Tainted Grail ist ein König-Artus-Rollenspiel, in dem ihr eine Gruppe Loser spielt

Tainted Grail könnte mit seiner großen Entscheidungsfreiheit und den damit verbundenen Auswirkungen auf die offene Welt wieder ein Spiel für Fans von Oldschool-Rollenspielen werden.

von Mathias Dietrich,
09.01.2020 09:13 Uhr

In Tainted Grail ist Artus tot und Avalon von einer Seuche überzogen 1:30 In Tainted Grail ist Artus tot und Avalon von einer Seuche überzogen

In Tainted Grail zieht eine Gruppe der besten und heldenhaftesten Abenteurer los, um Kamelot zu finden, den Gral zu bergen und das Land zu retten. Doof nur, dass diese Helden einfach nie zurückkehren. Deswegen müsst ihr jetzt ran, in einem verzweifelten Akt die verbliebenen Dorfbewohner sammeln und die Welt doch noch irgendwie vor dem Untergang retten.

Das Spiel nutzt die König-Artus-Saga als Vorlage, verleiht dieser aber einen düsteren Twist. Artus selbst ist gestorben und Avalon von einer Plage, die sich »Wyrdness« nennt, überzogen. Die letzten Dörfer wurden um so genannten Menhirs errichtet, die Schutz vor dieser Seuche bieten.

Vom Brett- zum Videospiel: Tainted Grail basiert auf dem Kickstarter-Projekt Tainted Grail: The Fall of Avalon. Das war 2018 der erfolgreichste Kickstarter in der Kategorie Brettspiele und wurde mit mehr als 5 Millionen Euro unterstützt. Backer des Brettspiels erhalten das PC-Spiel kostenlos.

Offene Welt mit vielen Entscheidungen

Wie bei klassischen Rollenspielen im Stil von Baldur's Gate, Planescape: Torment und Tyranny liegt ein starker Fokus von Tainted Grail auf den Entscheidungen. Die sollen nicht dem üblichen »Gut-oder-Böse«-Prinzip folgen, sondern sich eher in Grauzonen aufhalten und alles andere als einfach ausfallen.

Dynamische Spielwelt: Je nachdem wie ihr euch entscheidet, soll sich die Open World verändern. So könnt ihr alte Kräfte wieder erwecken oder für immer vernichten und so zum Beispiel ganze Städte entstehen lassen oder auch zerstören. Scheinbar kleine Entscheidungen sollen im späteren Spielverlauf starke Auswirkungen haben können.

Charaktergeschichten: Im fertigen Spiel soll es persönliche Geschichten um die Mitglieder eurer Gruppe geben, die bestimmen, wie diese auf andere reagieren. Ein Diplomatie- sowie Ruf-System ist ebenfalls geplant. Das soll sich darauf auswirken, wie die Einwohner der Welt auf euch reagieren.

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Kampfsystem mit Deckbau

Das Kampfsystem läuft komplett rundenbasiert ab und basiert auf Kartenspielen. Zu Beginn einer Runde werden eure Skills zufällig aus allen gelernten ausgewürfelt. Ihr wählt dann aus, welche ihr einsetzen wollt. Durch eine Runenmechanik können die selben Skills zudem andere Effekte im Kampf auslösen.

Jeder Held wird im fertigen Spiel über sein eigenes Skilldeck, Upgrades und auch Spezialisierungen verfügen, die ihr auf höheren Charakterstufen auswählen könnt. Zum Beispiel darf eine Priesterin später entweder zu einer Hexe oder Jägerin werden.

Außerhalb der Kämpfe rüstet ihr euren Charakter aus und erlernt nach Level-Ups neue Skills. Neben eurer Heldengruppe verbessert ihr zudem noch euer Heimatdorf Cuanacht. Dort könnt ihr Verteidigungen errichten oder neue Gebäude bauen. Um hier mehr Möglichkeiten freizuschalten, müsst ihr die Spielwelt erkunden und in der Story voranschreiten.

Tainted Grail soll noch im Jahr 2020 erscheinen. Bis zum Release will der Entwickler die Grafik verbessern und zum Beispiel Wettereffekte sowie zusätzliche Animationen für die Charaktere und Gegner hinzufügen. Auch das Benutzerinterface und die Musik sollen noch weiter aufpoliert werden.

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