seite 2: State of Decay 2 im Test - Wiederbelebung für einen Untoten

Langweilige Helden mit langweiligen Missionen

Eine weitere Stärke, die aus dem Vorgänger übernommen wurde, ist das Permadeath-Feature. Stirbt einer unserer Helden, ist er für immer tot und wir müssen in die Haut eines anderen Überlebenden in unserer Basis schlüpfen.

Das sorgt im Kampf für Spannung, weil jedes Ableben nach und nach unsere Kolonie verkleinert und wir so in Personalmangel geraten können. Gleichzeitig zeigt es aber auch eine große Schwäche von State of Decay 2 auf: Die Charaktere und deren Geschichten sind vollkommen egal. Denn auch wenn sie unterschiedliche Stärken und Schwächen in Charakterwerten wie Kampfkraft oder Medizinkenntnisse besitzen, wächst uns keiner von ihnen wirklich ans Herz.

Unsere Überlebenden haben kuriose Eigenschaften mit erstaunlich witzigen Beschreibungen. Trotzdem bleibt uns kaum ein Charakter in Erinnerung. Unsere Überlebenden haben kuriose Eigenschaften mit erstaunlich witzigen Beschreibungen. Trotzdem bleibt uns kaum ein Charakter in Erinnerung.

Das liegt zum einen am langweiligen Charakterdesign des Spiels und zum anderen daran, dass wir in der Spielwelt regelmäßig auf neue Überlebende treffen, mit denen wir unsere gelichteten Reihen auffüllen. In der Basis können wir jederzeit frei wählen, welchen unserer Gefährten wir steuern möchten. Regelmäßiger Charakterwechsel ist ohnehin Pflicht, da die Helden recht schnell müde werden und dann kaum noch Ausdauer für Kämpfe haben.

Ähnlich wie die Figuren im Spiel sind auch die Missionen über weite Strecken eintönig und langweilig. Meist müssen wir nur von einem bestimmten Ort irgendeine Ressource einsammeln und diese dann irgendwohin bringen. Immer und immer wieder. Zwischendurch dürfen wir zwar auch mal einige besonders schlimm infizierte Zombieherde säubern. Neben dem ewigem Ressourcensammeln und Zombies verprügeln fehlt es in State of Decay 2 aber eindeutig an spielerischer Abwechslung.

Gerade im Koop machen Wettrennen Laune. Allerdings ruckeln die Fahrzeuge selbst auf schnellen PCs bei hohen Geschwindigkeiten extrem. Gerade im Koop machen Wettrennen Laune. Allerdings ruckeln die Fahrzeuge selbst auf schnellen PCs bei hohen Geschwindigkeiten extrem.

Endlich Multiplayer, aber warum so?

Deutlich mehr Schwung ins Spiel bringt dagegen der Koop-Modus. Im ersten State of Decay haben wir einen Mehrspielermodus noch schmerzlich vermisst, nun dürfen wir mit bis zu drei Freunden auf Zombiejagd zu gehen.

Und der Koop macht auch ordentlich Laune. Vor allem, weil wir zu viert im Grunde genommen keine Untoten mehr fürchten müssen. Selbst Spezialzombies wie die riesengroßen Juggernauts halten nicht lange gegen uns stand. Dadurch wird der Multiplayer zwar viel zu leicht, für ein paar spaßige Runden mit den Kumpels reicht es aber allemal.

State of Decay 2 - Koop angespielt: So funktioniert der Zombie-Multiplayer 3:26 State of Decay 2 - Koop angespielt: So funktioniert der Zombie-Multiplayer

Dummerweise hat der Koop aber einen entscheidenden Haken: Genau wie in Far Cry 5 macht immer nur der Host der Session Spielfortschritte. Denn allein er kann im Multiplayer Missionen auswählen, seine Basis ausbauen und mit Questgebern interagieren. Die Mitspieler dürfen zwar Items und Erfahrungspunkte sammeln, haben aber ansonsten nichts vom Koop-Zocken.

Noch mieser ist, dass auch im Multiplayer Tode endgültig sind, aber jeder Spieler mit seinen eigenen Helden antritt. Schlimmstenfalls verlieren wir im Koop-Match also wichtige Helden aus unserer eigenen Kampagne, ohne selbst etwas davon zu haben.

Nicht mehr grottenhässlich, aber immer noch hässlich

Zuletzt noch einige Worte zu den Themen Technik und Präsentation von State of Decay 2, denn genau diese Punkte waren die größten Schwachpunkte des Vorgängers. Im damaligen Test nannten wir das erste State of Decay »grottenhässlich« und seine Technik »indiskutabel«. Und auch wenn es im Nachfolger nun nicht mehr ganz so schlimm ausschaut: Gut ist anders.

Grau, braun und grün: Aus diesen Farben bestehen gefühlt 95 Prozent von State of Decay 2. Grau, braun und grün: Aus diesen Farben bestehen gefühlt 95 Prozent von State of Decay 2.

Die Spielwelt ist noch immer hässlich und furchtbar trist, da sie fast nur aus den Farben grau, braun und grün besteht. Insgesamt könnte man die Optik von State of Decay 2 glatt mit der von DayZ oder PUBG verwechseln, die ja beide ebenfalls nicht gerade als Grafikwunder bekannt sind.

Auch technisch haben uns beim Testen immer wieder viele Kleinigkeiten gestört. Ständig nerven Bugs oder Glitches, durch die wir selbst oder gegnerische Zombies an irgendwelchen Hindernissen hängen bleiben. Und gerade im Koop-Modus stören Rubberbanding und Verbindungsabbrüche. Dadurch wird unser Abenteuer zwar nicht unspielbar, aber es vergehen kaum fünf Minuten am Stück, in denen die Technik nicht mal wieder einen Schluckauf hat und das stört gewaltig, weshalb wir State of Decay 2 um fünf Punkte abwerten, bis die Probleme behoben werden.

Unter dem Strich ist State of Decay 2 alles andere als ein schlechtes Spiel, aber letztlich eben doch nur eine leicht verbesserte Version des Vorgängers. Wirkliche Innovationen fehlen, und der Koop-Modus wurde nicht ausreichend zu Ende gedacht, um als echtes Kaufargument zu taugen.

State of Decay 2 - E3-Trailer: Gameplay mit Spezialzombies, Release-Termin 2018 4:49 State of Decay 2 - E3-Trailer: Gameplay mit Spezialzombies, Release-Termin 2018

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