50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Die Twitch-Oscars wurden verliehen, doch es gab so viele Skandale, dass niemand über die Gewinner spricht

Die diesjährigen Streamer Awards sollten eigentlich die größten Creator des Jahres feiern. Doch am Ende sprachen alle nur über peinliche Momente, einen Bühnensturm und andere Kontroversen.

Die Twitch-Oscars haben auch dieses Jahr wieder für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Immerhin hat dieses Mal niemand auf seinen Preis gepinkelt. Die Twitch-Oscars haben auch dieses Jahr wieder für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Immerhin hat dieses Mal niemand auf seinen Preis gepinkelt.

Eigentlich sollten die Streamer Awards 2025 am 6. Dezember im Wiltern Theatre die Besten der Besten ehren. QTCinderella lud zur fünften Ausgabe der Gala, um Creator wie IShowSpeed (Streamer of the Year) oder CaseOh (Gamer of the Year) auszuzeichnen.

Doch am Ende wirkten die Trophäen fast irrelevant: Die Show wurde von einer Welle aus »Cringe«, politischem Streit und merkwürdigen Egodramen überschattet. Was als professionell produzierte Preisverleihung geplant war, wirkte stellenweise wie ein Unfall, bei dem niemand wegsehen konnte. Wir dröseln für euch auf, was am Wochenende vorgefallen ist.

Die große Cringe-Parade

Der wohl unangenehmste Teil des Abends spielte sich direkt auf der Bühne ab – und zeigte schmerzhaft deutlich, wie seltsam die Dynamiken unter den Top-Streamern mittlerweile sind.

Den Anfang machte ein klassischer »Kanye-West-Moment« beim Award für den »Breakout Streamer«. Als FaZe Adapt seinen Preis entgegennehmen wollte, stürmte die Influencerin India Love unangekündigt auf die Bühne.

In einer Szene, die vor Fremdscham kaum zu ertragen war, riss sie das Mikrofon an sich und erklärte, dass eigentlich DDG oder Raki hätten gewinnen müssen. »Wir respektieren dich, aber Raki hätte gewinnen müssen!«, rief sie ins Publikum. Die Aktion wirkte weniger wie ein echtes Statement und mehr wie der verzweifelte Versuch, viral zu gehen – was mit gellenden Buhrufen aus dem Saal quittiert wurde.

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Doch der eigentliche Tiefpunkt folgte kurz darauf bei einer Moderation von FanFan. In einem Segment über Kai Cenat machte sie einen riskanten Witz und gratulierte ihm sarkastisch zu seiner »neuen Doku mit 50 Cent« – eine Anspielung auf den Skandal um P. Diddy.

Was dann passierte, sagt viel über die Machtverhältnisse auf Twitch aus: Es herrschte Totenstille. Nicht unbedingt, weil der Witz schlecht war, sondern weil im Saal scheinbar pure Angst herrschte, über den mächtigsten Streamer auf Twitch zu lachen.

Diese seltsame Atmosphäre nutzte Streamer Tylil sofort für sich. Er schnappte sich das Mikrofon und wies sie in bester Will-Smith-Manier zurecht: »Wenn du Witze machst, dann lass sie wenigstens lustig sein.«

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Für viele Zuschauer wirkte Tylils Einsatz jedoch nicht heldenhaft, sondern wie pure Speichelleckerei. Der Vorwurf: Er habe den Vibe der Show bewusst gekillt und »White Knight« gespielt, nur um bei Kai Cenat Sympathiepunkte zu sammeln und seinen Platz im inneren Kreis zu sichern.

  • Exposedpouch: Es war gar kein so schlechter Witz, Kai macht in letzter Zeit während Mafiathon 3 ständig Witze über Diddy. Tylil sollte aufhören, so hart zu schleimen.
  • Acceptable-Way-9672: Nicht Tylil, der das Mikrofon wegreißt, um Daddys Ehre zu schützen, lol.
  • isnoe: Ich glaube einfach nicht, dass dieses Publikum auf irgendetwas reagiert, das auch nur ansatzweise als schlechte PR gelten könnte. [...] Ich glaube, die Witze zünden einfach nicht, weil sie es mit einem Publikum zu tun haben, das nicht wirklich lachen kann, ohne ein mögliches Collab zu riskieren.

Video starten 23:22 Warum schauen wir Twitch, statt selbst zu spielen?

Zensur, Politik und noch mehr Kontroversen

Abseits der großen Bühnen-Dramen brodelte es an vielen anderen Ecken. Hier sind die weiteren Aufreger, die aktuell die Community spalten:

  • HasanAbis »Mao-Outfit«: Der Polit-Streamer und Champagner-Sozialist HasanAbi erschien in einem Anzug, der stark an die typische Kleidung von Mao Zedong erinnerte. Da Hasan erst kürzlich von einer kontrovers diskutierten Reise aus China zurückkehrte, die ihm Propagandavorwürfe einbrachte, wirkt das Outfit wie bewusste Provokation oder ein geschmackloses politisches Statement.
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  • Zensur-Vorwürfe: Noch während der Show beschwerte sich xQc, dass er und Asmongold in den großen »Year in Review«-Zusammenschnitten komplett fehlten. Der Verdacht: Hasans Head-Editor, der an der Produktion beteiligt war, habe die beiden aus persönlicher und politischer Abneigung aus den Highlights herausgeschnitten. Für viele ein Beweis, dass die Show nicht neutral war.
  • Der »Erdnuss«-Eklat: Der Preis für den Best VTuber ging an TheBurntPeanut. Das Problem: Er ist gar kein VTuber, sondern nutzt lediglich ein Bild einer Erdnuss als Avatar. Vielmehr distanzierte er sich immer wieder von der Szene und machte sich sogar über sie lustig. Die echte VTuber-Community fühlt sich durch diese Wahl und die Nominierung eines »Joke-Charakters« beleidigt und nicht ernst genommen.
  • Produktions-Chaos: Neben den inhaltlichen Problemen kämpfte der Stream mit Audio-Glitches und Regie-Fehlern, was dem Event online schnell den Ruf eines »Dumpster Fires« einbrachte.

Am Ende des Abends stand zwar IShowSpeed mit der wichtigsten Trophäe in der Hand da, aber seien wir ehrlich: Das eigentliche Highlight war das absolut chaotische Drumherum. Ob ihr das nun als Unterhaltung genießen könnt oder nur noch den Kopf schüttelt: Wir können wohl schon mal das Popcorn für 2026 bereitstellen.

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