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The Invincible: Auf kein anderes Sci-Fi-Spiel freue ich mich 2021 so sehr

The Invincible löst bei Elena noch größere Begeisterungsstürme aus als das Mass-Effect-Remaster. Das liegt vor allem an der grandiosen Vorlage.

von Elena Schulz,
25.01.2021 17:53 Uhr

Genre: Action-Adventure | Entwickler: Starward Industries | Plattform: PC, Xbox Series X/S, PS5 | Release: Ende 2021

Nach der Ankündigung von The Invincible hatte ich den Rest des Tages ein Lächeln auf den Lippen, während ich mich immer wieder durch die Screenshots auf der Steam-Seite klickte. Schließlich kenne ich die gefährlichen Höhlensysteme und die sengende blutrote Sonne über Regis III wie meine Westentasche. Ich habe zig Stunden unter ihr verbracht, während ich gemütlich in meinem Zimmer saß und schmökerte.

The Invincible oder auch Der Unbesiegbare ist nämlich ein Roman des Sci-Fi-Autors Stanislaw Lem. Der ist bekannt als Visionär des Genres, der Zukunftstechnologien schon in den 60er-Jahren so mühelos aufs Papier brachte, als seien sie längst Realität. Auch Der Unbesiegbare erschien bereits 1964.

Vor mir liegt eine Ausgabe meines Vaters aus dem Jahr 1969, die für mich voller Erinnerungen steckt - und voller Hoffnung für das kommende Videospiel, Der Unbesiegbare bietet haufenweise Stoff für ein fantastisches, interaktives Story-Erlebnis. Das dachten sich auch die ehemaligen Witcher-Entwickler, die nun als Starward Industries ihr eigenes Ding machen. Wie sie das umsetzen wollen, erklären sie mir exklusiv für meine Preview.

Äußerlich ging es meiner Ausgabe schon mal besser, innerlich ist sie aber immer noch perfekt wie am ersten Tag. Äußerlich ging es meiner Ausgabe schon mal besser, innerlich ist sie aber immer noch perfekt wie am ersten Tag.

Spiele-Highlights 2021:
Dieser Artikel ist Teil unserer Themenwochen zu den Spiele-Highlights 2021. Wir bieten euch teils exklusive Previews zu kommenden Spielen, nutzwertige Übersichten mit allen Infos, spannende Geheimtipps und mehr. In unserem Sammelartikel findet ihr alle Inhalte, die vom 21. Januar bis 5. Februar im Rahmen der Spiele-Highlights zu allen wichtigen Genres wie Rollenspielen, Strategie und mehr erscheinen.

Was macht The Invincible so besonders?

Der Roman The Invincible erzählt die Geschichte einer Rettungsmission. Das Raumschiff mit dem prahlerischen Namen Der Unbesiegbare landet auf dem Planeten Regis III, um dort die Besatzung des verschwundenen Schwesterschiffes Kondor zu bergen. Doch was ließ das Schiff überhaupt verunglücken?

Ob man sich inhaltlich genau an die Vorlage hält, bleibt noch ein Geheimnis. Zumindest optisch lässt man sich aber von Lems Vision inspirieren: The Invincible sieht aus, wie man sich damals die Zukunft vorgestellt hat - oder auch nach Retro-Future-Atompunk, geht ja locker über die Lippen. Scheinbarer Raumfahrt-Realismus trifft hier auf Roboter- und Raumschiffdesigns, die auch aus Star Wars oder Krieg der Welten stammen könnten.

Das wirklich Magische daran ist aber, dass ich sie schon beim Lesen fast Schraube für Schraube vor Augen hatte. Lem beschreibt selbst komplizierte Technologie oder völlig fremdartig Planeten so verständlich und lebendig, dass man sich bei der nächsten Raumfahrtbehörde anmelden will.

The Invincible - Screenshots ansehen

»Gute Sci-Fi dreht sich nicht um Technologie oder Aliens«

Hinter dem Entdeckertraum offenbaren sich aber tiefe Abgründe: Wie gehen wir mit unserer eigenen Bedeutungslosigkeit um? Was ist, wenn unser ach so toller technischer Fortschritt sich als nutzlos erweist? The Invincible soll auch als Spiel tief unter der Oberfläche schürfen, wie mir die Entwickler von Starward Industries im Interview verraten:

"Großartige Science Fiction dreht sich nicht um Zukunftstechnologie, Aliens oder weit entfernte Planeten. Sie beschäftigt sich mit den Geschichten der Menschen, mit ihren Problemen, den moralischen Dilemmata, den großen Fragen der Menschheit. Die Technik bildet nur die Kulisse. Die Geschichten und Emotionen, das sind die Zutaten für fesselndes Storytelling. Wir glauben, dass Lems Arbeiten getrieben von ihren Geschichten und durchzogen von vielen Themen sind, in denen sich auch jüngere Generationen verlieren können. Sie bleiben heute deshalb genauso relevant wie vor Jahrzehnten."

Die Menschen sind und bleiben das wichtigste Stichwort in The Invincible - egal ob Buch oder Spiel. Auch spielmechanisch werden sie im Mittelpunkt stehen:

  • Die Story steht über allem: Entscheidungen fließen überall in Dialoge ein und stellen euch vor moralische Dilemmata, verändern euer Schicksal und das eurer Gefährten. Das führt zu vielen unterschiedlichen Pfaden mit eigenen Ereignissen und Enden.
  • Hier soll sich The Invincible wie ein Rollenspiel anfühlen. Ohne zu spoilern: Im Buch gab es mehrere brenzlige Momente, die mir beim Lesen den Atem stocken ließen - zum Beispiel eine panische Konfrontation mit fremdartigen Wesen in einem verwinkelten Höhlensystem. Hier könnte The Invincible sogar Horrorzüge annehmen und mir überlassen, wie und ob ich die verlorene Crew retten kann.
  • Auch die Welt wird zum Erzähler: Die Entwickler verzichten bewusst auf eine Open World, um die Erzählung nicht zu sehr zu zerfasern - auch wenn es hin und wieder weitläufigere Abschnitte gibt. Das Erleben und Entdecken der fremden Welt, soll ebenso starke Gefühle im Spiele wecken, wie die Story.
  • Was gibt es spielerisch zu tun? Bei konkreten Spielmechaniken oder Kämpfen hielten die Entwickler sich bedeckt. Es wird aber Begegnungen mit »gigantischen Laser-schwingenden Robotern« geben, was zumindest nach irgendeiner Art von Konfrontation klingt.
  • The Invincible wird aber eine reine Singleplayer-Erfahrung ganz ohne Loot-System oder Stats. Wir wissen bereits, dass man futuristische Fahrzeuge steuern oder Gadgets wie Scanner und Drohnen nutzen darf.

Erkundung Neben den Figuren soll auch der Planet Regis III eine Hauptrolle spielen...

Fahrzeuge ... Wir erkunden ihn zu Fuß oder in futuristischen Fahrzeugen.

Für wen ist The Invincible interessant?

Sci-Fi-Fans und Story-Enthusiasten lesen hier hoffentlich schon eine Weile mit. Aber auch Liebhaber von Rollenspielen wie The Witcher 3 sollten hellhörig werden. Denn Starward Industries ist zwar ein neues Studio, setzt sich aber aus Veteranen zusammen, die vorher auch an The Witcher 3 oder Cyberpunk 2077 gewerkelt haben.

Gerade die Spiele von CD Projekt Red sind für ihre dichten Geschichten mit glaubhaften und liebenswerten Figuren bekannt - Geralt, Ciri, Triss, Yennefer, Dandelion oder auch Vesemir. Mit jedem von ihnen verbinde ich zig Geschichten, Abenteuer, lustige Momente oder auch tragische, vom blutigen Gefecht gegen untote Elfen über ein Techtelmechtel auf einem Einhorn bis hin zu einer fröhlich-frostigen Schneeballschlacht. Von der Arbeit am Hexer soll auch The Invincible profitieren:

"Wir haben gelernt, wie man große Projekte leitet und dabei Qualität großschreibt. [...] Genauso wie keine offensichtlichen Richtig-Falsch-Eintscheidungen einzubauen oder dass bedeutungsvolle Missionen wichtiger sind als Sammelaufträge. Und natürlich hat es uns auch beigebracht, wie man eine Geschichte auf viele unterschiedliche Arten erzählät - nicht nur mit Worten oder Dialogen."

Was gefällt uns an The Invincible schon jetzt?

  • Die Entwickler wollen den Holzhammer bei Entscheidungen und philosophischen Fragen in der Tasche lassen. Im Idealfall ziehen aufmerksame Spieler diese Schlüsse ganz allein aus dem Erlebten.
  • Auch Atmosphäre und Gefühle sehr wichtig: Vollvertonung, Musik und auch Soundeffekte sollen ebenso zu einem stimmungsvollen Erlebnis beitragen wie die surreale Umgebung oder die eigene, lebenswichtige Ausrüstung. The Invincible soll als Gesamtwerk funktionieren, nicht nur als Story.
  • Gerade gut geschriebene Nebenfiguren, die mir ans Herz wachsen, könnten wie in Mass Effect für zahlreiche bewegende Momente und schwierige Entscheidungen sorgen, die noch lange nachhallen.
  • Durch Lems Vorarbeit schöpfen die Entwickler aus einem dichten und komplexen Universum voller spannender Fragen und Ideen, sodass sie nicht bei null beginnen müssen.

Exklusive Konzeptgrafiken zeigen schon jetzt das skurrile Fahrzeugdesign im Spiel und dass es wohl auch brutaler zugehen wird:

The Invincible - Exklusive Concept Artworks ansehen

Was ist noch unklar?

  • Erste Gameplay-Videos zu The Invincible sollen in Kürze folgen. Bis dahin bleibt das Adventure spielerisch und auch optisch noch schwer greifbar - trotz schicker Screenshots aus der Unreal Engine 4. Durch den starken Story-Fokus könnten die Mechaniken wie bei Firewatch stark in den Hintergrund rücken. Gerade das Adventure nennen die Entwickler auch als eine wichtige Inspiration.
  • Wenn ein Spiel sich ganz und gar auf seine Erzählung konzentriert, riskiert es natürlich viel - Wird das Gameplay in der Lage sein, Macken in der Geschichte auszugleichen?

Für den Release peilen die Entwickler die zweite Hälfte 2021 an. Sich festlegen und Gameplay zeigen wollen sie aber erst, wenn sie mit dem aktuellen Stand zufrieden sind. The Invincible kann sich also noch auf 2022 verschieben - Aber dann habe ich zumindest schon ein Highlight, auf das ich mich nächstes Jahr freuen kann.

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