Viele von euch mögen Path of Exile 2 gerade vor allem dort, wo es nach der Kampagne weitergeht: im Atlas, bei den überarbeiteten Endgame-Mechaniken, beim Perfektionieren von Builds. Genau deshalb stößt ein Punkt immer wieder auf Kritik: Wer einen neuen Charakter spielen will, muss jedes Mal durch die Story.
Wir haben Grinding Gear Games gefragt, ob alternative Levelwege ins Endgame geplant sind. Die Antwort fällt ziemlich eindeutig aus.
Die Community wünscht sich Abkürzungen
Unter unserem letzten Artikel zu Path of Exile 2 war die Stimmung zwar größtenteils positiv, doch ein Kritikpunkt tauchte in den Kommentaren immer wieder auf: die Länge und der Zwang der Kampagne. Besonders für Spielerinnen und Spieler mit familiären und beruflichen Verpflichtungen wird der Weg ins Endgame oft zur Geduldsprobe.
Hier ist ein Auszug eurer Stimmen aus der Kommentarspalte:
- marcel110891 liebt das Spiel, aber als Familienvater mit Vollzeitjob sei die Länge der Kampagne schlichtweg frustrierend. Er wartet auf eine Möglichkeit, die Story abzukürzen und direkt mit Endgame-Inhalten zu leveln.
- Panthe stimmt voll und ganz zu. Nach 180 Spielstunden war er erst ein einziges Mal im Endgame, weil er gerne neue Klassen ausprobiert. Zumindest für Zweitcharaktere wäre ein Überspringen wünschenswert.
- Extrawurst hat die Story schon über 15 Mal durchgespielt und kann sie schlichtweg nicht mehr sehen. Auch wenn es mittlerweile schneller geht, bleibt es eine öde Pflichtaufgabe.
- El Cativo hält dagegen. Mit rund 16 Stunden Spielzeit für die Kampagne sei das auch bei wenig Zeit an ein paar Abenden gut zu schaffen.
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Path of Exile 2 bekommt endlich das Endgame, auf das Fans seit Monaten warten
Das sagt der Game Director
Wir haben eure Bedenken an die Entwickler weitergeleitet und eine klare Antwort von Jonathan Rogers, dem Game Director von Path of Exile 2, erhalten. Wer auf einen reinen Grind-Weg zum Aufleveln gehofft hat, so wie es etwa in Diablo 4 möglich ist, muss jetzt leider stark sein.
Jonathan Rogers erklärte uns gegenüber Folgendes zu eurer Kritik:
- »Der Fortschritt durch die Kampagne ist ein wichtiger Teil der Charakterentwicklung und das Überspringen ist nichts, was wir tun würden.«
- »Davon abgesehen nehmen wir ständig Verbesserungen an der Kampagne vor, um sie für bestehende Spieler, die wissen, was sie tun, zu straffen. In Update 0.5.0 haben wir eine riesige Anzahl dieser Verbesserungen vorgenommen.«
- »Wir haben viele Objekte hinzugefügt, durch die ihr Dinge leichter finden könnt, und viele Gebiete verkürzt, was die durchschnittliche Zeit für den Abschluss der Kampagne signifikant gesenkt hat.«
- »Darüber hinaus ist es viel schneller, euren zweiten Charakter in derselben Liga zu spielen, da ihr bereits Items mit eurem ersten Charakter gefunden habt.«
Straffen statt streichen
Die gute Nachricht ist, dass Grinding Gear Games das Problem zumindest auf dem Schirm hat: Doch statt die Story komplett optional zu machen, will Grinding Gear Games die bestehende Kampagne für Veteranen so reibungslos wie möglich gestalten. Damit gehen die Änderungen zumindest in die richtige Richtung.
Auch wenn ihr weiterhin durch die Geschichte müsst, hat sich immerhin das Ziel eurer Reise im Vergleich zu früheren Versionen massiv weiterentwickelt. Mechaniken wie Breach oder Delirium bieten jetzt eigene Hub-Bereiche auf dem Atlas und belohnen euch mit eigenen Storylines, die in knackigen Bosskämpfen gipfeln. Es gibt jetzt einen echten roten Faden, der die unzähligen Inhalte sinnvoll miteinander verknüpft und euch eine klare Richtung vorgibt.
Wie seht ihr die aktuellen Anpassungen? Reichen euch die Kürzungen der Gebiete, um auch weitere Charaktere motiviert hochzuspielen, oder wünscht ihr euch auf lange Sicht doch eine komplette Alternative zur Story? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!
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