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Seite 2: Call of Duty: Modern Warfare 2 im Test von 2009: Wie gut war die Kampagne?

Wer sind die Helden von Modern Warfare 2?

Apropos Wechsel: Genau wie in allen anderen Call of Duty-Spielen bleibt Joseph Allen nicht der einzige Soldat, in dessen Haut Sie schlüpfen.

In Modern Warfare 2 sind’s ganze vier Protagonisten: Zu Allen kommen später der SAS-Soldat Gary »Roach« Sanderson sowie ein weiterer US-Ranger namens James Ramirez dazu; und sogar Soap MacTavish, den Haupthelden des ersten Teils, dürft ihr wieder übernehmen. Den Großteil des Spiels lang stellt Soap allerdings den Boss von Roach, ist also ein computergesteuerter Begleiter. Erst gegen Ende muss der Mann vom englischen SAS (Special Air Service) wieder die Kohlen aus dem Feuer holen.

Mit den vier Männern erlebt ihr atemberaubende Stunden. Allerdings nicht viele, denn die Kampagne von Modern Warfare 2 ist mit fünf bis sechs Stunden nicht länger als die des Vorgängers, eher etwas kürzer. Immerhin gibt’s obendrauf noch den Spec-Ops-Modus, der für Solisten durchaus interessant ist, allerdings mit der Kampagne nichts zu tun hat.

Eine Warnung, ohne allzu viel verraten zu wollen: Gewöhnt euch besser nicht an die vier Helden des Spiels. Infinity Ward zögert wie im ersten Modern Warfare auch dieses Mal nicht vor drastischen Konsequenzen.

Leveldesign zwischen streng linear & überraschend frei

Euer Soldatendasein führt euch um den halben Globus. Joseph Allen bleibt nicht in Afghanistan, er macht auch einen Abstecher nach Moskau. Mit Roach tobt ihr durch Rio de Janeiro, ballert euch dort durch ein Armenviertel und hetzt über Wellblechdächer einem rettenden Helikopter entgegen. Russland und eine Bohrinsel liegen ebenso auf Roachs Route, sogar einen sehr atmosphärischen Tauchgang werdt ihr mit dem Mann erleben.

Als James Ramirez geht’s mit Stryker-Unterstützung (also mit einem Panzerfahrzeug) durch die Vororte Washingtons und später hinein ins brennende Herz der Hauptstadt. Im Großen und Ganzen ist das Leveldesign serientypisch streng linear, jedoch räumt euch Modern Warfare 2 in bestimmten Missionen auch minimalen Freiraum ein.

Wenn ihr in einer amerikanischen Fastfood-Oase auf den riesigen Parkplätzen gegen die Russen antretet, bleibt es euch überlassen, welche Strecke ihr zur nächsten Aufgabe nehmt. Wenn ihr in einem Schneesturm mit Soap MacTavish ein Satellitenmodul von einem russischen Flughafen stehlen sollt, dürft ihr alle Gegner umpusten, könnt sie aber auch geschickt mit Hilfe eines Herzschlagsensors an eurer Waffe großräumig umzirkeln. Letzteres ist übrigens bedeutend einfacher als die Ballervariante.

Leichter als der Vorgänger, aber immer noch hart

Im Gegensatz zum Vorgänger können wir für Modern Warfare 2 eine gelungene Verbesserung verbuchen: Das Spiel setzt immer nur ein bestimmtes Feindkontingent in ein Areal und lässt nicht dauernd neue Gegner auftauchen. Ist der letzte Widersacher schließlich aus dem Weg geräumt, machen sich eure KI-Begleiter selbstständig daran, weiter vorzurücken. Ihr müsst also nicht ständig vorrücken, damit’s weiter geht.

Das eingeschränkte Feindkontingent gestaltet euer Soldatenleben auf »Veteran«, dem höchsten der vier Schwierigkeitsgrade, im Vergleich zum Vorgänger geradezu beschaulich. Trotzdem wäre es falsch, das Spiel als simpel zu bezeichnen. Infinity Ward hat einige ziemlich knifflige Passagen eingebaut.

Da wäre beispielsweise euer erster Ausflug ins Armenviertel (Favela) von Rio de Janeiro. In den verwinkelten Gassen schießt man von unten, oben und von der Seite auf euch. Scharfschützen und Gegner mit Raketenwerfern lauern auf den Dächern, plötzlich öffnen sich Fenster, aus denen man aus nächster Nähe auf euch feuert.

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Regelrecht an die Substanz gehen die Minuten, die ihr auf einen Datentransfer in Makarovs Unterschlupf warten müsst. Während wichtige Dokumente enervierend langsam auf eine mobile Festplatte übertragen werden, müsst ihr ganz alleine gefühlte Hundertschaften von Gegnern abwehren, die aus allen Richtungen kommen und nicht nur euch, sondern auch Makarovs Computer aufs Korn nehmen.

An der Gegner-KI konnten wir jedoch keine nennenswerten Verbesserungen feststellen. Die Gegner werfen nach wie vor Granaten (wenn auch etwas weniger verschwenderisch als in Call of Duty: World at War), Feinde nutzen noch immer die ihnen zugewiesenen Deckungen, stürmen aber wie gehabt schnurgerade auf euch zu oder rennen euch gleich gruppenweise um Hausecken vor die Flinte. Nur manchmal schaffen es die Burschen, euchden Rücken zu fallen. Gerade zu Beginn des Favela-Levels müsst ihr aufpassen, denn zwischen den Häusern gibt’s mehrere Routen, die auch die KI-Gegner nutzen.

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