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Fazit: The Elder Scrolls: Legends im Test - Wenn Hearthstone und Magic sich ganz doll lieb haben…

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Fazit der Redaktion

Maurice Weber (@Froody42): The Elder Scrolls: Legends stößt für mich genau in die richtige Nische: Magic hat immer noch keine wirklich hervorragende Spieleumsetzung, und Hearthstone ist mir seit Release zu zufallsbasiert geworden. Legends positioniert sich hier sehr geschickt in der Mitte; es ist recht flott und weniger umständlich als Magic, aber taktisch trotzdem angenehm vielfältig. Der realistische Fantasy-Look gefällt mir ebenfalls besser als Hearthstones Comicgrafik.

Alles Geschmackssache, klar, aber ich hatte deswegen viel Spaß mit Legends. Nur ging mir das Spiel oft zu sehr auf Nummer Sicher: Ich erkenne schon arg viele Mechaniken aus Magic oder Hearthstone wieder. Erfahrene Kartenhaie werden hier nur wenige Überraschungen erleben. Die zwei Reihen als grundlegende Innovation funktionieren zwar sehr gut, aber die einzelnen Karten bieten wenig Neues. Ich hätte mir gewünscht, dass sich das Spiel häufiger traut, sein eigenes Ding durchzuziehen - denn wo es von der Konkurrenz abweicht, funktioniert das ja auch immer sehr gut!

Heiko Klinge (@HeikosKlinge): Es ist alles andere als leicht, mich von Hearthstone fernzuhalten. The Elder Scrolls: Legends hat's trotzdem geschafft. Grund 1: Der Partieablauf wirkt auf den ersten Blick zwar sehr ähnlich, entwickelt aber doch schnell seinen eigenen Reiz. Im Gegensatz zu Maurice gefallen mir auch die Prophezeiungen - denn sie machen für mich die Matches (zumindest aktuell noch) weniger berechenbar als in Hearthstone, wo bei bestimmten Kartenkonstellationen Sieg oder Niederlage bereits so gut wie feststehen.

Grund 2: The Elder Scrolls: Legends hat das motivierendere Metagame. Ich schalte Titel für meinen Avatar frei (»Heiko, der Unberührbare«!), werde mit Belohnungen geradezu überschüttet und kann sogar meine Lieblingskarten aufleveln. Für ein Free2Play-Spiel ist Legends geradezu verschwenderisch großzügig. Auf der anderen Seite lassen mich Präsentation und Szenario deutlich kälter - wer Blizzards Liebe zum Detail gewohnt ist, der wird sich schwertun, zu seiner Legends-Kartensammlung eine ähnlich innige Beziehung aufzubauen. Leeroy Jenkins hat dann halt doch nochmal eine andere Ausstrahlung als ein legendärer »Einsiedlerriese«. Dennoch: Wer Sammelkartenspiele mag, sollte Bethesdas rundum gelungener Genre-Interpretation definitiv eine Chance geben.

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