Battlefield 2042: 6 Dinge, die ein Day One Patch dringend fixen muss

Kaputte Waffen, chaotische Spawns und wenig Spaß mit Freunden: Wir sammeln, was ein Day One Patch zum Release von BF 2042 dringend geradebiegen muss.

von GameStar Redaktion, Elena Schulz,
15.11.2021 16:40 Uhr

Diese Probleme muss BF 2042 für uns schnell angehen. Diese Probleme muss BF 2042 für uns schnell angehen.

Was ist nur los bei Battlefield 2042? Experte Dimi wünscht sich trotz spielerischer Hochgefühle eine Verschiebung im ersten Test-Fazit und auf Reddit häufen sich die Spielerbeschwerden über fehlende Scoreboards, eine abgespeckte Waffenvielfalt und mehr. Jetzt muss ein Day One Patch her, der die gröbsten Schnitzer aus dem Weg räumt und die Release-Weste von BF 2042 für den 19. November doch nochmal glattbügelt.

Darauf, welche das sein müssen, haben die Shooter-Fans aus der Redaktion jetzt schon eine klare Antwort:

Kaputte Waffen reparieren

Phil Elsner: Ich sag’s ganz klar und deutlich: Die Waffen-Balance ist schlicht und ergreifend kaputt. Die zufällige Streuung (auch Bloom genannt) vieler Knarren in Battlefield 2042 macht mich wahnsinnig und hat in meinen Augen in einem Multiplayer-Shooter auch absolut nichts verloren. Ständig visiere ich einen Feind an, habe ihn perfekt im Fadenkreuz, drücke ab und meine Salve geht dank Zufallsgenerator einfach links und rechts an ihm vorbei! Vor allem Sturmgewehre leider unter diesem Phänomen und werden schon ab Mitteldistanzen so unzuverlässig, dass sie nahezu nutzlos sind.

Und das ist derart frustrierend, dass ich mich nach den ersten Spielstunden zum Weitermachen zwingen musste. Warum entscheidet ein Würfelwurf, ob ich ein Feuergefecht in Battlefield gewinne oder verliere? Hier müssen die Entwickler sofort mit einem Update ran und den Bloom am besten einfach ganz aus dem Spiel entfernen. Wer gut zielt, sollte in einem Shooter belohnt und nicht bestraft werden. Außerdem sind die Kampfdistanzen meist so groß, dass ganze Waffenkategorien wie zum Beispiel die Shotguns völlig obsolet sind. Präzisionsgewehre brauchen zig Treffer für einen Kill, Sniper knipsen mich dafür ständig mit einem Hit aus großer Distanz aus. Kurz: Das Gunplay braucht insgesamt dringend eine Generalüberholung!

Bis dahin gibt es schon erste Tipps, wie ihr den lästigen Effekt zumindest etwas ausbremst oder umgeht:

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Die Performance den Systemanforderungen anpassen

Rémy Bournizel: Ich gebe zu, dass ich nicht das neuste Set-Up zuhause stehen habe. Dennoch erfüllt es die empfohlenen Systemanforderungen allemal. In Foren wie Reddit häufen sich die Beschwerden über die grausige Performance, sowie die nicht vorhandene Optimierung. Selbst High-End PCs werden teilweise in die Knie gezwungen. Die CPU wird unglaublich strapaziert, während die Grafikkarte sich gähnend auf die faule Haut legt. Weit genug, um entwas spielerisch zu kritisieren, komme ich deshalb gar nicht, weil ich BF 2042 gar nicht erst vernünftig zum Laufen kriege.

Größere Partys und Warteschlangen einführen

Mary Marx: Wisst ihr was traurig ist? Einen Multiplayer-Shooter nicht zusammen spielen zu können, weil man zu viele Freunde hat. Was jetzt erstmal wie ein abgehobenes Luxusproblem klingt, entpuppt sich in der Battlefield-Realität aber als echtes Ärgernis. Ich kann in Battlefield 2042 mit drei Freunden ein Vierer-Squad bilden und losspielen. Ich kann aber nicht als fünfte Person einem vollen Freundes-Squad nachträglich im Spiel beitreten. Also, grundsätzlich ist das rein von der Idee her schon möglich. Immerhin kann ich per Rechtsklick in meiner Origin-Freundesliste dem Spiel eines Freundes beitreten, nur werde ich dann nicht in eine Warteschlange befördert, wie es beispielsweise in Battlefront 2 der Fall ist.

Stattdessen begrüßt mich in der Lobby eine feuerrote Fehlermeldung, dass aktuell kein Platz im Spiel frei ist. Versuche ich aus einem anderen Match meinen Freunden beizutreten, kommt ein ähnlicher Hinweis, allerdings mit dem Text Unbekannter Fehler. Unbekannt sind mir auch die Gründe, warum DICE einerseits keine größeren Gruppen anbietet (beispielsweise bis zu acht Spielern, die dann in zwei Squads aufgeteilt werden) und andererseits keine Warteschlange für hinzukommende Spieler einrichtet. Hier muss unbedingt nachgebessert werden.

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Ich will die neuen Waffen sofort nutzen!

Aron Brockmann: Klar, viele Probleme wird Battlefield 2042 mit dem Day One Patch nicht sofort lösen können. Aber ein kleiner Fix, der unbedingt sofort kommen muss, ist der für die Freischaltungen. Aktuell haben die meisten Waffen nämlich anfangs kein Visier. Dadurch habe ich Probleme, Gegner zu tracken und auf größere Distanzen zu treffen. Aber kein Problem, nach nur fünf Kills ist ein akzeptables Visier freigeschaltet. In der Theorie.

In der Praxis gehe ich nach der Runde in die sogenannte Sammlung, um das neue Visier auszurüsten. Dann steht da aber: 5/5 Kills zur Freischaltung, aber das kleine Schloss, das mir das Ausrüsten des Visiers verbietet, ist immer noch da. Nach zwei bis drei Neustarts kann ich es dann endlich nutzen. Das gilt übrigens für alle Unlocks, also auch für neue Waffen, die beispielsweise an das Level gebunden sind. Durch das ständige Neustarten unterbreche ich mir regelmäßig den Spielfluss, weil ich unterschiedliche Waffen und Ausrüstungen testen möchte. Lernt man die Karten und Waffen im Spiel gerade frisch kennen, nervt das besonders.

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Der Spawnbug und Server-Probleme haben mir die Motivation genommen

Fabiano Uslenghi: Ich hab am Sonntag in Battlefield 2042 reingespielt und mich eigentlich richtig darauf gefreut. Trotz der bekannten Kritik. Doch als dann im Hauptmenü meine Maus anfing zwischen All Out Warfare und Portal hin- und her zu tanzen, kam ich ziemlich ins Grübeln. Denn der Gedanke an große Eroberungs-Gefechte im Zweiten Weltkrieg ließen mich nicht los. Nennt mich einen öden Langweiler, aber letztlich gewann dann doch mein Faible für dieses historische Szenario und ich warf mich komplett auf 1942. Dabei hatte ich sogar Spaß, selbst wenn man dem Quasi-Remake anmerkt, dass sein Spielkonzept nicht ganz taufrisch ist. 

Als ich mich dann doch endlich von Portal und den Eroberungen in den Ardennen oder El Alamein loseisen konnte, traf mich direkt das, wofür Battlefield 2042 von seiner Community gerade zurecht gerügt wird. Der teilweise unterirdische, technische Zustand. Mein erstes Breakthrough-Match in 2042 kam gar nicht erst zustande. Denn Battlefield verweigerte es mir und allen anderen im Match auf die Map zu joinen. Ein sehr kurzes Vergnügen also. Meine zweite Partie war nicht viel besser, denn schon nach fünf Minuten war der Lag so unerträglich, dass ich frustriert auf Alt-F4 hämmerte. Da muss ein Patch unbedingt dran schrauben, sonst spiel ich wieder Battlefield 5.

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Aber was kommt danach?

Dimi Halley: Die Kolleginnen und Kollegen haben so ziemlich alles abgedeckt, was ein potenzieller Day-One-Patch überhaupt fixen kann. Nervige Bugs, Einschränkungen im Party-System, kaputte Freischaltungen, Waffen, fehlender Komfort, die holprige Performance - da jaulen so viele rote Alarmsirenen, dass DICE alle Hände voll zu tun hat. Aber was kommt danach?

Battlefield 2042 krankt nicht nur an typischen Launch-Problemen, sondern wird langfristig sein Mapdesign grundlegender überarbeiten müssen, um Stagnation und Langeweile zu vermeiden. Mir machen viele All-out-Warfare-Partien einen Heidenspaß - ich habe am Wochenende ganze Matches nur im Schlauchboot mit Kumpels verbracht, während wir auf Renewal einen Kontrollpunkt nach dem anderen verwüsten. Großartig! Aber je mehr ich spiele, desto stärker springen mir zwei Probleme ins Auge: Die Maps von Battlefield 2042 spielen sich allesamt zu ähnlich - und die einzelnen Matches enden oft gleich.

Jede Breakthrough-Partie auf Orbital mündet in einen Flaschenhalskampf um das Dach des Raketensilos. Weil die Position nahezu uneinnehmbar ist, verschanzen sich die Verteidiger hoch oben mit Raketenwerfern, Sturmgewehren und Snipern, halten Treppen und Seilwinden und schießen Helis vom Himmel - kinderleicht. Jede Renewal-Runde wird in Breakthrough zum Chokepoint-Gekloppe, weil sich alles am großen Mauertor staut.

Conquest bietet hier natürlich sehr viel mehr Dynamik, aber das Map-Layout wirkt doch immer ähnlich: riesige, offene Flächen, auf denen Sniper-Camping wie hier ohne Probleme möglich ist und die Hälfte des Waffenarsenals keine Rolle spielt. DICE muss zumindest die Kontrollpunkte so umfunktionieren, dass sich häufiger spannende Wechsel zwischen Nah- und Fernkampf ergeben - wie im Stadion von Hourglass.

Battlefield 2042 hat eine große Mission: Langeweile zu verhindern. Sei es durch reparierte Waffen, besseres Map-Balancing, neue Inhalte, stärker forciertes Teamwork, weil aktuell noch weniger Leute Medic oder Versorger spielen als in jedem Battlefield zuvor. Selbst Star Wars: Battlefront 2 hatte ein besseres Party-System als Battlefield 2042. Und bei aller Liebe für Star Wars: Sätze, die mit “Selbst Battlefront 2 …” anfangen, enden selten als Ritterschlag für einen Shooter von 2021.

Was muss der Day One Patch für euch richten? Nerven euch Bugs, technische Probleme oder ein Feature, das fehlt? Schreibt es uns in die Kommentare!

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