Führt uns The Acolyte in die Irre? Warum ihr bei Folge 3 nicht alles glauben solltet, was ihr seht

Spoiler-Warnung: The Acolyte setzt in Folge 3 möglicherweise auf einen Story-Kniff, der schon bei Episode 8 für Diskussionen sorgte.

Bisher kennen wir nur Oshas Perspektive zu den Geschehnissen auf Brendok - aber nicht die von Mae. Bildquelle: DisneyLucasfilm Bisher kennen wir nur Oshas Perspektive zu den Geschehnissen auf Brendok - aber nicht die von Mae. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Folge 3 von The Acolyte lüftet das große Geheimnis um Osha und Mae (Amandla Stenberg). In einer Flashback-Episode erfahren wir, was es mit der Vergangenheit der beiden machtbegabten Zwillinge auf sich hat - und gibt es sogar eine Verknüpfung zu Anakin Skywalker a.k.a. Darth Vader höchstpersönlich!

So what I told you is true ...

Doch The Acolyte hat (noch) nicht alle Fragen dazu beantwortet, was 16 Jahre vor den Ereignissen der neuen Star-Wars-Serie auf Brendok passiert ist. Denn die Rückblende setzt auf einen Kniff, der im weiteren Verlauf von The Acolyte eine große Rolle spielen könnte.

Die dritte Folge wird nämlich (fast) ausschließlich aus der Perspektive von Osha erzählt. Viele brennende Fragen dazu, was sich auf Brendok wirklich abgespielt hat, bleiben damit weiterhin offen.

So wissen wir zum Beispiel noch immer nicht, wer für den Tod von Mutter Aniseya, Koril und den restlichen Hexen verantwortlich war: War es wirklich Mae? Oder haben die Jedi um Meister Sol eine schreckliche Tat begangen, die Maes brennenden Hass auf Indara, Torbin und Kelnacca erklärt?

Damit wirkt es naheliegend, dass The Acolyte mit seinen Flashbacks noch nicht fertig ist und wir im Zuge der ersten Staffel ein weiteres Mal nach Brendok zurückkehren. Nicht nur das: Osha könnte sich als unzuverlässige Erzählerin herausstellen, deren Perspektive die Geschehnisse auf Brendok nicht unbedingt verfälscht, aber in einem anderen Licht darstellt.

The Acolyte: Der offizielle Trailer zur Star-Wars-Serie zeigt einen Bösewicht wie aus einem Horrorfilm Video starten 1:50 The Acolyte: Der offizielle Trailer zur Star-Wars-Serie zeigt einen Bösewicht wie aus einem Horrorfilm

... from a certain point of view.

Und es wäre nicht das erste Mal, dass Star Wars auf so einen erzählerischen Kniff sorgt: Schon in Star Wars: Episode 8 spielten die unterschiedlichen Perspektiven zweier Schlüsselfiguren eine tragende Rolle: Die von Luke Skywalker und Kylo Ren.

Falls ihr euch nicht erinnert: In einem Moment der Schwäche wurde Luke Skywalker von der dunklen Seite der Macht beinahe zu einem Mord an seinem Neffen Ben Solo verführt. Gemäß seiner Erzählung besann er sich im entscheidenden Moment eines Besseren. Kylo Ren gibt diesen Vorfall aber anders wieder und laut ihm musste er einen tödlichen Hieb seines eigenen Meisters abwehren.

Von der fatalen Konfrontation zwischen Luke Skywalker und Ben Solo gibt es in Episode 8 drei(!) verschiedene Versionen. Bildquelle: DisneyLucasfilm Von der fatalen Konfrontation zwischen Luke Skywalker und Ben Solo gibt es in Episode 8 drei(!) verschiedene Versionen. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Ob The Acolyte diese Idee von Regisseur Rian Johnsons Episode 8 - Die letzten Jedi wirklich aufgreift, muss sich natürlich erst zeigen. Zumindest zum aktuellen Zeitpunkt bleiben zu viele brennende Fragen offen, die The Acolyte noch beantworten muss. Und The Acolyte könnte damit die Geschehnisse auf Brendok nochmal beleuchten - dann wiederum aus der Perspektive von Mae und nicht Osha.

Fünf von insgesamt acht Episoden der ersten Staffel The Acolyte bleiben noch offen, die jeweils Mittwoch im Wochentakt erscheinen. Genug Zeit und Raum dafür würde also definitiv bleiben.

Übrigens: Mehr dazu, was aktuell um The Acolyte und ganz allgemein im Star-Wars-Universum passiert - zum Beispiel, was neue Filme und TV-Serien angeht - könnt ihr unter den Links oben nachlesen. Ein paar interessante Details aus The Acolyte haben wir für euch ebenfalls herausgepickt. 

Wie gut gefällt euch The Acolyte bisher? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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