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Inhaltsverzeichnis
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World of Warcraft - Wie die MMO-Sucht meine Familie zerstört hat

Das Zocken war unser gemeinsames Hobby und führte uns zusammen. Bis für alles andere keine Zeit mehr war. Ein Einblick in das Leben einer süchtigen Familie zur Hochzeit von Blizzards Online-Rollenspiel WoW.

von GameStar Redaktion,
22.01.2019 08:00 Uhr

Der GameStar-Autor verbindet mit World of Warcraft viele Erinnerungen - freudige wie schmerzhafte. In seinem persönlichen Rückblick zeigt er die Gefahren einer Online-Spielesucht auf. Und wie er durch WoW eine engere Bindung zu seinem Vater gewonnen hat.Der GameStar-Autor verbindet mit World of Warcraft viele Erinnerungen - freudige wie schmerzhafte. In seinem persönlichen Rückblick zeigt er die Gefahren einer Online-Spielesucht auf. Und wie er durch WoW eine engere Bindung zu seinem Vater gewonnen hat.

In Tests und Wertungen sprechen wir gern von Suchtpotenzial und meinen das für gewöhnlich positiv. Doch im Extremfall zerstört das, genau wie jede Art von Sucht, Leben. Dies soll aber keine Hasskolumne gegen MMOs im Allgemeinen oder World of Warcraft im Speziellen sein. Im Gegenteil - spielt gemeinsam mit denen, die ihr liebt! WoW war hier lediglich der Auslöser zur Realitätsflucht, es hätte aber ebensogut Glücksspiel, Alkohol oder jedes beliebige Rauschmittel sein können.

Anmerkung der Redaktion: Aus naheliegenden Gründen möchte der Autor anonym bleiben.

Warcraft war eigentlich nie so mein Ding. Ich habe den ersten Teil vor endlos langer Zeit mal auf einem Flohmarkt gekauft, der war ganz nett, mehr aber auch nicht. Ich mochte den Look von Warcraft 2. Die Elfen sahen cool aus. Die Kriegsschiffe. Und die Leichen, die langsam auf dem Schlachtfeld verwesten.

Damals fand sich in jedem Haushalt mit einem PC eine Demo zu diesem Spiel, wahrscheinlich in irgendeiner Sammlung mit Abuse, Blake Stone, Duke Nukem 1&2 und dem ersten Akt von Doom. Warcraft 3 habe ich komplett ignoriert und entsprechend kalt ließ mich schließlich World of Warcraft. Das Setting interessierte mich nicht, die Grafik mit ihren drei Polygonen pro Charakter fand ich hässlich.

Über einen Freund, der komplett außer sich war vor Begeisterung, erhielt ich einen Key für die geschlossene Beta zu Blizzards MMO. War zwar nicht mein Ding, aber bei so einer Gelegenheit schaut man natürlich trotzdem mal rein. Dann habe ich als Taurenkrieger mit einem abartig großen Hammer irgendwelche Schweine weichgeklopft. In Zeitlupe.

Damals hatte man zu Spielbeginn ja nicht wirklich viel auf der Aktionsleiste und zwischen zwei automatischen Angriffen wechselten die Jahreszeiten. Dann was essen und warten, bis das Leben wiederhergestellt ist. Es war mitten in der Nacht, Mulgore war stockdunkel und meine ersten Momente im Spiel waren weder schön noch besonders actionreich.

Ich verbrachte die meisten Wochenenden bei meiner Familie. Mein Vater und mein Stiefbruder hatten mir eine Weile interessiert beim Spielen zugeschaut, also habe ich ihnen den Beta-Account überlassen. Die beiden bekamen absolut nicht genug davon.

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Wir haben unzählige Stunden im Alteractal verbracht. Die schlachten waren zäh, viel zu lange und oft frustrierend. Geile Zeit!Wir haben unzählige Stunden im Alteractal verbracht. Die schlachten waren zäh, viel zu lange und oft frustrierend. Geile Zeit!

Schlachtenatmosphäre

Kurz vor Release hatten wir alle unseren eigenen Account. Ich schaute selbst auch noch mal rein in der Hoffnung, vielleicht doch noch meine Begeisterung für WoW zu entdecken. Das Spiel war immer noch lahm, die Koyoten und Schweine hässlich.

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