Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 2: Wild West Online - Western-MMO auf Steam verfügbar, Spieler enttäuscht, Titov-Scam vermutet

Parallelen zu früheren Titov-Spielen sind vorhanden

Im Netz finden sich zudem immer wieder Hinweise auf eine Verflechtung Sergey Titovs mit WWO. Auf Reddit tauchte bereits vor einem Jahr ein Thread auf, der mit angeblichen Beweisen zu Titovs Involvierung Aufmerksamkeit erhielt. Dieser wies darauf hin, dass beispielsweise die Engine der Titov-Spiele immer die Gleiche sei und dass diverse Animationen, Sounds und Grafiken in allen Titov-Titeln vorkommen.

Zudem sei selbst das Foren-Design der Webseiten identisch, ebenso wie die Namensgebung der Domains praktisch immer nach dem gleichen Muster funktioniert: playwarz.com für War Z, playinfestation.com für Infestation, playshatteredskies.com für Shattered Skies und jetzt playwwo.com für Wild West Online.

Zudem verschleiere das Unternehmen hinter WWO die Domainregistrierung über eine Firma namens "Domains By Proxy, LLC". Auch playshatteredskies.com sei so registirert worden. Hinter dem Spiel stand ebenfalls Titov und auch mit diesem machte er sich, nach dem Desaster mit The War Z keinen guten Ruf bei der Community.

Shattered Skies - Screenshots ansehen

Verdächtige Häufung von Zufällen

Das ist jedoch noch nicht alles. Ein vor wenigen Tagen erschienener, neuer Thread stellt weitere Parallelen zur Debatte. So erneuerte der Reddit-User den Vorwurf der Domainverschleierung und gab zu bedenken, dass playwwo.com genau einen Monat vor der Schließung von The War Z registriert wurde. Die »zufälligen Parallelen« hören hier aber noch lange nicht auf.

Neben diversen anderen Hinweisen auf eine Verküpfung Titovs mit WWO, beschreibt der User auf Reddit die örtliche Nähe des Studios hinter Wild West Online zu anderen Unternehmen, in denen Titov seine Finger im Spiel hat. Arktos Entertainment, Titovs Firma und der Publisher von The War Z, hat seinen Sitz weniger als zehn Minuten von DJ2 Enterainment, dem Entwickler von Wild West Online.

DJ2 Entertainment gibt auf seiner Unternehmensseite ein reiches Portfolio an namhaften Spielen an, darunter Sonic the Hedgehog (2019), Life is Strange oder auch Sleeping Dogs. Bemerkenswert dabei ist, dass es sich nicht um Beiträge zu den Spielen selbst handelt, sondern um geplante TV-Serien oder Filme zu den Spielen, an denen die vier Leiter des Studios angeblich als ausführende Produzenten mitwirken. Einige dieser Pläne sind auf diversen Newsseiten wie dem Hollywoodreporter dokumentiert.

Shattered Skies - Pre-Alpha-Gameplay mit Entwickler-Kommentar 26:11 Shattered Skies - Pre-Alpha-Gameplay mit Entwickler-Kommentar

Alter Anwalt, neuer Name

Substanzielles hat DJ2 Entertainment aber offenbar nicht vorzuweisen. Die aufgeführten Titel im Portfolio sind allesamt noch nicht erschienen. Stattdessen gibt es weitere Hinweise auf Titov: Der Anwalt von DJ2 scheint derselbe zu sein, der für Arktos Entertainment die Marken Shattered Skies, Last Man Standing und Infestation: Survivor Stories angemeldet hatte.

Er habe lediglich ein »A« zwischen seinen Vor- und Nachnamen eingefügt. Nun scheint er sich Steven A. Bercu zu nennen, statt Steven Bercu und hat mit dem erweiterten Namen Wild West Online schützen lassen.

Vor diesem Hintergrund scheint es recht unwahrscheinlich, dass aus Wild West Online noch ein gutes Spiel wird. Sergey Titovs The War Z wurde übrigens einige Zeit von Steam genommen, da sich zu viele Spieler massiv beschwert hatten. Er ist seitdem von der Plattform ausgeschlossen worden.

Die einzige Möglichkeit, dennoch etwas auf Steam zu verkaufen, ist über ein undurchsichtiges Firmengeflecht. Sicher können wir uns abschließend nicht sein, dass der berüchtigte Entwickler hinter WWO steckt, doch die Hinweise sind zahlreich. Zumindest von einem Kauf können wir und die meisten Spieler auf Steam aktuell guten Gewissens abraten!

Plus-Report: Abgezockt im Internet - Betrug in Online-Welten

Wild West Online - Alpha-Test im Video: Jetzt schon 40 Euro fürs Western-MMO ausgeben? 3:02 Wild West Online - Alpha-Test im Video: Jetzt schon 40 Euro fürs Western-MMO ausgeben?

2 von 2


zu den Kommentaren (65)

Kommentare(65)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.