Unterwegs mit dem Hammer
Dafür sind die Macher mit Informationen über den weiteren Spielverlauf großzügiger. In The New Colossus wird das U-Boot Evas Hammer als mobile Einsatzbasis dienen. Der Erfinder Seth Roth lebt zum Beispiel mit seinem intelligenten Katzen-Affen Shoshana im Labor, das Vieh hat sein Bett in einem alten Röhrenfernseher. Im zur Kneipe »Club Kreisau« umfunktionierten Torpedoraum etwa quatschen wir mit den Kollegen oder genehmigen uns in der Old Blood Bar einen Drink. Und in der Kantine bekommen wir Nebenquests, die uns mit neuen Aufgaben an bereits besuchte Orte zurückschicken. Denn tatsächlich dürfen wir nun (innerhalb gewisser Vorgaben) bestimmen, wo wir mit Evas Hammer hinfahren, eine Seekarte ersetzt die schnöde Kapitelauswahl früherer Titel. Das kann ein völlig neues Ziel sein, oder ein bereits besuchter Ort, den wir noch mal nach Collectibles abgrasen wollen. Die Zielorte liegen in der Regel in oder um die besetzten USA herum, auch wenn die Entwickler versprechen, dass wir auch sehr ungewohnte Orte besuchen werden. Zu sehen war bisher nur das vom Regime besetzte Roswell, wo sich B.J. als Feuerwehrmann mit Atemmaske tarnt. Schließlich hängen überall in der Stadt Steckbriefe mit seinem Gesicht. Moment mal, Roswell in New Mexico? Da wo die Aliens landen? Vielleicht treffen wir ja sogar Außerirdische, eine Bestätigung dafür gibt es – natürlich – nicht.
Sammelwut
Auch wenn Rüstung und Gesundheit jetzt weitgehend automatisch aufgesammelt werden, muss man die vielen Collectibles im Spiel immer noch von Hand aufklauben – und natürlich erst mal finden. Im Einzelnen haben die Entwickler diese 358 Gegenstände versteckt:
50 Goldbarren
200 Dokumente
15 Spielzeuge des Widerständlers Max Hass
10 Vinyl-Singles des Regime-Plattenlabels »Neumond«
15 Spielkarten
48 Konzept-Artworks
Wir bringen die Band wieder zusammen
Warum sich B.J. überhaupt in die Höhle des Löwen wagt? Das muss er, denn die Hauptaufgabe des Spiels ist es, Widerstandszellen in ganz Amerika davon zu überzeugen, konzertiert gegen das Regime aufzustehen. Dafür trifft sich der Held mit den unterschiedlichsten Rebellenführern, zum Beispiel mit dem Alt-Kommunisten Horton oder der afroamerikanischen Grace, die wegen ihrer Hautfarbe vom Regime unterdrückt wird. Bei diesen Figuren zeigt sich der Aufwand, den Machinegames auf der technischen Seite betreibt. Rund 70 Schauspieler wurden in einem Studio in Los Angeles per Gesichts-Motion-Capture aufgenommen, eine stark aufgebohrte Version der id-Tech-Engine 6 setzt die so entstandenen Modelle in Szene. Dazu kommt aufwändige Sprachausgabe. »Wir haben die Texte teilweise schon vor über einem Jahr geschrieben und aufgenommen,« verrät Jens Matthies. »Das verlangt immense Planung und vor allem Disziplin bei der Umsetzung. Großartige Veränderungen sind da nicht mehr drin. Oder werden verdammt teuer.« Nach dem, was wir in Uppsala gesehen, gespielt und erfahren haben, sind solche Veränderungen aber auch gar nicht nötig. Wenn Machinegames das Niveau unserer Anspielversion halten kann, steht uns im Oktober ein sehr guter, vielleicht sogar hervorragender Shooter ins Haus.

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