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Seite 3: A Plague Tale: Innocence im Test - Mit Geschwisterliebe gegen die Pest

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Schleichen und Schleudern

Andere Munitionsarten craften wir aus herumliegenden Materialien. Alternativ können wir das Material auch nutzen, um an einer Werkbank unsere Ausrüstung zu verstärken. Basteln wir zum Beispiel mit anderen Bändern eine leisere Schleuder, reagieren Soldaten in der Umgebung nicht mehr so schnell alarmiert, wenn wir diese einsetzen. Werkbänke stehen in unregelmäßigen Abständen in den Levels.

Zu unseren Feinden gehören auch die beklemmenden Rattenschwärme, für die wir Köder oder Feuermunition benötigen. Mit Letzterer zünden wir Lichtquellen an, um die Ratten zu vertreiben, denn die können sich nur im Schatten bewegen. Oder wir löschen sie mit anderer Munition.

Damit entstehen zahlreiche Möglichkeiten, Situationen anzugehen. Zum Beispiel, wenn wir erst eine Lichtquelle verdunkeln, um Ratten aus dem Boden zu rufen und dann blitzschnell die Laterne eines Gegners per Steinschleuder ausknipsen, um ihn so zum Rattenmahl zu degradieren.

Durch viele Tutorial-Einblendungen, klare, sehr lineare Level-Strukturen und Speicherpunkte an jeder Ecke haben wir aber eigentlich fast nie zu befürchten, die falsche Strategie zu wählen. Und wenn doch, macht es nichts. Später können wir uns sogar mit einem Item retten, wenn Soldaten oder Ratten uns erwischen - sofern wir es gerade im Inventar haben. Bei so vielen spielerischen Möglichkeiten hätte der Anspruch deutlich höher sein dürfen.

Ratten haben Angst vor Licht. Deshalb müssen wir es clever gegen sie einsetzen. Ratten haben Angst vor Licht. Deshalb müssen wir es clever gegen sie einsetzen.

Ein sattes Singleplayer-Paket

Mit zehn bis zwölf Stunden Spielzeit aufgeteilt in 17 Kapitel bringt A Plague Tale dafür aber in der Breite mehr als genug Inhalt mit. Außerdem entdecken wir abseits des Weges neben den Hugo-Momenten auch Sammelobjekte mit Beschreibungen, aus denen wir mehr über das Mittelalter lernen. Hat man die verpasst, kann man auch einzelne Kapitel erneut laden. Für genug Wiederspielwert um A Plague Tale noch einmal von vorne anzugehen, sorgen die aber nicht.

Hier hätten wir uns richtige Entscheidungen oder alternative Enden gewünscht, die uns die Beziehung der beiden mit unseren Handlungen beeinflussen lassen - ganz ähnlich wie in der zweiten Staffel von Life is Strange. Trotz dieser Kritikpunkte bietet A Plague Tale aber ein so emotionales und packendes Singleplayer-Erlebnis, wie wir es lange nicht mehr erlebt haben.

Life is Strange 2 im im Episodentest:

>>Episode 1: Ein Spiel über Donald Trumps Amerika
>>Episode 2: Das größte Problem ist der Erfolg des ersten Teils

Video starten 8:08 A Plague Tale: Innocence - Acht Minuten Gameplay aus dem düsteren Mittelalter-Storyspiel

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