Rein in die Komfortzone
Was mir auch sehr gefällt, ist die neue Komfortmechanik. Wenn ich meinen Passagieren komfortable Fahrzeuge und Stationen spendiere, in denen sie sich wohlfühlen, sind sie auch bei Verspätungen toleranter. Da hilft schon ein Wartehäuschen für die Fahrgäste, damit sie nicht draußen ausharren müssen, bis der Bus endlich kommt. Schlecht gewartete Fahrzeuge hingegen nerven eure Passagiere.
Jedes Personentransportmittel hat so einen Komfortwert, und oft sieht man ihnen schon an, wie bequem oder unbequem sie sind. Beim Daimler Decksitzwagen von 1924 zum Beispiel hockt ein Teil der Passagiere im offenen Oberdeck auf Holzbänken – da tut mir schon bei Zugucken der Hintern weh. In der Junkers Ju 52 hingegen fliegt es sich ganz komfortabel, obwohl »Tante Ju« mit ihrer Wellblechbeplankung ganz schön Krach macht, ich bin mal in einer echten mitgeflogen.
Jung, aufstrebend, dynamisch
Aber was passiert eigentlich mit all diesen Bewertungen, also Belieferungszeiten, Komfort, Ruf, Lärm, Verschmutzung und so weiter? Die landen nicht einfach nur ein den ausführliche Statistiken, sondern wirken sich ganz konkret auf die Städte aus.
Je mehr dieser Werte ich bei einer Stadt im grünen Bereich habe, desto schneller wächst sie. Weitere Wohnhäuser, Industriegebäude und Gewerbebauten entstehen, und damit die Nachfrage nach weiteren Gütern zu den anfänglichen beiden.
Sehr schön ist dabei die Varianz dieser Neubauten, insgesamt gibt’s 450 unterschiedliche Modelle im Spiel, von 1900 bis in die nahe Zukunft (ab 2040 kommen keine neuen Fahrzeuge hinzu, ihr könnt aber weiterspielen). Und weil jeder Bewohner und jede Bewohnerin einen echten Tagesablauf mit Arbeitsplatz, Wohnung und Einkaufsmöglichkeiten hat, sind die Dörfer und Städte auch schön belebt.
Zur Hilfe!
Schon kurz nach dem Start einer Partie trudeln bei mir die ersten Angebote aus der Industrie ein, in Form von kleinen Icons am oberen Bildschirmrand. Per Klick erfahre ich mehr: Ein Sägewerk will sägen, hat aber kein Holz. Eine Raffinerie braucht Arbeitskräfte, und bei Emsbüren läuft das Ausgangslager über – ob ich die vielleicht abholen könnte, bitte? Manche Fabriken tun mir richtig leid, etwa die Lehmgrube im Norden: »Wenn wir nicht bald was zu tun kriegen, müssen wir in fünf Minuten dichtmachen!«
Und schon rattert der Logistikbereich in meinem Kopf: Ich bringe ja sowieso meine Pendler von Lingen nach Annweiler, da könnte ich doch einen kleinen Umweg zur Raffinerie machen und Arbeiter absetzen? Und bei Breitenhagen quillt mein Holzlager eh bald über, da fahre ich einfach Stämme zum quengelnden Sägewerk!
Solche Jobs lohnen sich richtig, aber bevor ihr einen Auftrag annehmt, solltet ihr genau hinschauen. Denn wenn euch später nach Ablauf der Lieferfrist nur eine einzige Ladung Möbel fehlt, ist der Vertrag geplatzt und eine ebenso fette Vertragsstrafe fällig. Das habe ich, äh, mal gelesen.
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