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Adventskalender 2019

Seite 2: World of Tanks 1.0 im Test - Nach 7 Jahren ein (fast) neues Spiel

Spektakulär anders

Die neue Core-Engine macht aus den Panzergefechten endlich auch visuell spektakuläre Happenings bei bester Performance. Die Panzer sind viel plastischer, die Effekte sorgen für eine dichtere Atmosphäre. Das fängt beim Mündungsfeuer an, geht über den deutlich sichtbaren Flug von Artilleriegranaten bis hin zu detaillierten Explosionen tödlich getroffener Stahlkisten.

Die Soundkulisse passt sich an: Satt donnern die Kanonen der Stahlorgeln, Querschläger oder Abpraller zischen uns im Surround Sound bedrohlich um die Ohren. Der ordnungsgemäß knatternde Motorensound schneidet durch unbekümmertes Vogelgezwitscher und kurz vor dem Match oder hinter den Kartenrändern wird durch Artilleriesalven oder spektakuläre Flugzeugabstürze eine passende Kriegsstimmung erzeugt.

World of Tanks - Trailer zur neuen Engine: Version 1.0 überarbeitet die Grafik 0:44 World of Tanks - Trailer zur neuen Engine: Version 1.0 überarbeitet die Grafik

Apropos Karten: Sie sind der Grund, dass World of Tanks selbst von gestandenen Veteranen neu gelernt werden muss. Ins Auge sticht zuerst der stark erhöhte Detailgrad. Überall gibt es etwas zu sehen: Gras und Bäume bewegen sich im Wind, im Hintergrund grüßen majestätische Berge und Häuser, Mauern, Felder, Flugplätze und Städte wirken fast lebensecht. Für Ohr und Auge hat World of Tanks einen Homerun gelandet. Einen Panzer durch ein seichtes Flussbett zu steuern und das Wasser realistisch in einer Welle vor uns herzutreiben, das ist echt ein Augenschmaus.

Das Balance-Karussell dreht sich

Mit der Überarbeitung aller Karten hat Wargaming auch gleich die Balance-Keule ausgepackt. Kaum eine altbekannte Position für unsere Panzer ist unverändert. Viele Karten sind erheblich flacher geworden (etwa Fjorde oder Steppen), gleichzeitig wurden beliebte Sniper-Punkte durch neue Hügel entschärft. An anderen Punkten können sich Panzerjäger besser hinter Büschen verkriechen, an gewohnten Camping-Stellen wurde Deckung entfernt. Insgesamt haben wir den Eindruck, dass sich viele Karten seit dem Update 1.0 spürbar dynamischer spielen, dauerhaftes Eingraben schlechter möglich ist und nahezu alle Panzer aktiver gefahren werden müssen.

An anderer Stelle sind die Entwickler allerdings übers Ziel hinausgeschossen. Hatte auf der Karte Fjorde bislang das östliche Team Vorteile, dreht sich mit der Überarbeitung der Vorteil klar gen Westen: Durch deutliche Abflachung des Geländes sind die besseren Sicht- und Schusspositionen umverteilt worden. Zwar lässt sich das durch ein eingespieltes Team kontern - aber wie oft kommt das in den Zufallsgefechten vor? Auch die Artillerie, die bereits in den letzten Jahren mehrfach kastriert worden war, darf indirekte Einschränkungen durch das neue Kartenlayout verzeichnen: Es gibt viel mehr Möglichkeiten für Panzer, "Arty-safe" zu stehen oder zu fahren, etwa durch Felsen, Häuser, Hügel oder Senken.

Hier kommt die Maus: Mit der richtigen Panzerstellung wird die eh schon dick gepanzerte Maus nahezu undurchdringlich. Hier kommt die Maus: Mit der richtigen Panzerstellung wird die eh schon dick gepanzerte Maus nahezu undurchdringlich.

Schlechter wird das Spiel dadurch nicht, es spielt sich aber anders: agiler, dynamischer und erheblich unruhiger. Das gefällt beileibe nicht jedem. Manch einer sieht hier auch ein dauerhaftes Balancing-Problem, aber Fakt ist: Das grundsätzliche Balancing hat Wargaming ganz gut im Griff. Wer also immer schon eine dynamische Kette gefahren ist, wird's freuen: Es gibt mehr zu tun, es ist spannender und die Matches sind - zumindest gefühlt - schneller vorbei.

Forschung für ein Verlustgeschäft

Dadurch kommen wir - ebenfalls gefühlt - etwas schneller an Erfahrung und Credits (die Spielwährung). Damit schalten wir im umfangreichen Forschungsbaum neue Panzer und Module (Kanone, Motor etc.) frei. Unsere Crew will ebenfalls ausgebildet werden: Jedes Besatzungsmitglied hat mehrere Fähigkeiten, die wir trainieren können und die bestimmte Aspekte des Panzers verbessern (beispielsweise Wendegeschwindigkeit oder Sichtweite).

Die Panzer sind nach wie vor in zehn verschiedene Stufen (sogenannte Tiers) aufgeteilt. Je höher wir kommen, desto mehr Erfahrung und Credits brauchen wir, um neue Panzer freizuschalten und sie zu unterhalten (Reparaturen, Munition, Verbrauchsgegenstände). Während es bis Tier 7 noch einigermaßen ohne Echtgeldeinsatz geht, wird es darüber hinaus extrem zeitintensiv, ohne ein Premium-Konto zu spielen. Premiumzeit bringt uns nämlich 50 Prozent mehr Credits und Erfahrung, was bei den Kosten, die uns ab T8 erwarten, durchaus signifikant ist.

Die neuen schwedischen Jagdpanzer (Mitte) sind ziemlich flach und müssen zwischen Reise- und Feuermodus wechseln. Die neuen schwedischen Jagdpanzer (Mitte) sind ziemlich flach und müssen zwischen Reise- und Feuermodus wechseln.

Ab Tier 10 fahren wir regelmäßig Verluste ein. Reparaturen und Versorgungskosten fressen oft sämtliche Verdienste auf, sodass wir gezwungen sind, entweder Echtgeld auszugeben oder dicke Schlachtschiffe mit kleineren Panzern quer zu subventionieren. Mit den neuen Kriegsanleihen und Direktiven hat Wargaming auf den sowieso schon heftigen Grind nochmal draufgesattelt: Mit Anleihen können wir uns noch besseres Zubehör kaufen (etwa einen verbesserten Ansetzer, der die Nachladezeit gegenüber einem normalen Ansetzer nochmal um 2,5 Prozent verringert).

Spielspaß stirbt an Grind

Dafür brauchen wir heftige 5.000 Anleihen. Allerdings bekommen wir die ausschließlich in Großgefechten, einstufigen Zufallsgefechten (also wenn in einem Zufallsgefecht nur T10-Panzer sind) oder in Ranked Battles (Saison). Aber selbst dann müssen wir schon ziemlich gut performen, um sechs bis acht Anleihen zu erhalten. Mit diesen Zahlen würde es rund 625 Spiele dauern, bis wir den Superansetzer haben - den wir dann auf jedem anderen Panzer einsetzen können, was die Balance niedrigerer Spielstufen stören kann.

Hier sehen wir nicht nur einen massiven Grindfaktor, dass uns die Lust daran schon bei der reinen Ansicht der Zahlen vergeht. Viel ärgerlicher ist der dahinter versteckte Pay2Win-Faktor, wie wir im Kasten erklären.

World of Tanks - Ankündigungstrailer zur Version 1.0 1:41 World of Tanks - Ankündigungstrailer zur Version 1.0

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