50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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»Das war ein Fehler« - Sogar der Story-Designer von The Witcher 1 bereut die berüchtigte Schlusssequenz bis heute

Artur Ganszyniec findet klare Worte, wenn es um die damalige Entscheidung geht, wie Geralts erstes Abenteuer enden sollte.

Geralt findet die Endsequenz von Teil 1 auch ziemlich blöd, seht ihr? Geralt findet die Endsequenz von Teil 1 auch ziemlich blöd, seht ihr?

Das Ende von The Witcher 1 ist ein zweischneidiges Silberschwert. Es gibt die bewusst offen gehaltene Sequenz in der Spielgrafik, in der Geralt dem Antagonisten Jacques de Aldersberg den Garaus macht und dann durch das Schneegestöber ins Ungewisse entschwindet.

Hier hätte das Spiel prima enden und die damals unwissenden Fans mit jeder Menge spannender Fragen entlassen können. Wie geht es mit Geralt weiter? Wird es eine Fortsetzung geben?

Danach folgt aber plötzlich noch ein aufwendiges CGI-Filmchen, in dem Geralt zurück bei König Foltest in Wyzima ist und gegen einen Hexer-Attentäter kämpft – ein klarer Auftakt zu den Geschehnissen von The Witcher 2.

Dieser inszenatorische Twist gefiel nicht jedem, sogar intern bei CD Projekt Red gab es Diskussionen. Der damals bei CDPR tätige Story-Designer Artur Ganszyniec bezeichnet das CGI-Outro in einem neuen Video sogar ganz offen als Fehler.

The Witcher 2 musste sehr politisch werden

In der letzten Folge seines Let's Plays von The Witcher 1 erinnert sich Artur Ganszyniec an das Ende der Entwicklungsarbeiten. Der ursprüngliche Plan war demnach in der Tat, dass das Outro mit Jacques de Aldersberg das offene Ende des Spiels hätte sein sollen.

Die CGI-Sequenz war seiner Erinnerung nach ein Beschluss der Chefetage, die darauf bestand. Hier könnt ihr Ganszyniecs Ausführungen lauschen, ein eingedeutschtes Zitat folgt danach:

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Wir wollten das Spiel mit einer Frage und einer offenen Zukunft beenden. Aber als wir das Spiel fertigstellten, entschied jemand, der Vorstand oder Michał Kiciński [CDPR-Mitgründer], dass wir ein animiertes Outro für das Spiel brauchten. […]

Das war meiner Meinung nach ein Fehler. […] Dieses Outro erzählt eine andere Geschichte als die Endsequenz davor. Geralt ist immer noch in Vizima und tief in politische Intrigen verwickelt, weil jemand versucht, Foltest zu töten. Und dieser Jemand ist […] ein Hexer. Deshalb war klar, dass das nächste Spiel daran anknüpfen und eine Geschichte über Hexer erzählen muss, die aus irgendeinem Grund Könige töten.

Die Folge: The Witcher 2 war laut des Story-Designers gezwungen, sehr politisch zu werden, und es blieb kein Raum, um zu erkunden, wer Geralt ist, seine Familie, seine Geschichte und solche Dinge. Das Team hatte erst in The Witcher 3 die Möglichkeit, darauf wieder einzugehen.

Video starten 1:29:10 "Deutsche Flüche waren zu schwach" - Wie The Witcher 3 Deutsch lernte

Neue Chance im Remake?

Bekanntlich befindet sich derzeit ein Remake von The Witcher 1 in der Unreal Engine 5 in Entwicklung. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass das zuständige Entwicklerstudio Fool's Theory das Ende der Neuauflage anpasst, um die Geschichte des ersten Teils zu einem runderen Abschluss zu bringen.

Artur Ganszyniec glaubt das jedoch nicht. Er hält es für wahrscheinlicher, dass das Remake den Fehler beibehalten wird, um die Verbindung zu The Witcher 2 aufrechtzuerhalten.

Einen Releasetermin für das Witcher Remake gibt es nach wie vor nicht. Die Arbeiten daran laufen bereits seit 2022, wir können also darauf hoffen, noch 2026 erste Bilder und konkrete Infos zu Gesicht zu bekommen.

Wie habt ihr das CGI-Outro von The Witcher 1 damals aufgenommen? Hättet ihr euch ein offeneres Ende gewünscht, wie es die ursprüngliche Vision der Entwickler war, oder hat euch der Kampf gegen den Assassinen sogar richtig gut gefallen?

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