Assassin's Creed nach Zahlen statt kreativer Spiele: Wie drei große Fehler Ubisoft ruiniert haben

Das alte Ubisoft war legendär. Für Redakteur Michi lässt sich der Abstieg des Assassin's-Creed-Erfinders im Rückblick an drei Fehlern festmachen.

Michi erinnert sich noch gut an die gute alte Zeit mit Ubisoft. Doch das ist lang her. Michi erinnert sich noch gut an die gute alte Zeit mit Ubisoft. Doch das ist lang her.

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Es sieht nicht gut aus für Ubisoft. Die Fans sind seit Jahren von den Spielen enttäuscht, die Aktienkurse auf Talfahrt und jetzt streiken die Angestellten nicht nur, sie fordern sogar den Rücktritt vom Chef. Das, was früher mal einer der wichtigsten Publisher der Welt war, steckt seit Jahren in einer Abwärtsspirale, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Zu teure Entwicklung, zu viele Flops und vor allem - zu wenig Mut für eigene Ideen.

Dabei war das mal ganz anders. Denn ich kann mich noch gut an die Zeit zurückerinnern, in der ich Ubisoft und seine Spiele geliebt hab. Ubisoft, das waren immer die ein bisschen schrulligen Typen mit den Just-Dance-Einlagen, komischen Schreiviechern und den mutigen, kreativen Spielen. Ja, und halt Splinter Cell.

Aber damit ist es jetzt wohl für immer vorbei. Im Rückblick sind es in meinen Augen drei Stationen der Firmengeschichte, die für die aktuelle Krise mitverantwortlich sind. Zwei davon haben mit Assassin's Creed zu tun - und weil dieser Artikel eine Zeitreise ist, fangen wir rückwärts an.

Michael Obermeier
Michael Obermeier

Michi ist seit 2006 bei GameStar und hat inzwischen mehr seiner eigenen Videos wieder vergessen, als andere in ihrem ganzen Leben jemals machen dürfen. Manche davon zurecht, ein paar waren aber auch echt ganz in Ordnung. Bevor er beim Video-Team weit über 1.000 Folgen GameStar-News gemacht hat, hat er im Content Management GameStar.de zusammengebaut und sich für "Die Redaktion" Hosenbeine und seinen Ruf ruiniert. Privat spielt er auf PC und Konsole so ziemlich alles (außer Fußball und Globalstrategie), ist aber zuallererst ein riesiger Koop- und Singleplayer-Story-Fan. Heute lebt der gebürtige Münchner im niederländischen Den Haag, wo er mehr internationalen Schaden anrichten kann.

#3 - Wendepunkt Wikinger

Assassin's Creed Valhalla - kaum ein Spiel steht so stellvertretend für den komplett aus den Fugen geratenen Open-World-Wahnsinn bei Ubisoft. Allein 70 Stunden dauert da die Hauptquest, 150 Stunden, wenn man allen Nebenkram macht und wenn man auch noch die endlosen DLC-Erweiterungen darauf rechnet, dann verschlingt dieses Monster-Spiel 300 Stunden Spielzeit. 

Und die wollen erst einmal entwickelt werden, weshalb Ubisoft da über Jahre mehr als 1.000 Leute aus 15 verschiedenen Studios darauf wirft. Analysten schätzen, dass die Entwicklung zwischen 150 und 175 Millionen Dollar gekostet hat. Und das muss Ubisoft ja auch wieder reinholen. Also gibt’s Valhalla nicht nur in fünf verschiedenen Spezial-Editionen, sondern außerdem mit einem Ingame-Store und darin eine Wikinger-Schiffsladung Mikrotransaktionen.

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