Anno 1800: Dächer der Stadt - Wir wissen jetzt, wie ihr bald riesige Hochhäuser baut

Die Anno-Entwickler haben in einem neuen Blogpost endlich alle wichtigen Infos zum kommenden DLC und den neuen Hochhäusern verraten.

von Sören Diedrich,
12.08.2021 17:00 Uhr

Mit Dächer der Stadt erscheint am 31. August 2021 der letzte DLC der dritten Season für Anno 1800. Das große Highlight dieses Inhaltspakets sind ganz klar die Wolkenkratzer. Denn die sind nicht nur eine wahre Augenweide, sondern stellen selbst erfahrene Anno-Experten vor neue Herausforderungen.

Welche das sind und wie das System rund um die Hochhäuser funktioniert, haben die Entwickler in einem neuen Blog-Eintrag erklärt.

Sind Hochhäuser in Anno 1800 historisch korrekt?

Die Entwickler scheuen sich übrigens nicht davor, eine Frage zu beantworten, die immer wieder gestellt wird: Wie realistisch ist es eigentlich, dass in der Zeitepoche von Anno 1800 nun schon Hochhäuser gebaut werden können?

Doch hier wird man recht deutlich: Anno habe schon immer mit der Zeit und den Bezügen zur realen Geschichte gespielt. Ein Vorteil im Vergleich zu anderen Genre-Vertretern ist, dass man in Anno keine Jahreszahlen oder ähnliches sieht.

Das Voranschreiten der Zeit ist an die Bevölkerungsstufe gekoppelt, worunter die historische Genauigkeit etwas leidet. Das Voranschreiten der Zeit ist an die Bevölkerungsstufe gekoppelt, worunter die historische Genauigkeit etwas leidet.

Zudem umspanne Anno 1800 das ganze 19. Jahrhundert. Somit sei man ohnehin schon sehr nahe an der echten Geschichte, wenn es um das Aufkommen der Wolkenkratzer vor allem in Amerika gehe. Das Vergehen der Zeit sei außerdem zwangsweise auch an die Bevölkerungsstufen gekoppelt, damit Spieler auch visuell einen Fortschritt sehen.

Alte Fotos als Referenz: Für die optische Gestaltung hat man sich an alte Fotos und Referenzbilder von frühen Wolkenkratzern gehalten. Dabei hat man stets darauf geachtet, dass Spieler Ingenieurs- von Investorenhäusern unterscheiden können. Nicht zuletzt dank unterschiedlicher Farbpaletten soll auf den ersten Blick klar sein, um welchen Gebäudetyp es sich handelt.

Eines der daraus entstandenen 3D-Modelle könnt ihr hier betrachten:

Anno 1800: Dächer der Stadt Anno 1800: Dächer der Stadt

Wolkenkratzer können modular erweitert werden

Übrigens ist es mit dem einfachen Platzieren eures Wolkenkratzers nicht getan. Denn erstmals in Anno 1800 könnt ihr Gebäude modular nach oben hin erweitern. Bei den Investoren könnt ihr bis zu fünf Stufen aufstocken, bei den Ingenieuren sind es immerhin noch drei.

Jede Stufe steigert die maximale Einwohnerzahl, aber auch deren Bedürfnisse. Auch hier soll übrigens für optische Abwechslung gesorgt sein: Denn jedes Modul existiert in mehreren Varianten, aus denen beim Aufstocken zufällig gewählt wird. Natürlich könnt ihr bei Nichtgefallen auch manuell noch mal Hand anlegen.

Mit dem Platzieren eines Wolkenkratzers kommen auch neue Herausforderungen ins Spiel:

  • Jeder Wolkenkratzer kostet euch Unterhalt und gerade größere Modelle greifen sehr tief in eure Stadtkasse.
  • Der neue Panorama-Effekt gewährt clever platzierten Gebäuden Buffs, die zum Beispiel den Unterhalt senken können, mehr dazu weiter unten.
  • Wenig überraschend müssen auch neue Bedürfnisse mit neuen Produktionsketten und Gebäuden erfüllt werden

Die Bewohner eurer neuen Wolkenkratzer haben natürlich auch frische Bedürfnisse, die gestillt werden wollen. Die Bewohner eurer neuen Wolkenkratzer haben natürlich auch frische Bedürfnisse, die gestillt werden wollen.

Änderungen am Warenverbrauch

Die Wolkenkratzer mit all ihren Neuerungen zwangen die Entwickler auch dazu, die Art und Weise zu verändern, wie die Spiel-Engine den Warenverbrauch kalkuliert. Denn nun können auch erstmals unterschiedliche Bevölkerungsklassen in einem Gebäude wohnen.

Bislang war das Verbrauchssystem auf »Ein Haus pro Bevölkerungsstufe« ausgerichtet, was die Sache einfach machte. Man konnte den Bedarf pro Bevölkerungsstufe auf der Grundlage eines Hauses festlegen.

Mit den kommenden Wolkenkratzern funktioniert es nun jedoch anders: Die Häuser verbrauchen deshalb nun Waren auf Grundlage der maximal möglichen Gesamtbevölkerung. Die Entwickler betonen aber, dass Spieler von dieser größeren Änderung im Hintergrund nichts merken werden. Wie viel beschaulicher war da doch im Vergleich das mittelalterliche Städtebauen in Anno 1404. Ob sich das heute immer noch gut gegen den Nachfolger schlägt, haben wir kürzlich getestet:

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Die Balance aus Warenverbrauch und anfallenden Unterhaltskosten beim Wolkenkratzerbau in Dächer der Stadt war laut den Entwicklern jede Menge Arbeit. Als Resultat dieser fleißigen Balancing-Änderungen werden Spieler auf Wunsch einen neuen Schwierigkeitsgrad auswählen können.

Alle bereits erschienenen Inhalte der Season 3 könnt ihr euch auch noch einmal im Übersichtstrailer anschauen:

Anno 1800 - Trailer stellt die komplette 3. Season vor 3:32 Anno 1800 - Trailer stellt die komplette 3. Season vor

Ihr spielt in Vorbereitung auf den Wolkenkratzer-DLC Dächer der Stadt schon wieder fleißig Anno? Dann haben wir die idealen Tipps für alle Addons, damit ihr eure Inseln bestens ausbauen könnt:

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Anpassungen der Benutzeroberfläche

Bei der Benutzeroberfläche musste man ebenfalls Hand anlegen. Sowohl Investoren- als auch Ingenieurshäuser können zu Wolkenkratzern aufgewertet werden. Ingenieure können jedoch auch einfach nur zu Investoren aufsteigen. Daher musste man die Elemente so anpassen, dass man zwischen diesen beiden Aktionen wählen kann.

UI-Änderungen für mehr Komfort: Auch die Oberfläche der Wolkenkratzer durchlief mehrere Stadien. Nützlich dürfte vor allem die Option sein, auf Wunsch alle Hochhäuser hervorheben zu lassen, die ausgebaut werden können. Hier kann man schön sehen, dass man sich bei einer gelungenen UI selbst über kleinste Dinge Gedanken machen muss:

Die Wolkenkratzer-Oberfläche gab es in mehreren Iterationen, ehe man zum jetzigen Design gelangte. Die Wolkenkratzer-Oberfläche gab es in mehreren Iterationen, ehe man zum jetzigen Design gelangte.

So funktioniert der Panorama-Effekt

Der Panorama-Effekt ist simpel zu verstehen, fügt der Städteplanung aber einen weiteren spannenden Faktor hinzu: Wo sollen eure riesigen Wolkenkratzer stehen? Denn eure Bewohner legen natürlich auch weiterhin Wert auf eine ansprechende Ästhetik eurer Stadt. Wer von euch wäre schon froh darüber, beim Blick aus dem Fenster direkt auf das nächste Beton-Ungetüm zu starren?

Ihr müsst also clever bauen: Der Panorama-Effekt erhöht nämlich nicht nur die maximale Anzahl der Bewohner eines Wolkenkratzers, sondern reduziert die Unterhaltskosten und sorgt für zusätzliche Bewohner. Negativ auf den Effekt wirkt es sich hingegen aus, wenn der Wolkenkratzer von anderen Hochäusern gleicher oder höherer Höhe umgeben ist.

Daher bekommt ihr bei der Auswahl eines Gebäudes nun farblich signalisiert, ob benachbarte Wolkenkratzer einen positiven oder negativen Einfluss auf den Panorama-Effekt haben - grün ist positiv, doch bei einer braunen Unterlegung solltet ihr euch noch einmal Gedanken über die Platzierung machen. Bei den Farben habe man darauf geachtet, dass sie auch für Farbenblinde geeignet sind.

Die riesigen Wolkenkratzer könnt ihr nicht einfach irgendwo in die Landschaft setzen. Das bringt nämlich die Bewohner zum Meckern. Wer clever baut, erhält dafür nützliche Buffs. Die riesigen Wolkenkratzer könnt ihr nicht einfach irgendwo in die Landschaft setzen. Das bringt nämlich die Bewohner zum Meckern. Wer clever baut, erhält dafür nützliche Buffs.

Der Panorama-Effekt soll noch weitere Nuancen besitzen, die sich auch auf die Optik der Gebäude auswirken sollen. Mehr dazu sollen Spieler im zweiten DevBlog erfahren, mit dem schon bald gerechnet werden kann.

Alle weiteren wichtigen Infos zu den bereits erschienenen Erweiterungen aus Season 3 findet ihr in unserem großen Übersichtsartikel.

Wie gefallen euch die Änderungen, die mit den Wolkenkratzern ihren Einzug ins Spiel finden? Wird euch der neue DLC erneut vor den Rechner fesseln? Schreibt es uns in die Kommentare!

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