Nach 169 Versuchen schafft die weltweit erste WoW-Gilde Sylvanas mythisch zu legen, so haben sie's gemacht

Das sogenannte World-First-Rennen um mythic Sylvanas ist entschieden und die europäische Gilde Echo konnte den Sieg davon tragen. So hat sie es geschafft.

von Marylin Marx,
20.07.2021 14:13 Uhr

Sylvanas wurde zum weltweit ersten Mal auf dem mythischen Schwierigkeitsgrad besiegt. Das sogenannte World-First-Rennen um den ersten Kill des mythischen Endboss aus dem neuen 9.1 Raid ist damit entschieden und die europäische Gilde Echo trägt den Sieg davon.

Bis zuletzt hatten sich die Europäer mit der amerikanischen Gilde Complexity Limit um den Sieg duelliert. Nachdem Complexity Limit vor einigen Stunden eine Pause einlegte, nachdem sie dem dem Sieg äußerst nahe gekommen waren, blieb Echo am Ball und holte den World-First-Kill. Die Freude war riesig, wie ihr sehen könnt (ab 03:04:00):

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Wie hat die Gilde das geschafft?

So ein World First Kill braucht vor allem eines: Koordination und ein eingespieltes Team. In ihrem letzten 169. Anlauf seht ihr einen fast perfekten Durchlauf, bei dem nicht ein einziges Teammitglied stirbt.

So sah Echos Raidaufstellung aus:

  • 2 Tanks: Schutz-Paladin und Braumeister-Mönch
  • 4 Heiler: 2 Heilig-Paladin, 2 Disziplin-Priester
  • 6 Nahkampf-Klassen: 3 Waffen-Krieger, 1 Verwüster-Dämonenjäger, 1 Verstärker-Schamane - 1 Blut-Todesritter
  • 8 Fernkampf-Klassen: 4 Gleichgewichts-Druiden, 2 Dämonologie-Hexenmeister, 1 Arkan-Magier, 1 Treffsicherheits-Jäger

Spannend zu beobachten ist, dass keine Schurken, die aktuell das DPS-Meter anführen, den Raid begleiten.

Blizzard legt auf den letzten Metern Steine in den Weg

Die Besonderheit in Echos-Strategie lag anfangs in Phase 2. In ihr teleportiert euch Jaina Prachtmeer nach Oribos und ihr müsst zusammen mit Thrall Sylvanas hinterher jagen. Dazu erschaffen die beiden Anführer der Horde und Allianz immer wieder neue Brücken, die ihr schnellstmöglich überqueren müsst, um Sylvanas vom Zaubern abzuhalten und die auftauchenden Gegner zu töten.

Mit dieser Phase hatten bereits schon auf heroischem Schwierigkeitsgrad viele Gilden ihre Probleme:

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Auf mythischem Schwierigkeitsgrad werden aber nicht eine, sondern zwei Brücken erschaffen, sodass der Raid sich aufteilen muss, was in weniger Schaden auf den Gegnern und am Ende auch auf Sylvanas resultiert. Echos erster Ansatz war, den Raid nicht aufzuteilen, sondern nur dein einen Blut-Todesritter auf den zweiten Weg zu schicken und so lange zu überleben, bis Phase zwei vorüber ist und die Spieler wieder weiter teleportiert werden - Echo musste also nicht alle Gegner töten und konnte sich auf Sylvanas konzentrieren.

Dieser Schachzug wurde allerdings mitten im World-First-Rennen von Blizzard vereitelt, indem diese einen unangekündigten Hotfix aufspielten, der ein Töten der übriggebliebenen Gegner auf der zweiten Brücke notwendig machte.

Nichtsdestotrotz schaffte die Gilde Echo es auch nach dem Hotfix sehr viel Schaden in der zweiten Phase auszuteilen, wodurch sie mit guten Voraussetzungen in die dritte und letzte Phase starteten und schlussendlich das Rennen für sich entscheiden konnten.

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