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Below im Test - Nach 5 Jahren in Entwicklung endlich ein Hit

Der Roguelite-Markt ist gesättigt, dem atmosphärischen Höhlenabenteuer ist das völlig egal. Dass das lang erwartete Spiel auf Gepflogenheiten pfeift, wird nicht nur am gewählten Genre deutlich.

von Florian Zandt,
06.01.2019 15:15 Uhr

Below ist fünf Jahre nach seinem E3-Debüt endlich erschienen - und das lange Warten und Bangen, ob und wann es nun kommt, hat sich tatsächlich gelohnt!Below ist fünf Jahre nach seinem E3-Debüt endlich erschienen - und das lange Warten und Bangen, ob und wann es nun kommt, hat sich tatsächlich gelohnt!

Es fühlt sich falsch an, einen Artikel über Below zu schreiben. Denn das Low-Poly-Roguelite von Capybara Games lebt von seinen Mysterien, die ihr ohne großes Händchenhalten selbst aufdecken müsst. Dieses Rätselraten beginnt schon vor dem eigentlichen Spieleinstieg.

Denn anstatt durch ein Menü an den Titel herangeführt zu werden, blickt ihr aus der Vogelperspektive auf ein scheinbar stilles Meer in Spielgrafik. Erst nach gut zwei Minuten wunderbar atmosphärischer Sounduntermalung und vorbeiziehenden Wolken könnt ihr ein kleines Schiff ausmachen, das ihr allerdings nicht selbst steuert. Nach weiteren zwei Minuten Fahrt kommt das Schiff schließlich am Strand einer Insel an, und euer Protagonist hüpft heraus. Und ab diesem Punkt seid ihr komplett auf euch allein gestellt.

So beginnt jeder neue Spieldurchlauf des Roguelites: Ein Abenteurer kommt mit seinem Schiff auf der mysteriösen Insel an, um ihre Geheimnisse zu erkunden.So beginnt jeder neue Spieldurchlauf des Roguelites: Ein Abenteurer kommt mit seinem Schiff auf der mysteriösen Insel an, um ihre Geheimnisse zu erkunden.

Damit will Below beweisen, dass wirklich spannende Spiele eben ergründet und nicht lang und breit erklärt werden wollen. Entsprechend sparsam geht der Titel auch mit Text um. Keine Werte, keine Attribute, keine Statistiken, pures Spielerlebnis und spielergetriebene Exposition - so spannend waren die ersten paar Minuten eines Titels aus dem Roguelite-Genre schon Ewigkeiten nicht mehr.

Aus Alt mach Neu

Warum genau es euch auf die Insel und in die darunter liegenden Katakomben verschlägt, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Seine Hintergrundgeschichte ist nicht das, was Below zu so einem besonderen Spiel macht. Vielmehr sind es altbekannte Roguelite-Tugenden, denen der Action-Titel mit kleinen Details neues Leben einhaucht.

So craftet ihr aus maximal drei Ressourcen wie Steinen, Asche und Stöcken Ausrüstungsgegenstände wie Feuerpfeile oder Bandagen, sammelt Nahrung wie Rüben und Kartoffeln oder füllt eure Wasserflasche an den überall in der Unterwelt der Insel verteilten Pfützen und Wasserläufen auf. Auch hier verzichtet das Spiel auch weiterführende Infos. Ist die Kartoffel nahrhafter als die Rübe? Wie viel Schaden richte ich mit Feuerpfeilen an? Lohnt sich das Basteln von Schädelbomben überhaupt? All das müsst ihr selbst herausfinden, und dass in Experimentierfreudigkeit nicht umsonst das Wörtchen Freude steckt, verdeutlicht Below an allen Ecken und Enden.

Das Crafting-System bietet euch eine Vielzahl an herstellbaren Gegenständen, ist allerdings enorm übersichtlich und schlüssig aufgebaut. Aus Asche, einem Stock und einem Seil baut ihr beispielsweise eine Fackel.Das Crafting-System bietet euch eine Vielzahl an herstellbaren Gegenständen, ist allerdings enorm übersichtlich und schlüssig aufgebaut. Aus Asche, einem Stock und einem Seil baut ihr beispielsweise eine Fackel.

Probiert ihr allerdings allzu viel herum, ohne auf euren Hunger und Durst zu achten, endet euer Abenteuer ziemlich schnell. Vorhang auf für einen weiteren immersiven Twist: Statt irgendwo wieder zu respawnen, kreuzt einfach ein weiterer prozedural generierter Miniaturabenteurer auf der Insel auf, mit dem ihr eure sterblichen Überreste plündern dürft. Das zeigt, wie sehr sich Capybara Games Immersion und schlüssige Spielfluss-Loops auf die Fahnen geschrieben haben, um euch möglichst wenig aus der wunderschönen, aber ebenso düsteren Welt herauszureißen.

Tödliche Tiefen

Denn das Ökosystem, in dem ihr euch bewegt, ist nicht nur euch gegenüber feindlich eingestellt. Untergrundkannibalen fressen ihre erschlagenen Artgenossen, ohne mit der Wimper zu zucken, und die in der düsteren Umgebung schwer zu erkennenden Fallen sind auch für die herumstreifenden Kristallbiester ein tödliches Hindernis. So entsteht schnell das Gefühl, dass ihr euch in einer lebendigen und wunderbar eigenständigen Welt bewegt.

Nach etlichen Verschiebungen: Below hat einen Release-Termin - Trailer zeigt finale Version 1:46 Nach etlichen Verschiebungen: Below hat einen Release-Termin - Trailer zeigt finale Version

Da es sich bei Below aber eben um einen Action-Titel handelt, nehmt ihr auf eure Gegner primär mit kaltem Stahl Einfluss. Auch hier ist Minimalismus Trumpf: Schwert, Schild, Bogen und Speer, mehr Waffen braucht der atmosphärische Dungeon Crawler nicht. Der lockere Rhythmus aus Blocken, Abwehr durchbrechen und Schwertkombos aneinanderreihen geht schnell in Fleisch und Blut über. Allerdings verlangen die unterschiedlich agierenden Gegner verschiedene Taktiken, und gerade in späteren Levels wird's dann auch angenehm knifflig.

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