Assassin's Creed Valhalla: Wie Stealth funktioniert - und vergraulte Fans zurückgewinnen will

Die versteckte Klinge ist zurück! In Assassin's Creed Valhalla soll Stealth wieder mehr sein wie früher. Wir haben's gespielt und sagen: Ja, aber ...

von Dimitry Halley,
04.08.2020 15:17 Uhr

Assassin's Creed Valhalla gibt euch die versteckte Klinge zurück. Assassin's Creed Valhalla gibt euch die versteckte Klinge zurück.

Assassin's Creed Valhalla rudert zurück. Und das nicht nur im Wikinger-Drachenboot. Nachdem Vorgänger Odyssey mit stolzem Haupt in Richtung Rollenspiel vorstieß und beispielsweise Rüstungs- und Waffenwerte klar in den Vordergrund schob, will Valhalla sich wieder mehr wie ein echtes Action-Spiel anfühlen. Odyssey sorgte nämlich durchaus für Gemecker unter den Fans.

Dass ein Schleichangriff oft nicht ausreicht, um einen Gegner auf die Bretter zu schicken, machte die ganze Leisetreterei zu einer unbefriedigenden Angelegenheiten. Das monierten auch wir im GameStar-Test zu Assassin's Creed: Odyssey. Assassin's Creed Valhalla will hier Besserung schaffen. Denn die versteckte Klinge kehrt zurück.

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Auch wenn Eivor in Valhalla nicht länger mit Leonidas' Speer herumrennt, funktioniert das Schleichen rein spielmechanisch genau wie in Assassin's Creed: Origins und Odyssey. Auf Knopfdruck gehen wir in die Hocke, verbergen uns in hohem Gras oder hinter Deckungen, pirschen uns an Feinde heran und drücken die Meucheltaste. Anders als in Odyssey tötet diese Aktion jetzt allerdings (fast) ausnahmslos.

Normale Gegner sterben durch die versteckte Klinge augenblicklich. Es gibt zwar immer noch einen Schadenswert für Stealth-Angriffe, den müsst ihr aber vor allem für Bossgegner und hochrangige Offiziere der feindlichen Fraktion hochschrauben. Damit das nicht wie in Odyssey den Spielspaß abwürgt, haben sich die Entwickler einen Trick überlegt: Quick Time Events.

Wenn ihr einen Schleichangriff gegen besonders starke Feinde ausführt, die ihr mit eurem gegenwärtigen Schadenslevel eigentlich nicht instantan töten könnt, startet ein kleines Quick Time Event. Drückt ihr im richtigen Augenblick die richtige Taste, ignoriert das Spiel euren Schadenswert und bringt den Feind direkt um die Ecke. Im folgenden Video könnt ihr das bei Minute 17:52 sehr gut sehen:

Link zum YouTube-Inhalt

Vergeigt ihr die Aktion, verursacht ihr immer noch hohen Schaden. Der berechnet sich allerdings aus euren Skillleveln und Waffenwerten - hier dürft ihr also nicht mit einem direkten Kill rechnen.

Social Stealth kehrt zurück

Weil Eivor den eigenen Wikinger-Appeal sehr offen zur Schau trägt, muss zusätzliche Tarnung her. Social Stealth kehrt zurück. Wie in früheren Serienteilen könnt ihr euch nun in Gruppen tarnen, um beispielsweise unter Angelsachsen nicht weiter aufzufallen. Wie wichtig das Feature letztlich ausfällt, ist derzeit noch unklar - die Frage danach aber durchaus relevant.

Denn während unserer eigenen Anspiel-Session spielte Stealth bloß eine kleine Rolle. Die meisten Auseinandersetzungen klärt Eivor mit dem eigenen Drachenboot - und einer ganzen Horde blutrünstiger Wikinger, die Festungen stürmen und Feinde verkloppen. Auch das Markieren von Feinden per Rabe funktionierte in der Demo noch nicht.

Auf dem Papier wird Stealth also mächtiger denn je, in der Praxis könnte es jedoch auch unwichtiger denn je werden. Schade wär's, denn wir halten das überarbeitete Stealth-System für einen klaren Fortschritt gegenüber Odyssey. Mehr zu unserem ersten Anspiel-Eindruck von Assassin's Creed Valhalla:

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