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Wie gut ist Black Widow nach zwei Jahren ohne neuen Marvel-Film?

Am 8. Juli 2021 startet mit Black Widow der erste Marvel-Film nach zwei Jahren Auszeit in den Kinos und auf Disney Plus. Wir liefern euch alle Infos und eine kompakte Filmkritik.

von Vali Aschenbrenner,
10.07.2021 12:39 Uhr

Ursprünglich sollte Black Widow schon 2020 in den Kinos starten. Zwei Jahre nach Spider-Man: Far From Home ist es erst jetzt soweit. Bildquelle: Disney/Marvel Studios Ursprünglich sollte Black Widow schon 2020 in den Kinos starten. Zwei Jahre nach Spider-Man: Far From Home ist es erst jetzt soweit. Bildquelle: Disney/Marvel Studios

Ganze zwei Jahre ohne neuen Film des Marvel Cinematic Universe! Und das, obwohl zuvor teilweise sogar drei verschiedene Abenteuer der Avengers und Guardians of the Galaxy über die große Leinwand flimmerten. Jetzt, am 8. beziehungsweise 9. Juli 2021, geht es nach einer (unfreiwilligen) Kinopause von ziemlich genau 24 Monaten endlich mit Black Widow weiter - in den Kinos und auf Disney Plus.

Doch wie gut funktioniert der längst überfällige Solo-Film für Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) heute, der ursprünglich vor zwei Jahren in den Kinos starten sollte? Vor allem im Anbetracht dessen, dass mit WandaVision, The Falcon and the Winter Soldier und Loki mittlerweile drei MCU-Serien auf Disney Plus gestartet sind.

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Worum geht es in Black Widow überhaupt?

Lückenfüller: Black Widow ist ein Prequel zu Avengers: Infinity War und Endgame und spielt damit vor der letzten Schlacht der Avengers gegen Oberschurke Thanos. Genau genommen schließt Natasha Romanoffs Solo-Abenteuer unmittelbar an Civil War an.

Das ist die Story: So befindet sich Black Widow nach dem Kampf zwischen Iron Man und Captain America auf der Flucht vor der US-Regierung, während sie dabei von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird: Natasha kommt einer Verschwörung des russischen Geheimdienstes auf die Spur, die das Mächtegleichgewicht der Welt umstürzen könnte.

Ein Familienfilm: Und darin verstrickt ist Black Widows »erste« Familie vor den Avengers, die sich aus Spionen und (ehemaligen) Superhelden zusammensetzt: Yelena Belova (Florence Pugh), Vater Alexei Shostakov a.k.a. Red Guardian (David Harbour) und Melina Vostokoff (Rachel Weisz).

Black Widow: Trailer verspricht explosiven Showdown mit neuem Kinoschurken Taskmaster 1:58 Black Widow: Trailer verspricht explosiven Showdown mit neuem Kinoschurken Taskmaster

Für wen ist Black Widow interessant?

Vorkenntnisse erforderlich: Der Film von Regisseurin Cate Shortland erzählt eine größtenteils eigenständige Geschichte, allerdings solltet ihr tatsächlich auf dem aktuellsten Stand sein, was die Marvel-Filme angeht: So spielt nicht nur Black Widows Schicksal in Avengers: Endgame eine Rolle, ebenso wird direkter Bezug auf die Geschehnisse von The Winter Soldier, Civil War und Infinity War genommen.

Sollten sich also bei den Begriffen »Sokovia-Akkorde« und »Winter-Soldier-Programm« erste Fragezeichen aufstellen und ihr euch nicht mehr sicher sein, warum sich die Avengers vor Infinity War zerstritten hatten, lohnt es sich allemal, zumindest Civil War nochmal aufzufrischen.

Wichtig für die Zukunft: Black Widow dürfte außerdem nochmal für die Zukunft des Marvel Cinematic Universe interessant werden. Denn - ohne zu viel zu verraten - neu etablierte Figuren des Films werden wir zweifelsohne in kommenden Kino-Abenteuern oder eben TV-Serien für den Streaming-Dienst Disney Plus wiedersehen.

Warnung: der folgende Absatz enthält Spoiler

So wurde beispielsweise bereits ein Auftritt von Florence Pugh Als Yelena Belova für die Serie für Disney Plus Hawkeye mit Clint Barton (Jeremy Renner) im Dezember 2020 bestätigt.

Mehr Agenten- statt Superhelden-Kino: Fans von Scarlett Johansson und/oder ihrem MCU-Charakter werden Black Widow ohnehin nicht verpassen. Wer außerdem bodenständigeren Superheldenfilmen etwas abgewinnen kann, die eher in Richtung Agenten/Spionage-Thriller gehen, sollten ebenfalls einen Blick riskieren. An den grandiosen Captain America: The Winter Soldier kommt Black Widow zwar nicht ran, in seinen besten Momenten werden trotzdem wohlige Erinnerungen wach.

Einer der Schurken von Black Widow: Taskmaster, der die Fähigkeiten der Avengers perfekt kopiert und imitiert. Bildquelle: Disney/Marvel Studios Einer der Schurken von Black Widow: Taskmaster, der die Fähigkeiten der Avengers perfekt kopiert und imitiert. Bildquelle: Disney/Marvel Studios

Stärken und Schwächen von Black Widow

Was uns an Black Widow gefallen hat

  • Die Story: Black Widow lässt uns tief in die Vergangenheit von Natasha Romanoff blicken. Gleichzeitig wird uns aber nicht der zigste Origin-Story-Film präsentiert. Stattdessen bekommen wir einen spannenden Spionage-Thriller präsentiert, der Black Widow persönlich betrifft und gleichzeitig eine Lücke im Marvel Cinematic Universe schließt, von der wir gar nicht wussten, dass es sie gibt.
  • Die Chemie zwischen den Helden: Mit Black Widow gesellt sich eine ganze Palette an neuen Charakteren zum MCU. Besonders Yelena und Alexei/Red Guardians zählen zu den interessantesten und sympathischsten neuen Figuren. Die Chemie von Natashas »Familie« und ihre Interaktion untereinander zählen zu den Highlights des Films.
  • 50 Prozent der Action: Black Widow bietet ein paar richtig gute und intensive Action-Szenen. Das ist den spannend inszenierten Choreographien und den sparsam eingesetzten Schnitten zu verdanken. Gerade die verhältnismäßig bodenständigeren Prügel- und Schießereien in Bond- oder Bourne-Manier machen am meisten Spaß, wenn auf zu bombastischen Superhelden-Epos verzichtet wird.
  • Black Widow nimmt sich selbst ernst: Marvel-Filme leiden häufig unter dem Problem, ihre eigene Tragik durch deplatzierte Witze zu untergraben. Gerade die Filme von James Gunn, Peyton Reed und Taika Waititi pressen viel zu oft flapsige Sprüche in eigentlich dramatische Momente. Black Widow dagegen lässt seine Charaktere auch mal leiden und trauern, wovon die Emotionalität der Geschichte allemal profitiert.

Nicht ganz so geheimer Star von Black Widow: David Harbour (Stranger Things) in der Rolle des russischen Superhelden Red Guardian. Bildquelle: Disney/Marvel Studios Nicht ganz so geheimer Star von Black Widow: David Harbour (Stranger Things) in der Rolle des russischen Superhelden Red Guardian. Bildquelle: Disney/Marvel Studios

Was uns an Black Widow nicht gefallen hat

  • Die Schurken: So interessant die Helden von Black Widow auch ausfallen, so blass bleiben die Gegenspieler. Gerade der russische Geheimdienstleiter Dreykov (Ray Winstone) bleibt ein blasses Abziehbildchen eines diabolisch lachenden Bösewichts, der nur um des Böse-seins-Willens böse ist. Selbst die grundsätzlich spannende Prämisse des mysteriösen »Taskmaster«, die unterschiedlichen Kampfstile eines jeden Avengers zu imitieren, bleibt oberflächlich und führt nirgendwo hin.
  • Die anderen 50 Prozent der Action: Die Action von Black Widow überzeugt leider nicht durchgängig. Spätestens ab der zweiten Hälfte des Films wird es immer explosiver und pompöser, aber damit nicht gleichzeitig besser. Das Effektgewitter nimmt Überhand, die Gefahrensituationen werden immer absurder, doch unsere Helden kommen kaum mehr ins Schwitzen. Umso weniger fiebern wir mit den Protagonisten mit - hier wäre weniger mehr gewesen.
  • Das Schwarz/Weiß der Story: Black Widow ist gerade so spannend, weil sich ihr Charakter nur selten dem klassischen Verständnis von »gut« und »böse« zuordnen lässt. Ihr Solo-Film wird nun allerdings wieder in sehr klassischem Schwarz/Weiß gezeichnet: Hier ist klar, wer der Schurke ist und selbst die Helden werden von der Verantwortung für ihre Missetaten freigesprochen. Schade, hätte sich Black Widow hier klar vom MCU abheben können.

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