Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Steam: Das spannendste neue Spiel der Woche hat Burgen und Belagerungen

Mit Becastled erscheint diese Woche auf Steam ein neues Strategiespiel, in dem ihr kinderleicht eine imposante Burg erbaut und dann auch noch verteidigen müsst.

von Fabiano Uslenghi,
08.02.2021 17:34 Uhr

Wenig ist epischer als eine ausgewachsene Belagerung! Das wissen wir im Kino spätestens seit Herr der Ringe und PC-Spieler lernten diese Weisheit am besten mit dem RTS-Klassiker Stronghold kennen. Viel zu selten haben wir seither aber die Chance, unsere eigene Feste hochzuziehen und dann ihre Verteidigung gegen Heerscharen an Angreifern zu koordinieren.

Wenn euch gerade aber genau danach der Sinn steht, dann solltet ihr mal bei Steam oder alternativ auch GOG vorbeischauen. Dort erscheint am 8. Februar nämlich das Indie-Strategiespiel Becastled. Der Name ist Programm. In diesem kleinen Geheimtipp errichtet ihr eine Siedlung samt Burg und müsst sie vor immer stärker werdenden Wellen an Invasoren schützen. Dafür können wir Wälle oder Türme errichten, sowie Truppen ausbilden, die sich mit den Plünderern anlegen.

Jetzt fragt ihr euch sicher, wie sich das denn genau spielt und in welchem Zustand sich die Early-Access-Version befindet. Keine Sorge! Wir haben uns auf die Zinnen der Erkenntnis begeben und Becastled für euch angespielt.

Becastled: Trailer zeigt Mittelalter-Burgbau & Belagerungen 0 Becastled: Trailer zeigt Mittelalter-Burgbau & Belagerungen

Was macht Becastled besonders?

Die simple Comic-Optik von Becastled passt zur grundsätzlichen Designphilosophie. Das Spiel konzentriert sich nämlich größtenteils aufs Wesentliche. Die Entwickler wissen, dass Spieler hier in erster Linie dabei zusehen wollen, wie eine Invasionsstreitmacht nach der nächsten an ihren mittelalterlichen Verteidigungsanlagen zerschellt.

Deshalb verläuft der Bau eurer beschaulichen kleinen Siedlung auch nicht übermäßig kompliziert. Zu Beginn steht euch nur ein sehr kleines Gebiet offen, in das ihr euren Bergfried setzt und ein Sägewerk baut. Mit dem gewonnen Holz könnt ihr dann anliegende »Zellen« mit neuen Ressourcen hinzukaufen. Wälder bringen Holz, Steinbrüche wenig überraschend Steine, Kühe, Schafe oder Wildschweine werden zu Nahrung. Dafür braucht niemand ein Diplom in Wirtschaftslehre.

Ob unsere Burg zu Beginn auf einer Anhöhe steht oder im freien Feld, legen wir vor dem Spielstart fest. Danach vergrößern wir uns Reich und bauen Häuser. Ob unsere Burg zu Beginn auf einer Anhöhe steht oder im freien Feld, legen wir vor dem Spielstart fest. Danach vergrößern wir uns Reich und bauen Häuser.

Allerdings habt ihr stets nur etwa neun Minuten Zeit, um euch auf Angriffe vorzubereiten und solltet deshalb sehr weise abwägen, ob ihr nun zuerst eine Windmühle baut oder die Zeit und Ressourcen lieber in den Bau eines Holzwalles samt Wehrgang investiert.

Sobald die Zeit abgelaufen ist, bricht die Nacht herein. Dann greifen dutzende Krieger der Dunkelheit eure Burg an und führen Ritter, Katapulte oder trollartige Kreaturen in die Schlacht. In dieser Phase könnt ihr nur noch eure verfügbaren Truppen umherscheuchen. Wem dann Verteidigungssanlagen und vor allem Soldaten fehlen, der bekommt ein kaum noch zu lösendes Problem.

Falls ihr die Nacht überlebt, wiederholt sich das Spiel am nächsten Tag. Nur dass ihr jetzt nicht nur neue Ressourcen generieren, Verteidigungsanlagen hochziehen und Truppen ausheben müsst, sondern auch etwaige Schäden reparieren. Denn mit jeder Nacht werden auch die Angriffe immer heftiger.

Bugs im Early Access

Für eine Early-Access-Version natürlich nicht untypisch sind Bugs. Davon gibt es in Becastled aktuell eine ganze Menge. Das Spiel ist zwar spielbar, ein paar davon können jedoch sehr nerven und sollten vor einem Kauf beachtet werden. Beispielsweise funktioniert die Wegfindung aller Einheiten noch sehr bescheiden. Die Truppen bleiben hängen, greifen nicht an oder gehen absurde Umwege. Noch schlimmer sind Truppen, die verschwinden oder sich gar nicht mehr bewegen. Gerade wenn ihr eine Einheit durch einen Turm laufen lasst, kann es passieren, dass sie auf der anderen Seite nicht wieder herauskommt.

Für wen ist Becastled interessant?

Becastled erinnert sehr an eine etwas abgespecktere Version eines Fantasy-Stronghold. Wie in dem RTS-Klassiker müsst ihr nämlich auf zwei Dinge achten.

  1. Sorgt dafür, dass immer genug neue Bewohner sich an das Lagerfeuer eurer Burg begeben.
  2. Teilt eure Bewohner verschiedene Arbeiten zu und achtet dabei auf Effizienz.

Bei ersterem spielt eine sehr große Rolle, wie zufrieden eure Bürger sind. Damit sich der Platz vor unserem Bergfried schnellstmöglich mit arbeitswilligen Bewohnern füllt, müsst ihr die Burg mit Ornamenten wie einem Springbrunnen verschönern, Markstände errichten und natürlich eine Taverne eröffnen.

Es gibt keinen vorgefertigten Marktplatz. Ihr steigert die Effektivität von Marktständen, indem ihr weitere Stände in ihrer Nähe platziert. Das erzeugt Zufriedenheit und Geld. Es gibt keinen vorgefertigten Marktplatz. Ihr steigert die Effektivität von Marktständen, indem ihr weitere Stände in ihrer Nähe platziert. Das erzeugt Zufriedenheit und Geld.

Die untätigen Untertanen braucht ihr außerdem als Rekruten für eure Kasernen und Schießanlagen. Unterdessen sammelt der Rest Rohstoffe für den Bau, Nahrung für die Arbeiter und Sonnensteine (Gold) für den Sold. Leider gibt es keinen Berater, der euch mit Worten: »Wir haben nicht genügend Holz, Mylord.« dezent auf unsinnige Bauvorhaben hinweist. Eben wie damals beim großen Vorbild, das mittlerweile zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

Stronghold fasziniert Burgen-Fans seit 20 Jahren, riskiert jetzt aber alles   38     12

Mehr zum Thema

Stronghold fasziniert Burgen-Fans seit 20 Jahren, riskiert jetzt aber alles

Wie gesagt erreicht Becastled aber ohnehin nie die Komplexität eines Stronghold. Es gibt keine Warenketten, Waffen für Soldaten entstehen aus dem Nichts und es gibt lediglich vier Einheitentypen: Kämpfer, Ritter, Speerträger und Bogenschützen.

Auf dem standardmäßig dritten von acht Schwierigkeitsgraden fällt es daher nicht besonders schwer, die Eroberungsambitionen der Gegner zu unterbinden. Wer eine angemessene Herausforderung sucht, sollte lieber gleich einen etwas höheren Härtelevel angehen.

Um ein Spiel zu gewinnen, müsst ihr zwischen 10 und 30 Nächte überleben. Die Angriffe werden immer heftiger und die Gegner fahren irgendwann Belagerungswaffen auf. Um ein Spiel zu gewinnen, müsst ihr zwischen 10 und 30 Nächte überleben. Die Angriffe werden immer heftiger und die Gegner fahren irgendwann Belagerungswaffen auf.

Was gefällt uns, was gefällt uns nicht?

Stärken von Becastled

  • Einfach zu lernen: Becastled hat eine extrem sanfte Lernkurve. Jeder, der das Spiel startet, kann sofort loslegen und wird nicht lange benötigen, um alle wichtigen Mechaniken zu begreifen.
  • Hübsche Grafik: Der Comic-Look mag Geschmackssache sein, doch Becastled kann sich durchaus sehen lassen. Den Entwicklern gelingt ein gute Balance aus Detailreichtum und einer aufgeräumten, übersichtlichen Optik.
  • Stronghold-Flair: Becastled erinnert spielmechanisch sehr an Stronghold und könnte als dessen kleiner Bruder durchgehen. Unsere ganz eigene Burg gegen eine große Zahl anstürmender Feinde zu verteidigen, macht auch hier richtig Laune.

Schwächen von Becastled

  • Zu wenig Truppen: Mit jeweils vier Einheiten- und Gegnertypen bietet Becastled noch viel zu wenig Abwechslung. Gerade auf Seiten der Angreifer braucht das Spiel unbedingt noch ein paar besondere Truppen, die uns zum Umplanen zwingen.
  • Mehr Abwehrmechaniken: Gleichzeitig sollte ein Spiel, das so großen Wert auf Belagerungen legt, noch mehr ausgefallene Abwehrmaßnahmen zulassen. Neben Türmen, Wällen und Katapulten wären Pechnasen, Burggräben oder Fallgruben ein paar sinnvolle Ergänzungen.
  • Langzeitmotivation: Allgemein fehlt es in Becastled im Early Access an Abwechslung. Es gibt lediglich einen einzigen Spielmodus, den ihr aber immerhin von der Schwierigkeit bis zur Karte gut an eure Bedürfnisse anpassen könnt. Momentan reicht das aber nicht, um für viel länger als ein paar Stunden zu motivieren.

Gerade die mangelnde Abwechslung von Becastled ist aber immerhin etwas, was sich laut der Entwickler im Laufe des Early Access noch legen soll. Auf Steam verspricht das Team, noch einen Kreativmodus nachzureichen sowie eine komplette Kampagne. Ebenfalls geplant: Magie, Helden und noch mehr Einheiten, Feinde und Gebäude.

Dafür nehmen sie sich eine Menge Zeit. Denn bis Becastled vollständig erscheint, könnten noch ganze zwei Jahre ins Land gehen. Womöglich sogar mehr. Wenn ihr trotzdem schon jetzt Lust auf kurzweilige Belagerungen habt, könnt ihr euch für lediglich 15 Euro zum Burgherren aufschwingen.

1 von 2

nächste Seite


zu den Kommentaren (27)

Kommentare(27)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.