Unabhängig davon, was man vom Spiel selbst denkt; dass 1666: Amsterdam überhaupt auf dem Summer Game Fest gezeigt wurde, war eine große Überraschung! Immerhin hat das Action-Adventure eine sehr lebhafte Geschichte und stand schon kurz davor, niemals fertig entwickelt zu werden. Mehr dazu könnt ihr in unserer Preview nachlesen.
Noch größer wurde die Überraschung dadurch, dass direkt eine Demo auf Steam aufgeschlagen ist. Jetzt könnt ihr also plötzlich ein Spiel ausprobieren, das seit 15 Jahren in der Luft hängt. Das haben auch viele Leute direkt gemacht – allerdings ist die Resonanz auf die Demo überraschend negativ.
Bei den Steam-Bewertungen erreicht der Prolog von 1666: Amsterdam nur einen ausgeglichenen Wert, mit 59 Prozent positiven Reviews. Was sind die Gründe dafür?
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1666: Amsterdam - Die ersten 10 Minuten der Demo eines Spiels, mit dem niemand mehr gerechnet hätte
Das sagen die Kritiker von 1666: Amsterdam
1. Zu wenig Gameplay
Ganz wichtig zur Einordnung der Kritik: Die Demo zu 1666: Amsterdam ist sehr kurz. In etwa 30 Minuten könnt ihr sie komplett durchspielen. Genau das ist aber auch eines der Probleme, das viele Leute damit haben. Die Demo zeigt schlicht viel zu wenig von dem, was die Leute im Trailer gesehen haben.
In der Demo spielt man einen kurzen Abschnitt als Hexe, dann recherchiert man kurz in einer Bibliothek, bevor man schließlich durch ein Hotel läuft und ganz am Ende kurz als Katze herumläuft. Das Gameplay beschränkt sich also auf ein Minimum. Viele bezeichnen die Demo als reine Walking Simulation. Dabei gab es im Trailer viel mehr Action zu sehen.
2. Generative KI
Der zweite große Störfaktor bei den meisten negativen Rezensionen betrifft die Berichte von generativer KI bei 1666: Amsterdam. Sowohl auf dem Hauptartwork für das Spiel als auch bei einigen Portraits im Spiel selbst sind den Leuten Ungereimtheiten aufgefallen, die auf die Nutzung von generativer KI hinweisen.
Das sorgt jetzt für dicke Luft bei allen, die auf menschengemachte Kunst in Spielen großen Wert legen. Das Entwicklerstudio Panache Digital hat auf die Vorwürfe auch bereits reagiert und behauptet, dass es sich dabei wohl um ein Versehen handelt:
Link zum Twitter-Inhalt
Einige Leute haben uns Fragen oder Bedenken hinsichtlich der Nutzung generativer KI für Assets in unserem Marketing und Spiel mitgeteilt. Wir haben ein dediziertes Team aus über einem Dutzend talentierter und erfahrener Künstler. Mit ihnen haben wir die fraglichen Assets untersucht und festgestellt, dass tatsächlich einige frühe Versionen von Assets in den Prolog gelangt sind. Dazu gehören einige In-Game-Porträts und externe Marketing-Assets.
Wir prüfen die fraglichen Assets derzeit aktiv. Menschlich erstellte Versionen werden in einem bald erscheinenden Update veröffentlicht. Wir geben diesen Fehler zu und entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten. Bitte seien Sie versichert, dass der Early Access und das vollständige Spiel keine durch KI generierten Assets enthalten werden.
Es gibt auch positive Stimmen
Allerdings wird die Demo natürlich nicht ausnahmslos kritisiert. Mindestens genau so viele Bewertungen sind immerhin positiv, wobei natürlich »ausgeglichen« insgesamt nicht als Qualitätsmerkmal wahrgenommen wird. Trotzdem wollen wir hier ein paar Dinge erwähnen, die von den Leuten gelobt werden. Gerade, weil es sich nur um eine stark heruntergedampfte Demo handelt.
Hauptsächlich werden von den Spielern das Setting, die Atmosphäre und die Welt gelobt. Die Mischung aus dem historischen Amsterdam mit einem düsteren Hexenkult beschreiben viele als unverbraucht und interessant. Auch die Story-Ansätze machen Lust darauf, mehr über die Geschichte und das Mysterium drumherum zu erfahren.
Der Early Access ist schon bald
Womöglich hat sich das Entwicklerstudio mit der Veröffentlichung der Demo trotzdem keinen Gefallen getan. Offensichtlich sollte die Demo nur den Appetit anregen, hat dabei aber viele Erwartungen enttäuscht - womöglich wäre ein Video da der bessere Ansatz gewesen.
1666: Amsterdam ist zudem noch lange nicht zu Ende entwickelt; wer weiß, was sich da noch alles tut. Für 2026 ist ein Early Access geplant, in dem dann hoffentlich mehr vom gezeigten Gameplay steckt.
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