Blizzard - Negatives Fan-Feedback soll die eigenen Geschichten nicht beeinflussen

Blizzard erklärte kürzlich, wie die Storys zu den hauseigenen Spielen entstehen. Die Schreiber dieser sollen nicht von Negativität beeinflusst werden.

von Mathias Dietrich,
15.04.2019 10:01 Uhr

Geschichten wie die von World of Warcraft: Battle for Azeroth werden bei Blizzard von der Außenwelt abgeschottet geschrieben. Geschichten wie die von World of Warcraft: Battle for Azeroth werden bei Blizzard von der Außenwelt abgeschottet geschrieben.

Auf der Key Reboot erklärte Blizzard, wie die Geschichten zu Spielen wie World of Warcraft entstehen. Zwar höre man für diese auf Fan-Feedback, doch solle das die Storyschreiber nicht von ihrem Ziel abbringen.

Creative Director Alex Afrasiabi vergleicht die Räume der Schreiber mit Dojos: Heilige Stätten, in denen kein Platz für Negativität existiert. Deswegen versuche man allzu kritische Stimmen draußen zu halten. Director of Story and Franchise Development George Krstic führt das noch weiter aus. Er gibt an, dass die Meinungen der Kritiker ziemlich laut werden können, und das vom eigentlichen Plan ablenken kann.

Mit lauten Stimmen hat Blizzard bereits in der Vergangenheit Erfahrung gehabt. Zum Beispiel sorgte die Ankündigung, dass Tracer aus Overwatch eine Beziehung mit einer Frau hat nicht nur für Kritik, sondern gar Hass. Ähnlich verhielt es sich mit der Offenbarung, dass Soldier 76 homosexuell ist.

Das Ergebnis lohnt sich

Doch mit dem Resultat ist er zufrieden. Die Geschichten werden für Spieler auf der gesamten Welt geschrieben. Dabei helfe es auch weiter, dass das eigene Team aus den unterschiedlichsten Verhältnissen komme und die unterschiedlichsten Ansichten vertritt. Das sei manchmal zwar sehr schwierig, verbessere die Story aber auch merklich. Afrasiabi freut sich zudem darüber, dass dadurch mehr Frauen und unterschiedliche Stimmen ihre Spiele spielen und daran mitarbeiten.

Hierbei hebt er besonders hervor, dass es im Team keine Ja-Sager gäbe. Stattdessen versuchen die Schreiber sich selbst herauszufordern und fragen sich »Können wir das verbessern?«. Dadurch würde das Team auf Trab gehalten werden, was den Geschichten zugute kommt.

Auch im letzten Jahr erschienenen World of Warcraft: Battle for Azeroth lässt sich die Story sehen. Bei dem beeindruckten uns nicht die Gameplay-Neuerungen, sondern die Geschichte. Wieso, das könnt ihr euch noch einmal im abschließend eingebetteten Test-Video ansehen.

Plus-Report: Emergent Storytelling - Das Spiel ist die Story

World of Warcraft: Battle for Azeroth - Test-Video: Starke Story, müde Gameplay-Neuerungen 11:40 World of Warcraft: Battle for Azeroth - Test-Video: Starke Story, müde Gameplay-Neuerungen


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