USA - Neuestes U-Boot der Navy wird teilweise mit Xbox-Controller gesteuert

Ein neues Angriffs-U-Boot der US-amerikanischen Navy setzt auf ein etwas ungewöhnliches Hilfsmittel. Das digitale Periskop wird mit einem Xbox-360-Controller gesteuert.

von Martin Dietrich,
21.03.2018 17:05 Uhr

Die Navy der USA nutzen bei einem ihrer U-Boote einen Xbox 360 Controller.Die Navy der USA nutzen bei einem ihrer U-Boote einen Xbox 360 Controller.

Seit letzter Woche schippert ein neues Angriffs-U-Boot bei der US Navy mit. Die USS Colorado ist mit der aktuellsten Technologie ausgestattet, kann Tomahawk-Raketen abfeuern, Spezialeinsatztruppen transportieren und verfügt über die neusten Spionage-Werkzeuge.

Kostenpunkt des rund 115 Meter langen Militärfahrzeugs: 2,7 Milliarden Dollar. Doch an Bord findet man auch relativ günstige Hardware. Offiziere der USS Colorado benutzen zur Kontrolle einiger Steuerungselemente einen Xbox-360-Controller.

Genauer gesagt, kontrolliert die Besatzung mit dem Controller die Masten des U-Boots. Dort sind Sensoren verbaut, die das klassische Periskop ersetzt haben und größtenteils digital funktionieren. Wie USA Today berichtet, ist die USS Colorado das erste Angriffs-U-Boot, das auf Xbox-360-Controller vertraut.

Xbox-Controller wesentlich billiger und leichter zu handhaben

Die Gründe für diese skurrile Anschaffung sind recht pragmatisch. Die vorherigen, speziell angefertigten Joystick-ähnlichen Steuerknüppel waren vielen Crew-Mitgliedern zu unhandlich und zu schwer. Mit einem Spiele-Controller kannte sich viele Besatzungsmitglieder besser aus, Gamer brauchen praktisch kein Training. Außerdem spart die Navy hier zumindest ein wenig Geld. Statt den 38.000 Dollar teuren Joysticks braucht das Militär nur 25 bis 40 Dollar für einen Xbox-Controller von der Stange hinblättern.

Nicht zum ersten Mal nutzt das Militär Gaming-Controller. Beispielsweise kam es schon vor, dass Drohnen, Roboter zur Bombenentschärfung und Trucks mit Laser-Kanonen per Xbox-Controller gesteuert wurden.

Plus-Report: Werkzeuge in Spielen - Hör mal, wer da hämmert

Quellen: USA Today, Gizmodo


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