Seite 2: X: Rebirth 3.0 im Test - Tausend Schritte Stillstand

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Sammelleidenschaft

Von den ganzen neuen Features hat uns das Crafting am besten gefallen. Das läuft zwar in schmucklosen Textmenüs ab, die Items dafür zu sammeln, ist aber eine nette zusätzliche Motivation. Manche davon können wir Gesprächspartnern abschwatzen, manche finden wir beim Zerlegen von Gesteinsbrocken, manche bekommen wir als Questbelohnung, manche finden wir in Trümmern oder im All schwebenden Containern, die wir erst chirurgisch präzise mit dem Laser aufschießen müssen.

Als Belohnung winken neue Schiffskomponenten wie Schilde und ein stärkerer Antrieb, teure Güter oder Luxuswaren, mit denen wir Händler und andere Kontaktpersonen für Rabatte bestechen können. Die Suche kann zwar mitunter ganz schön dauern, aber wenn man sich nicht darauf fixiert, sondern quasi nebenbei erledigt, ist die Bastelei ein wirklich netter Zeitvertreib.

Die Außenperspektive gibt es schon seit Update 2.5. Zum Spielen ist sie allerdings kaum geeignet. Die Außenperspektive gibt es schon seit Update 2.5. Zum Spielen ist sie allerdings kaum geeignet.

Apropos dauern: Im neuen Teladi-Sektor gibt es keine lokalen Highways, die uns schnell von einem Brennpunkt zum nächsten führen. Da wir für viele der dortigen Aufträge von Pontius zu Pilatus düsen müssen, beschert uns das anfangs extrem viel Leerlauf. Entweder wir überlassen dem Autopiloten das Steuer und lesen nebenher ein Buch oder wir starren minutenlang auf den leeren Raum, bis wir beim nächsten Ziel anlangen.

Immerhin können wir uns die Wartezeit ein wenig mit der Verwaltung unserer Flotte oder Scans der Umgebung vertreiben - vielleicht findet sich ja irgendwo etwas Wertvolles. Erst mit schnelleren Maschinen werden die Zwangspausen erträglich.

Vorsicht, freundliches Feuer!

Die Steuerung hat Egosoft ebenfalls überarbeitet und erweitert. So sind zahlreiche Schnellwahltasten hinzugekommen, um die Wege über die verschachtelten Mausmenüs (die es jetzt auch in einer klassischen Seiten-Leiste gibt) etwas abzukürzen, es gibt neue Statistiken und Kommandos, mehr Hinweise und Hilfen sowie endlich auch eine Profitanzeige, die uns verrät, wie viel Gewinn ein Handel voraussichtlich abwirft.

Ein Pluspunkt ist das Interface für X: Rebirth freilich immer noch nicht. Die Bedienung wirkt stellenweise immer noch arg umständlich und erfordert einige Einarbeitung - wir hatten viele Details seit unseren Touren durch Version 2.51 schon wieder vergessen. Besonders das Management unserer Begleitschiffe und automatisierten Zubringer artet ab einer gewissen Anzahl regelrecht in Arbeit aus, da helfen auch die zusätzlichen Flottenbefehle nicht viel.

X: Rebirth - Screenshots aus dem DLC »The Teladi Outpost« ansehen

Gerade in Kämpfen, wenn jede Sekunde kostbar ist, ärgern uns zudem die trägen und manchmal schlichtweg doofen Aktionen unserer Verbündeten. Kollisionen mit Alliierten sind an der Tagesordnung. Und in der Nähe von Raumstationen sollten wir unsere Staffeln besser erst gar nicht in die Offensive schicken - allzu leicht beschießen sie im Eifer des Gefechts Freund statt Feind, was umgehend mit Ansehensverlust oder gleich mit einer Salve Retour bestraft wird. Warum die Macher das unvermeidbare »Friendly Fire« immer noch so unverhältnismäßig hart bestrafen, ist uns schlicht ein Rätsel.

Viele kleine Nervigkeiten lassen sich inzwischen glücklicherweise mittels Mods umgehen, von denen im Steam-Workshop jede Menge zu finden sind (wenn auch noch nicht alle mit der jüngsten Version kompatibel). Beispielsweise verkürzt das Addon ButterRanges das zeitraubende Abklappern und Scannen von Stationen, indem es die Sensorenreichweite ausdehnt, die Erweiterung Capital Ship Bridge bringt Cockpitgrafiken für Großschiffe und mit No Jump Fuel müssen wir nicht ständig darauf achten, dass alle unsere Frachter genügend Sprit geladen haben. Ein Blick in die Modliste lohnt sich auch für Veteranen auf jeden Fall!

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