In meiner Heimatstadt Münster gab’s früher eine Eckkneipe mit dem schönen Namen »Heulende Kurve«. Denn hier legten sich die Straßenbahnen in die scharfe Biegung, und das kreischende Geräusch von Metall auf Metall machte die Anwohner wahnsinnig und die Kneipe bekannt. Die Schienen sind längst verschwunden, aus der »Heulenden Kurve« wurde der »Bunte Vogel«. Aber das ist eine andere Geschichte.
Warum ich euch solche Dönekes erzähle? Weil Lärmbelästigung auch in Transport Fever 3 eine wichtige Rolle spielt. Das geht schon beim Start meiner ersten Partie in der Preview-Version los, als ich 1920 stolz mein Fahrzeugdepot bei der kleinen Stadt Lingen platzieren will. Lärm: 60 wird mir da rot angezeigt, und Verschmutzung: 90. Uiuiui.
Vorsichtshalber will ich das Depot weiter weg von Lingen bauen, an einer Straße durch Wälder. Doch jetzt steht da auch noch Reputation: -11%. Was ist da los?
Ist der Ruf erst ruiniert …
In Transport Fever 3 wirken sich meine unternehmerischen Aktionen auf die Bevölkerung aus. Mein Fahrzeugdepot ist laut und stinkt, nahe Anwohner sind davon nur semi-begeistert. Und wenn ich Gebäude wie Lager oder einen kompletten Flughafen platziere und dabei Bäume oder gar vorhandene Wohnhäuser dran glauben müssen, leidet meine Reputation im Gemeindegebiet, also dem Sektor rund um eine Siedlung.
Oft muss ich abwägen: Ein Kopfbahnhof mitten im Ort ist natürlich prima, aber nehme ich das Grummeln der Anwohner in Kauf? Soll ich mein Fahrzeugdepot besser im Nachbargemeindegebiet hinstellen, weil es da noch sauber und ruhig ist?
9:21
Transport Fever 3 - Vorschau-Video: Wir haben es endlich gespielt und erklären die Neuerungen
Auch Fahrzeuge machen Krach und hauen Emissionen raus, ich kann aber zum Beispiel Straßen direkt mit Lärmschutzwänden verlegen, oder auf sauberere Vehikel setzen. Wegpunkte helfen mir ebenfalls, die Bevölkerung nicht zu nerven – so leite ich zum Beispiel Flugzeuge an Städten vorbei, statt sie direkt drüber donnern zu lassen. Das Thema Verschmutzung gab's zwar auch schon früher, aber jetzt ist es ein größeres Spielelement.
Das haben wir gespielt
Wir konnten die Preview-Version bereits seit November mit umfangreich konfigurierbaren Zufallskarten unbegrenzt spielen. Nur die Kampagne war in dieser Beta noch nicht dabei. Wir durften keine Screenshots anfertigen, die Bilder in diesem Artikel stammen daher alle vom Entwickler.
Wichtig sind auch Wartungsgebäude, denn der Zustand meiner Fahr-, Flug- und Schwimmzeuge wird mit der Zeit schlechter, sie stinken mehr und werden langsamer. Doch wenn sie in den Radius eines meiner Wartungsgebäude kommen, bessert sich ihr Zustand beim Passieren langsam.
Komplett ausfallen kann ein Transportmittel übrigens nicht, es plumpsen auch keine Flieger vom Himmel. Sehr schön umgesetzt: Wenn ich Straßen wieder abreiße, erholt sich die Natur, Bäume wachsen langsam wieder nach.
… baut es sich ganz ungeniert
Aber keine Sorge, Transport Fever 3 ist natürlich viel mehr als Lärm, Dreck und klapprige Vehikel. Sondern großartig anzuschauen, mit Städten, Landschaften und Fahrzeugen voller Details. Das Spiel ist nach wie vor eine Transportsimulation, ich baue also keine eigenen Industriegebäude, Geschäfte oder Wohnhäuser, sondern Bahnhöfe, Häfen, Flugplätze. Ich verlege Straßen und Schienen, baue Brücken und Tunnel, plane Linien und setze Trucks, Straßenbahnen, Schiffe und so weiter darauf.
So verbinde ich vorhandene Industrien (es gibt über 35 Typen) mit Städten, bringe Einwohner zum Arbeitsplatz und zurück oder in den Nachbarort. Das funktioniert schon jetzt sehr gut, ruckzuck habe ich mehrere Linien angelegt. Meine antiken Dampflastwagen bringen Baumstämme vom Holzfällercamp ins Sägewerk, laden die Stämme ab und warten, bis die fertigen Bretter aufgeladen sind. Weiter geht’s damit nach Altenroda, denn Bretter sind eines der beiden Güter, die hier nachgefragt werden.
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