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Twitch: Schwere Vorwürfe wegen Tierquälerei gegen einen Top-Streamer versetzen die Community in Aufruhr

Schwere Vorwürfe auf Twitch: Hasan Piker soll seinen Hund live vor der Kamera gequält haben – die Community liefert erdrückenden Beweise gegen ihn.

Twitch-Star Hasan Piker zieht im Schnitt über 40.000 Zuschauer gleichzeitig an. Twitch-Star Hasan Piker zieht im Schnitt über 40.000 Zuschauer gleichzeitig an.

Ein auf Twitch ausgestrahlter Moment entwickelt sich für den kontroversen Politik-Streamer Hasan »HasanAbi« Piker gerade zu einem massiven Skandal: Nachdem seine Hündin Kaya in einem viralen Clip aufjaulte, werfen ihm Tausende Tierquälerei den Einsatz eines Schockhalsbandes vor.

Während Piker, der schon seit längerem mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird, die Vorwürfe vehement bestreitet, scheint eine detaillierte Analyse der Community das Gegenteil zu beweisen.

Was im viralen Clip zu sehen ist

Die Szene, die den Sturm der Entrüstung auslöste, ist recht kurz: Man sieht Hasan Piker live am Streamen, während seine Hündin Kaya im Hintergrund auf einem Bett ruht. Als das Tier aufsteht, reagiert Piker wütend und greift nach vorn. Unmittelbar danach jault Kaya laut auf und legt sich wieder hin.

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Für viele Zuschauer war der Zusammenhang eindeutig: Sie gehen davon aus, dass Piker außer Sichtweite der Kamera den Auslöser für ein Schockhalsband betätigt hat, um seine Hündin zu maßregeln.

Die Community liefert Beweise

Obwohl Hasan Piker behauptet, es handle sich um ein harmloses Vibrationshalsband, und das Jaulen seiner Hündin damit erklärt, dass sie sich beim Aufstehen vom Bett verletzt habe, haben Nutzer im Netz akribische Detektivarbeit geleistet.

Die Analyse der Community zeigt auf:

  • Die allgemeine Form des Gehäuses, die Position eines seitlichen Details sowie das beleuchtete Panel auf der Vorderseite des Geräts an Kayas Hals stimmen exakt mit dem Modell überein, das Elektroschocks abgibt.
  • Das reine Vibrationsmodell, das Piker angeblich verwendet, weist eine andere, flachere Bauform auf und ihm fehlt das markante seitliche Detail des Schock-Modells.
  • Piker versuchte offenbar, verräterische Stellen mit schwarzem Isolierband abzudecken.
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Diese Beweise stehen im krassen Widerspruch zu Pikers Verteidigung und legen, auch wenn es nicht zu 100 Prozent bewiesen ist, den dringenden Verdacht nahe, dass es sich bei dem von ihm verwendeten Gerät tatsächlich um die Schock-Variante handelt.

Die Debatte verschärfte sich weiter, als die Community ältere Videos ausgrub, die Pikers Umgang mit seinem früheren, inzwischen verstorbenen Hund zeigen sollen. In den wieder aufgetauchten Clips ist zu sehen, wie er dem Hund so stark am Schwanz zieht, dass dieser kurzzeitig den Bodenkontakt verliert.

Besonders verstörend ist eine Szene, in der Piker zu seinen Hund erneut am Schwanz zieht und sagt: »Bleib. Wenn du jetzt losrennst, bringe dich verfickt noch mal um. Ich bringe dich wirklich vor allen um.«

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In Deutschland verboten und strafbar

Die rechtliche Lage hierzulande wäre für Piker, der in den USA lebt, besonders brisant: Der Einsatz von Elektroreizgeräten bei der Hundeerziehung ist in Deutschland seit 2006 durch das Tierschutzgesetz verboten. Das Gesetz untersagt explizit, einem Tier »erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden« zuzufügen – das gilt auch bei der Ausbildung von Jagd- und Polizeihunden.

Schockhalsbänder fallen eindeutig unter dieses Verbot. Sie gelten als tierschutzwidrig, da sie auf Schmerzreizen basieren und bei Tieren zu Angstzuständen, chronischem Stress und Verhaltensstörungen führen können. Ein Verstoß kann mit empfindlichen Geldstrafen geahndet werden.

Pikers Verteidigung und die Reaktionen der Szene

Angesichts der erdrückenden Bildbeweise wirkt Hasan Pikers Verteidigung zunehmend unglaubwürdig. Er bleibt bei seiner Darstellung, es sei ein Vibrationshalsband mit einem AirTag und seine Hündin sei unglücklich aufgetreten. Auf seinem Instagram-Konto stellt den Aufschrei sogar als koordinierten Angriff von Far Right- und Israel-Unterstützern dar:

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Andere große Streamer reagierten deutlich: Sein langjähriger Kontrahent Ethan Klein vom H3 Podcast sprach von »entsetzlicher Tierquälerei«. Felix »xQc« Lengyel warf Piker vor, er würde sein Publikum »gaslighten«, also gezielt in die Irre führen, um von der Wahrheit abzulenken. Harley Morenstein vom YouTube-Kanal Epic Meal Time stört sich zudem an Pikers Verhalten gegenüber seiner Hündin:

Ich habe mein ganzes Leben lang Hunde gehabt. Noch nie hat einer von ihnen vor Schmerzen gejault, ohne dass ich aufgehört hätte, mit dem zu verfahren, was los war. Wir können den ganzen Tag über das Halsband diskutieren, aber es ist 100 Prozent Psycho-Scheiß, wenn man seinen Hund vor Schmerzen schreien sieht und es bewusst ignoriert.

Ob Twitch Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen wird, scheint mehr als fraglich: Piker gilt als einer der Lieblingsstreamer von Twitch-CEO Dan Clancy, der ihm persönlich ein Geburtstagsständchen sang. Diese öffentlich zur Schau gestellte Nähe lässt vermuten, dass der Top-Streamer trotz der erdrückenden Beweislage und der schwerwiegenden Vorwürfe keine ernsthaften Maßnahmen vonseiten der Plattform zu befürchten hat.

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