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Seite 3: Ubisofts Shooter XDefiant ist ein Millionenerfolg, aber mein Fazit fällt zwiespältig aus

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Ingame-Shop und Mikrotransaktionen

XDefiant ein Live-Service Game, das bedeutet es gibt Mikrotransaktionen. Der Shop kommt aber relativ harmlos daher. Ja, es gibt hier Skin-Pakete für 70 Euro, aber es ist eben nur Kosmetik für Waffen und Charaktere ohne Gameplay-Auswirkungen. Außerdem ist das Spiel ja Free2Play. Spielvorteile kann man sich mit Echtgeld nicht kaufen, nur die DedSec-Fraktion kann man für rund zehn Euro etwas schneller freischalten.

Etwas nervig ist, dass man am Ende einer Runde nicht zuerst das Scoreboard, sondern den Battle-Pass-Fortschritt angezeigt bekommt. Natürlich dürfen hier die großen Schaltflächen »Schalte jetzt 7 Belohnungen frei!« nicht fehlen. Und es ist zwar eine neue Waffe im Battle Pass, die kann man sich aber auch kostenlos erspielen. Für moderne Verhältnisse also alles noch völlig im Rahmen.

Waffen lassen sich aufleveln und mit Skins verschönern. Pay2Win gibt es nicht. Waffen lassen sich aufleveln und mit Skins verschönern. Pay2Win gibt es nicht.

Was dagegen besonders ist: Ubisoft hat es tatsächlich geschafft, den Killfeed zu monetarisieren. Wenn meine Spielfigur stirbt, kann ich nämlich, kein Witz, mit einem Emoji auf den Kill reagieren. Warum? Keine Ahnung.

Ja und was mache ich, wenn die Emojis meine Emotionen einfach nicht richtig darstellen können? Richtig: Dann kaufe ich mir halt ein neues Emoji-Paket für echtes Geld. Wenn Ubisoft mal so viel Kreativität in andere Spielelemente stecken würde wie in die Monetarisierungsoptionen!

Mein Fazit

XDefiant ist ein bunter Multiplayer-Shooter ohne großartig neue Ideen für Spielmodi oder Fähigkeiten, der kein interessantes Setting hat und dessen Waffen weder besonders herausfordernd noch abwechslungsreich sind.

Die größten Argumente für das Spiel sind das Free2Play-Modell und das Fehlen von SBMM im Casual-Modus. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass die allermeisten Leute, die XDefiant ansprechen will, vermutlich gar nicht wissen, was SBMM eigentlich ist oder es ihnen sogar egal ist.

XDefiant will ein lockerer und unkomplizierter Shooter sein, mehr nicht. Und das klappt! Dabei ist XDefiant weder sonderlich kreativ noch wirklich fordernd. Stattdessen hat Ubisoft einfach analysiert, was auf dem aktuellen Markt gut funktioniert und dann gut kopiert.

Das Ergebnis ist ein schneller Shooter mit kurzen Runden. Also das, was Call of Duty seit Jahren macht. Ob XDefiant auf lange Sicht wirklich mit CoD mithalten kann, wage ich zwar zu bezweifeln, aber einen Blick ist es auf alle Fälle wert, gerade weil’s ja kostenlos spielbar ist.

Das Thema Langzeitmotivation könnte aber schon bald ein Problem werden. Ich hab jetzt nach wenigen Spieltagen nämlich schon alle Waffen freigeschaltet und kann die zwar noch einzeln hochleveln, aber wozu?

Spielmodi, Waffen, Map-Design: alles guter Durchschnitt. Spielmodi, Waffen, Map-Design: alles guter Durchschnitt.

Die Standard-Varianten sind bereits sehr nützlich und, wie gesagt, so richtig doll unterscheiden sich die Waffen auch nicht voneinander. Und bei den Fraktionen kann ich ja eh nur weitere Skins freischalten. Also wenn das eigentliche Kern-Gameplay demnächst vielleicht nicht mehr genug ist, was soll mich dann noch weiter motivieren?

Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr von XDefiant haltet. Online sind die Meinungen ja sehr durchwachsen, aber auf Twitch hat das Spiel aktuell rund 50.000 Zuschauer - mehr als Call of Duty: Warzone.

XDefiant hat eben eine Lücke im Free2Play-Markt gefunden und füllt die zwar nicht sonderlich kreativ oder geistreich aus, aber das Grundgerüst ist solide genug, um hier ein paar Stunden das Hirn auszuschalten und bloß mal wieder ein bisschen zu daddeln.

3 von 3


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