Wild West Online - Gescheitertes Western-MMO soll reiner PvP-Shooter werden

Wild West Online verabschiedet sich von seinem MMO-Grundgedanken und wird PVP-Elemente mehr in den Vordergrund rücken. Davon erhofft sich der Entwickler viele neue Spieler.

von Martin Dietrich,
16.07.2018 14:25 Uhr

Wild West Online bekommt einen Soft-Relaunch. Der Fokus liegt dabei auf PVP-Kämpfe zwischen Sheriffs und Gesetzlosen. Wild West Online bekommt einen Soft-Relaunch. Der Fokus liegt dabei auf PVP-Kämpfe zwischen Sheriffs und Gesetzlosen.

Wild West Online startet einen weiteren Versuch. Wie die Entwickler im offiziellem Forum ankündigen, hat mit den Juli-Patches ein Transformationsprozess begonnen. Das MMO bewegt sich weg von PvE-Inhalten und stellt dafür mit den nächsten Updates den Kampf zwischen Gesetzlosen und Sheriffs in den Mittelpunkt.

Noch in diesem Sommer soll der Relaunch abgeschlossen sein und vor allem viele neue Spieler ansprechen. Alte Accounts und Charaktere können weitergenutzt werden - ein kompletter Neustart wird es nicht.

Im Mai und Anfang Juli wurden bereits die Fraktionen ein wenig angepasst. Spieler starten nun als »Siedler« und können Verbrecher jagen oder sich ihnen direkt anschließen. Dafür verschwanden die beiden wetteifernden Gangster-Familien McFarlanes und Steeles, denen man zuvor beitreten konnte. Auch das Event um eingenommene Städte zentriert sich nun auf Sheriffs vs. Verbrecher. Spieler mit dem Status »Siedler« werden automatisch einem der Teams zugeordnet, sollten sie an diesem Event teilnehmen.

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Mehr Händler und automatische Quests

In den kommenden Wochen planen die Entwickler zudem, die Rolle der Farmer zu überarbeiten. Die Bauern werden keine Daily Quests mehr vergeben, sondern stattdessen als Händler auftreten und Güter verkaufen. Tägliche und wöchentliche Aufgaben erhält der Spieler dann automatisch ohne weiteres Zutun.

Allgemein soll die Dichte an Händlern in der Spielwelt zunehmen. Nicht jeder Verkäufer bietet dabei die gleichen Preise an. Es soll sich daher lohnen, die Welt nach den besten Deals abzugrasen und Schnäppchen zu finden. Mithilfe eines verbesserbaren Händler-Rufs erhöht sich zusätzlich das Sortiment und verbilligt das Angebot.

Da diese Änderungen momentan Priorität genießen, müssen andere Features hintenanstehen, erklären die Macher. Weibliche Charaktermodelle seien zwar in Arbeit, es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis sie auch wirklich veröffentlicht werden.

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Enttäuschte Spieler

Ob dieser angekündigte Wandel die erhoffte Wende mit sich bringt, bleibt zweifelhaft. Laut den Annäherungswerten von SteamSpy bewegen sich die aktuellen Spielerzahlen von Wild West Online im zweistelligen Bereich. Nach dem Ende der Early-Access-Phase meldeten sich viele enttäuschte Spieler auf Steam und Vermutungen wurden laut, dass der umstrittene Entwickler Sergey Titov hinter Wild West Online steckt.

Dieser hatte sich mit Infestation: Survivor Stories (früher bekannt als The War Z) einen schlechten Ruf erarbeitet. Anscheinend will man das Western-Abenteuer trotz dieser Umstände aber noch nicht aufgeben und durch die Streichung einiger Rollenspiel- und PVE-Elementen in die Erfolgsspur lenken.

Quelle: DJ2 Entertainment

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