Es sieht nicht gut aus für Ubisoft. Die Fans sind seit Jahren von den Spielen enttäuscht, die Aktienkurse auf Talfahrt und jetzt streiken die Angestellten nicht nur, sie fordern sogar den Rücktritt vom Chef. Das, was früher mal einer der wichtigsten Publisher der Welt war, steckt seit Jahren in einer Abwärtsspirale, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Zu teure Entwicklung, zu viele Flops und vor allem - zu wenig Mut für eigene Ideen.
Dabei war das mal ganz anders. Denn ich kann mich noch gut an die Zeit zurückerinnern, in der ich Ubisoft und seine Spiele geliebt hab. Ubisoft, das waren immer die ein bisschen schrulligen Typen mit den Just-Dance-Einlagen, komischen Schreiviechern und den mutigen, kreativen Spielen. Ja, und halt Splinter Cell.
Aber damit ist es jetzt wohl für immer vorbei. Im Rückblick sind es in meinen Augen drei Stationen der Firmengeschichte, die für die aktuelle Krise mitverantwortlich sind. Zwei davon haben mit Assassin's Creed zu tun - und weil dieser Artikel eine Zeitreise ist, fangen wir rückwärts an.
#3 - Wendepunkt Wikinger
Assassin's Creed Valhalla - kaum ein Spiel steht so stellvertretend für den komplett aus den Fugen geratenen Open-World-Wahnsinn bei Ubisoft. Allein 70 Stunden dauert da die Hauptquest, 150 Stunden, wenn man allen Nebenkram macht und wenn man auch noch die endlosen DLC-Erweiterungen darauf rechnet, dann verschlingt dieses Monster-Spiel 300 Stunden Spielzeit.
Und die wollen erst einmal entwickelt werden, weshalb Ubisoft da über Jahre mehr als 1.000 Leute aus 15 verschiedenen Studios darauf wirft. Analysten schätzen, dass die Entwicklung zwischen 150 und 175 Millionen Dollar gekostet hat. Und das muss Ubisoft ja auch wieder reinholen. Also gibt’s Valhalla nicht nur in fünf verschiedenen Spezial-Editionen, sondern außerdem mit einem Ingame-Store und darin eine Wikinger-Schiffsladung Mikrotransaktionen.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.