Activision Blizzard - Publisher entlässt Finanzchef aus unbekannten Gründen

Activision Blizzard entlässt seinen aktuellen CFO. Der scheint zu Netflix zu wechseln. Eine offizielle Ankündigung seitens des Streaming-Service steht noch aus.

von Mathias Dietrich,
02.01.2019 11:48 Uhr

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Seit der Ankündigung von Diablo Immortal kamen so einige Informationen über die inneren Vorgänge bei dem Entwickler und Publisher Activision Blizzard ans Licht. So soll es mehr und mehr ums Geld gehen und die Spiele in den Hintergrund geraten. Nun hat die Firma vor, Chief Financial Officer Spencer Neumann zu entlassen.

Das gab der Publisher aus Kalifornien am 31. Dezember des letzten Jahres bekannt. So will man Neumann's Vertrag aus nicht näher genannten Gründen terminieren. Diese sollen allerdings »nicht mit der Finanzberichterstattung der Firma in Zusammenhang« stehen.

Derzeit befindet er sich auf einem bezahlten Urlaub und hat die Möglichkeit zu demonstrieren, wieso die Beendigung seines Vertrags nicht gerechtfertigt ist. Wenn er Activision Blizzard wirklich verlassen sollte, so wird Dennis Durkin den Posten des CFO übernehmen.

Neuer Job bei Netflix

Reuters gegenüber teilte eine nicht näher genannte Quelle mit, dass Neumann zu Netflix wechseln und in Zukunft für den Streaming-Service als CFO agieren wird. Noch im Laufe diesen Jahres soll er die neue Stelle antreten. Er wird David Wells ersetzen, der diese Position für 14 Jahre hielt. Dieser kündigte seinen Rücktritt bereits im August letzten Jahres an. Eine offizielle Bekanntgebung seitens Netflix erwartet man innerhalb der nächsten Tage.

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Es ist unklar, ob und welche Auswirkungen der Wechsel des CFO auf die weitere Entwicklung der Spiele des Entwicklers und Publishers haben könnte. Zu denen zählen neben Call of Duty: Black Ops 4 unter anderem auch Diablo 3, Overwatch und Hearthstone.

Scheinbar finanzielle Schwierigkeiten

Erst kürzlich machte die Neuigkeit die Runde, dass Blizzard seinen Entwicklern eine nicht unerhebliche Summe anbietet, wenn diese freiwillig die Firma verlassen. Der Firma zufolge handelt es sich dabei wohl um ein Programm, seinen Angestellten die Möglichkeit zu geben, andere Karrierepfade zu erkunden, ohne sich mit dem Arbeitgeber schlechtzustellen.

Während es diese Möglichkeit schon seit längerem gibt, wurde sie kürzlich von Customer Service Representatives auf die Q&A- sowie IT-Abteilung ausgeweitet. Auch scheint der Publisher derzeit eine interne Kampagne zu fahren, um die laufenden Kosten zu reduzieren. All das lässt deutet darauf hin, dass Activision Blizzard möglicherweise unter finanziellen Schwierigkeiten leiden könnte.

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